von Jörg Streese

Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa

Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa

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Published on Juni 17th, 2012 @ 14:41:46 , using 302 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa
Sturm über Koiguste auf der Insel Saaremaa

 

Morgens wache ich von heulendem Wind auf und es regnet waagerecht.

Die Sonnenunterganbgsbilder habe ich gestern nacht aufgenommen im Abstand von vielleicht jeweils 30 Minuten.


Ein Blick nach oben lässt mich schnell wieder in der Koje verschwinden.


Um 12 weckt mich mein Nebenschiff, die wollen weg. Ich spreche mit ihnen noch kurz über die Windprognose, die sie aber bei ihrem 13-Meter-Schiff nicht sonderlich zu stören scheint und wir verholen mein Schiff hinter ihres.


Im Laufe des Tages nimmt der Wind zu. Gemessen in dreri Meter Höhe. In Salingshöhe kann man mindestens noch eine Windstärke addieren.


13:30 sind es gute 6.


14:30 sind es 28 kn, 7.


17:00 sind immer wieder Böen mit 38 kn dabei: 8.


Es heult in den Wanten, MISS SOPHIE reisst an den Festmachern und ich bin ein wenig unkonzentriert, weil davon im Wetterbericht nicht die Rede war. Aber ich bin sehr froh, dass ich meinem Gefühl, hier nicht loszusegeln, treu geblieben bin, denn das hätte möglicherweise ins Auge gehen können.

Mein Schiff ist keine 12 Meter lang und ich bin auch nicht zu zweit an Bord.


Ich habe mich mit diversen Leinen gesichert.


Und als die Wellen immer höher wurden und ich nicht abschätzen konnte, wie das weiter gehen würde, habe ich eine Kette gesteckt, mit der ich mich möglicherweise hinter den Ponton hätte legen könnte.


Mal sehen, wie lange ich hier mein Robinsonleben führen muss: die Seewetterprognose war nicht sehr beruhigend: SW 6 Schauer- und Gewitterböen, See 2 m.


Abends, 22:00 Uhr, ist der Wind eingeschlafen und der Himmel klart im Süden und Westen auf und die Wolkenbänke ziehen nach Nord-Ost ab.


Die jungen Schwalben hier, die sich im Fliegen trainieren, zischen manchmal 20 cm über meinem Kopf weg – scheint ihnen Spaß zu machen - mir auch.


Aber es ist hier wirklich eine kleine Natur-Idylle: ungeheuer viele Vögel sehen dies als ihr Revier an – und es ist auch ihr Revier.

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