von Jörg Streese

On the Road - nach Ruhnu

On the Road - nach Ruhnu

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Published on Juni 10th, 2012 @ 19:15:26 , using 317 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
On the Road - nach Ruhnu
On the Road - nach Ruhnu
On the Road - nach Ruhnu
On the Road - nach Ruhnu

 

Da ich mir durch die letzte Erfahrung angewöhnen wollte, morgens immer den für den Tag zuständigen Seewetterbericht zu hören, wachte ich entsprechend um 06:30 auf und hörte: SW 4, später 2-3 E-drehend.


Das war mein Tag.


Also raus, Leinen los und weg.


Schon im Hafen hatte ich das Groß hochgezogen und stellte dann fest, dass es doch draußen mit 4-5 (halber Wind) wehte und ich deshalb vorzug, mich nur von der Fock ziehen zu lassen, was dann auch blendend ging (zwischen 4,5 und 6 kn). Ich setzte Admiral von Schneider an die Pinne und hatte nun eigentlich nichts mehr so recht zu tun.

War auch ganz gut so, denn die Nacht war durch die auf den beiden Segelschiffen eingelaufenen Jugendlichen, die sich an einer Talship-Race beteiligen wollten und auf dem Weg ich glaube nach England wearen, doch recht quierlig und etwas unruhig gewesen.


Gerade als ich den Großschiffahrtsweg queren wollte, schlief der Wind langsam ein und ich musste James bitten, an die Arbeit zu gehen.


Als wir den Großschiffahrtsweg gequert hatten, war der Wind ganz weg und James musste weiter arbeiten, aber das klappt inzwischen zwischen den beiden ganz gut: James an der Arbeit und Admiral von Schneider an der Pinne.

Also konnte ich mich ein wenig zurückziehen und meinen Gedanken freien Raum lassen.

Das Wetter war prima, die Sonne schien, oben segelten ein paar kleine Wölkchen durch den Himmel und nirgends gab es irgend eine Beunruhigung.


Langsam wuchs vor mir eine Insel aus dem Meer. Merkwürdig war nur, dass ich sie in 330 Grad hatte, aber mit einem KK von 10 Grad steuerte.


Also die Seekarte her. Merkwürdig.


Irgendwan Kartenplotter überprüft.

Und da war der Fehler.

Die Daten korrigiert und alles war wieder gut.


Um 16:00 Uhr in Ruhnu fest.


Schönes Plätzchen hier.

Werde wohl etwas bleiben müssen, denn der Hafenmeister sagte mir, morgen und übermorgen wird schlechtes Wetter aus Nord kommen.


Na, da lieg ich ja richtig, nämlich mit der Schnautze nach Norden.

1 Kommentar

Kommentar von: Lothar Jentzsch
Lothar Jentzsch

Du hast ein neues Land (Estland) erreicht und bist selbst gesegelt! Lieber Jörg, ich lese das mit Freude, zumal mir immer wieder auch alles acht Jahre zurück in Gedanken einkommt. Ich war in Pärnu auf dem Land. Von dort hätte man zur Insel Runö (Ruhnu) schippern können. Im Sommer ist es sehr lauschig und immer hell! Es wird doch nun noch alles! Sei aus Rostock gegrüßt, Lothar

11.06.12 @ 00:36


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