von Jörg Streese

Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa

Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa

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Published on Juni 14th, 2012 @ 15:24:12 , using 360 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa
Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa
Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa
Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa
Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa
Nach Roomassaare auf der Insel Saaremaa

 

 

Als ich morgens um 07:30 den kleinen Hafen verlasse, taucht neben mir ein kleiner Kopf aus dem Wasser: In Ruhnu sind einige Seehunde beheimatet.


Der deutsche Seewetterdiuenst meldet für die Rigaer Buch schwach umlaufend, der Wind-Guru meldet Westwind 5 kn, als W 2.


Das ist leider für unter Segel zu wenig für die Strecke von 40 sm von Ruhnu nach Roomassaare zu wenig, also muss James wieder ran mit mitlaufenden 1200 Umdrehungen und dem Grosssegel dazu, aweil für die Fock der Wind zu spitz einkommt. Gibt immerhin eine Seemeile zusätzlichen speed.

Also Admiral von Schneider an die Pinne und ich döse die nächsten 8 Stunden so vor mich hin. Ab und zu ein Blick in die Runde – nichts.

Ich schaue den Wolken nach, lese ein bischen in meinen Wolkenbestimmungsbüchern, mache mir zwischendurch was zu Essen, hole ein wenig Schlaf nach, wieder ein Blick in die Runde – nichts.

Ich befinde mich im Zentrum dieses Lebens hier. Auch mal ganz schön.


Dann kommt ein wenig merh Wind ein wenig mehr von West und ich setze die Fock dazu und wir schieben mit 6 kn durchs Wasser. Na, das ist doch schon mal was.


Langsam wächst meine Spannung, nach dem schon vor Stunden Ruhnu achteraus aus dem Blick verschwand.

Um die Windrichtung bei Laune zu halten, entscheide ich, Roomassaare anzulaufen, weil ich dann etwas abfallen kann. Ich bin gespannt, was meine russische Papierseekarten von 1991 und meine alte digitale Seekarte hier wohl so alles für Überraschungen für mich vorbereitet haben.


Dann mache ich voraus die ersten Objekte aus. Aber das, was ich für die Ansteuerungstonne K6 gehalten habe, ist sie nicht.

 

Dann aber habe ich sie und das Wasser wird langsam flach, 4,50 Meter messe ich und das bleibt auch so ungefähr bis zum Schluss – aber nur in diesem Sektor. Die 320 Grad, auf der ich den Hafen Roomassaare anlaufe, ziehen sich unendlich lange hin, zu dem der Wind jetzt auch ein wenig zugelegt und steht mir entgegen. 8 sm ist sie lang und ich ziehe mit 4 kn durch Wasser, weil das die ökonomischte Motoreinstellung ist – also noch 2 Stunden.


Aber dann bin ich da und mache um 17:30 die Leinen fest.


Kochen, Tagebuch, Absacker-Wodka und ins Bett.

 

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