von Jörg Streese

MISS SOPHIE

MISS SOPHIE

Written by:
Published on Mai 19th, 2010 @ 19:20:06 , using 591 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE

Das erste was ich von MISS SOPHIE sah, war ihr Hintern.

Und ich war überwältigt.

Ich war hin und weg.

So ein elegantes Auslaufen des Hecks bei einem durchaus eher plumpen Knickspantermittelschiff hatte ich noch nie gesehen. Ich wusste sofort, dieses Schiff kann segeln. Und ich wollte es haben. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Also:
MISS SOPHIE ist eine WIBO 830, 1972 in Woubrugge in Holland von der Werft Van Wijk als Knickspanter aus Stahl gebaut nach einem Riss von van de Stadt und wurde von meinem Vorbesitzer nach seinem Vorschlag von dem Yacht-Designer-Duo Rudel+Vrolijk (ja, genau die, die die Megayachten für den Admirals-Cup entwerfen) das Heck zu jenem sagenhaften Hintern geformt, den ich eingangs erwähnte. Sie verschafft dem Schiff einen derat eleganten Wasserablauf achtern, dass im Wasser zu finden sind - sagenhaft.

Sie ist etzt 8.80 m lang und mit Bugsprit über alles 9.60 m, 2.60 m breit, hat einen Tiefgang mit einem neuen Kiel von 1.30, im Ballastkiel befindet sich 1,5 Tonnen Blei und dazu kommen noch 200 kg Diesel und Wasser.

Die Normalbeseglung beträgt ca. 40 qm (17/20), mit der SWF 35 qm, mit Genua 45 qm.

3. Bild

Blick vom Niedergang in die Kajüte: rechts die Navigationsecke mit Kartentisch und dem darunter befindlichen Kartenfach, wo sich für diesen Törn über 200 Seekarten befinden, darüber der alte aber wunderschöne DEBEG-Einseitenband-Empfänger, der aber auch MW, LW und KW empfängt, darüber das Fach mit den Seehandbüchern und darüber das DEBEG-UKW-Seefunkgerät.

Dahinter die Kombüse.

Bild 4

Die Kombüse mit dem zwei-flammigen Gasherd rechts und der Spüle links, darunter die Küchenshaps - Lebensmittel werden unter den Kojen und den Sitzbänken der Messe gelagert.

Bild 5

Vorpiek (Kajüte ganz vorne), mit den beiden Kojen steuerbord und backbord und ganz vorne der Bordbibliothek (ganz wichtig, wie man jetzt in Bremerhaven sehen kann), links der Kleiderschrank mit Borden und rechts die Tür zum WC.

Bild 6

Damit die leiblichen Genüsse, die beim Segeln ganz ganz wichtig sind, auch anständig entsorgt werden können, dieser Ort, eng aber funktional.

Bild 7

Die Messe vom Bug her gesehen: rechts die u-förmige Sitzbank um einen kleinen Tisch herum, der durch einen klappbaren grossen ersetzt werden kann, der Niedergang von der Plicht in die Kajüte und daneben die Segeltuchtaschen für Nebelhorn, Taschenlampe, Notfall-Werkzeug und Schäkeltasche. Daneben und darüber die Rückseiten der Navigationsinstrumente: Motor-Instrumente, Fluxgate-Kompass, Kartenplotter und daneben das Lot und die Solarregler für die drei Solar-Panele.

Neben dem Niedergang links (hinter dem Kartentisch) befindet sich die Hundekoje, in der der Skipper schläft, wenn er Gäste an Bord hat, die ein Teilen des Vorpieklagers nicht gestatten; 60 cm breit und 40 cm hoch und 2 m lang - es ist ein echtes Akrobatenstück,  da rein zu kommen, denn zwischen Kartentisch und Hundekojeneingang ist nur 40 cm breiter freier Raum. Aber 15 Jahre Übung zahlen sich jetzt aus.

Darüber die Segeltuch-Taschen für das Fernplas, den Seenotsignalgeber, den Seenotfunk-Marshal und Kleinigkeiten, wie Sonnenmilch etc.

Daneben unter der Decke die Segeltuch-Taschen für den Camcorder, Brillen, Hand-GPS und das Handy.

Alles so, das ich es vom Cockpit aus erreichen kann, ohne die Pinne loslassen zu müssen - eben alles auf Einhandsegelei eingerichtet.

Daneben über dem Kartentisch der DEBEG-Radioempänger, das Bücherschapp für die aktuellen Seehandbücher, das Logbuch und darüber das neue UKW-AIS-Funkgerät.

Unter dem Kartentisch das Bücherschapp mit weiteren Seehandbüchern und darunter das Schapp Seeenot-Signalraketen, Sicherheitsgurte etc.

Unter dem Sitz vor dem Kartentisch eine sehr umfangreiche Werkzeugkiste und dahinter unter der Hundekoje das Schlauchboot (nicht zu sehen weil unter de Polstern).

Draußen unter dem Motordeckel und den Plichtgrätings der vorbildlich saubere Motorraum und die saubere Botorbilge mit dem neuen VETUS-Diesel.

Unter den Steuerbordsitzbänken die Backkiste mit der Gasflasche

und die Backskiste mit den Leinen und Trossen.

So, jetzt kennt ihr alle MISS SOPHIE.






 

1 Kommentar

Kommentar von: detlef
detlef

jörg,
miss sophie - eine vollendete mutter offenbar, die komplett versorgt,wenn sie nur richtig geliebt und gepflegt wird.
ich wünsch dir einen guten langen törn.
detlef

23.05.10 @ 12:51


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