von Jörg Streese

Arbeit, Rost, und Sonne und Wolken

Arbeit, Rost, und Sonne und Wolken

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Published on Mai 16th, 2012 @ 12:09:32 , using 279 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Arbeit, Rost, und Sonne und Wolken
Arbeit, Rost, und Sonne und Wolken
Arbeit, Rost, und Sonne und Wolken
Arbeit, Rost, und Sonne und Wolken

 

Riga – Latvijas Jahta


Das Wetter pendelt hier zwischen wundervoll sonnigen und warmen Tagen und dann wieder eistkaltem Wetter aus Nord-Ost. An einem dieser sonnigen Tage kam dann gerade "Mein Schiff" den Fluss hoch, um in Riga festzumachen.


Lange habe ich gezögert, mit meinem defekten Rücken mich an den Mast zu wagen – aber dann habe ich entschieden, ihn über die Winsch hochzuziehen. Dafür musste ich die dreifach geschorene Schot noch einmal um 10 Meter verländern und mein Problem war, wenn diese Palstegs (nicht sich zuziehende Knoten) über die Winsch laufen, ob das problemlos gehen wird. Es geht! Und dann habe ich in kleiner Übersetzung den Mast, der ja mit einer Dreifach-Talje hochgezogen wird, weil enorme Käfte am Anfang notwendig sind, das Gewicht des Mastes zu ziehen, mit der Winsch zentimeterweise hochgekurbelt. Und dann stand er.


Am nächsten Tag habe ich das Großsegel eingeschoren, die Reffleinen neu verlegt und MISS SOPHIE wurde wieder ein Segelschiff.


Nun musste ich mich an die leidige Aufgabe machen, mein nicht fachmännisch saniertes Deck zu entrosten. Eine nervige und frustrierende endlose Arbeit.


Dann mit Acrü Epoxy-Primer grundieren und danach, wenn notwendig zweikomponentig Spachteln, dann streichen.


Als ich geprimert habe, ziehen bedrohlich dunkle Wolken auf – aber es bleibt trocken. Der Wind ging im Laufe des Tages mit 2-3 Windstärken einmal durch den ganzen Kompass, das Sturmglas entwickelt beachtliche Kristalle und insgesamt ist es eine sehr unbeständige Wetterlage.


Wenn es trocken bleibt, kann ich diese unbeständige Wetterlage gut benutzen, mein Deck fertig zu bekommen – dann sehen wir weiter.

Und mein Rücken macht auch immer weniger Ärger. Alles wird gut.

Hallo Franka und Matthias,

ich wünsche euch einen wunderbaren Törn und bin gespannt auf eure Berichte.

2 Kommentare

Kommentar von:

Hallo Jörg!

Freut uns zu hörn,das du wieder gut bei deinem boot angekommen bist.Nicht so schön ist die sache mit deinem rücken!Gute bessererung!
Bei uns gehts donnerstag los,müssen noch masten stelln.Der motor ist fertig eingebaut,so steht dem start richtung norden nix mehr im weg[hoffentlich]
M&F

16.05.12 @ 12:17
Kommentar von: Lothar Jentzsch
Lothar Jentzsch

Lieber Jörg, fast drei Wochen seit der Abreisebegegnung in Bremen sind vergangen. Jetzt die erste Tagebucheintragung für 2012. Ich werde Deine Reise auch in diesem Jahr begleiten und nehme viel Arbeit wahr, ehe es wirklich losgehen kann. Vielleicht lässt mich das ahnen, vieviel Arbeit auch in einer innigen Beziehung steckt, bevor ein blindes Vertrauen aneinander wächst und die Verläßlichkeit eintritt. Da nehmen sich wohl Boot und Mensch nichts. Somit an dieser Stelle viel Erfolg, der glücklich machen kann, für das, was dann miteinander gemeistert werden soll, Lothar

16.05.12 @ 21:26


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