von Jörg Streese

auf dem Peenestrom zur Hansestadt Wolgast

auf dem Peenestrom zur Hansestadt Wolgast

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Published on August 4th, 2010 @ 13:54:51 , using 304 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
auf dem Peenestrom zur Hansestadt Wolgast
auf dem Peenestrom zur Hansestadt Wolgast
auf dem Peenestrom zur Hansestadt Wolgast

Es sollte der Wind aus Nord-West wehen, er kam aber aus Ost-Nord-Ost, also sehr spitz für den Peenestrom - aber es war auch nicht viel Wind und ich bummelte so mit der Fock den Peenestrom lang. Ein beschaulicher, ruhiger, besinnlicher Tag auf dem Wasser - hier mal dem Fischreiher Guten Tag gewünscht, dort über mir dem sehr großen Raubvogel, der in nicht endenwollenden Kreisen sich höher und höher schraubte, zugewunken, ab und zu unwillkürlich den Kopf ein wenig eingezogen, wenn mal wieder die Schwalben und Mauersegler über mich wegtobten, dann durch eine Armada von Seeschwalben hindurchgeplätschert, die wohl eine Beutestelle entdeckt hatten und dann wieder in völliger Stille dahingeduselt, nur ab und zu das Plätschern des Bugs durch das Wasser. Vorbei an den sanften Hügeln des Ufers, in denen das Gold der Weizenfelder in der Sonne glomm und damit das kräftige Grün der Wälder dahinter verstärkte und zum Peenestrom hin durch das flirrige Grün des Schilfs abgerundet wurde und natürlich kommen mir jetzt die Bilder von Caspar David Friedrich in den Sinn - das hier war seine Landschaft.

In Wolgast dann in den Yachthafen der Schiffswerft Horn, direkt vor der Peenebrücke, die sehr nett sind und einen professionellen Service anbieten. Möglicherweise lasse ich mein Schiff hier über den Winter.

Am späten Nachmittag geht dann ein Gewitter durch mit wolkenbruchartigem Regen.

Wolgast ist übrigens Hansestadt gewesen und zwar eine der ersten überhaupt und ist eine Kleinstadt, die gerade dabei ist, wieder etwas mehr Bedeutung zu bekommen durch die Peenewerft, die mit 1000 Beschäftigten hier der größte Arbeitgeber ist und ebenso unübersehbar mit ihrer riesigen Halle ist wie die burgartige St.Petri-Kirche, die den Stadtmittelpunkt darstellt - auf sie laufen mehr oder weniger alle Straßen (besser Gäßchen) zu.

Abends Steinbeißer kleingewürfelt, im WOK auf kleinen Brokoliröschen, einer Zwiebel, zwei Möhrchen, drei Knoblauchzehen und dazu Reis. Hat noch für den nächsten Tag gereicht.



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