von Jörg Streese

Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)

Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)

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Published on Juli 16th, 2011 @ 20:22:53 , using 472 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)
Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)
Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)
Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)
Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)
Blick aus dem Fenster des Hauses von Thomas Mann in Neda (Nidda)

Angesagt waren ja SW 3, wir hatten aber WSW 5 (6), also Ausflug nach Neda, dem Sylt Litauens.

Und das war es auch. Kein Ramsch war hier zu finden, sondern hochwertige Kunsthandwerkprodukte und Boutiquen. Und die Häuser im traditionellen Stil Litauens und der Kurischen Nehrung.

Hier kam Thomas Mann auf Empfehlung 1929 zu einem Sommerurlaub und es gefiel ihnen so gut hier, dass sie entschieden, hier ein Sommerhaus zu bauen.

Mit dem Geld des Ende 1929 an ihn vergebenen Literaturnobelpreises wurde das Pojekt innerhalb eines Jahres realisiert und die beiden nächsten Jahre verbrachten sie hier die Sommermonate, in denen Thomas Mann an seiner  Joseph-Tetralogie gearbeitet hat. Der Blick aus dem Fenster ist der Blick, den er aus seinem Arbeitszimmer hatte.

Die Große Düne im Nord-Westen des Dorfes Neda, eine Wanderdüne, ist inzwischen mit Bewuchs versehen und in ihrer Bewegung gestoppt. Aber der Wind trägt sie langsam ab.

Vor allem durch die Häuser und die Landschaft, in die sie eingebettet sind, hat die Gegend hier einen zauberhaften Reiz.

Wir überlegen: Essen gehen? Dort, wo wir unser Frühstück, Spiegeleier mit Schinken und anderen leckeren Sachen eingenommen hatten, sah es gut aus, der Tee war hervorragend und es wurde fast nur von Einheimischen bevölkert - immer ein gutes Zeichen.

Da wir aber vorher einen Fischladen ausfindig gemacht hatten, entschieden wir uns für ein Picknick direkt am Haff, kaufen geräucherten Fisch ein und Brot, Saft, Bier und setzen uns auf eine Bank. Die nette Fischverkäuferin hat uns ausreichend Servietten und dazu auch noch Plastikbesteck mitgegeben.

Dann machen wir uns auf den Weg zur Busstation, wo wir für 10 Lit, das sind 3 EUR, eine Stunde Fahrt vor uns haben und dann mit der Fähre in unseren Hafen gelangen.

Arne, der die ganze Zeit einen 20-Kilo-Rucksack auf seinem Rücken mitgeschleppt hatte, in der ein Paragleider steckte, mit dem er hier an der Steilküste zur Ostsee eiegtnlich fliegen wollte, wegen dem starken Wind dies aber leider ungescheheen lassen musste, ist kaputt und geht in die Koje. Ich suche noch mein Internetcafe auf, schreibe meinen Blog und stelle fest, das in der Nachbarkneipe Lifemusik ist und trinke dort noch ein paar Bier.

Am nächsten Tag gweht Arne zurück nach Klaipeda und ich warte noch auf den Süd, der für den nächsten Tag vorausgesagt wurde.
Da sich das Yachtcenter zu meinen Gunsten in der Abrechnung verrechnet hatte, habe ich noch 40 LIT und die setze ich im CACADU, dem Restaurant hier am Yacht-Center, in Schwarzbier um und in eine Spezialität der Baltischen Länder: in Olivenöl geröstete dünne Brotstreifen (wie Pommes) mit frischem ausgedrückten Knoblauch bestreut. Eigentlich ein Starter, wo ein solcher Teller gut vier Personen auf das kommende Essen einstimmen kann - aber für eine Person eine leckere Malzeit.

Zu den Bildern:

1 Blick aus dem Fenster des Arbeitszimmers Thomas Manns

2 Haus der Manns in Neda

3 die große Düne in Neda

4 Blick aufs Haff

5 Haus in Neda

6 Ostsee-Strand bei Neda


 

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