von Jörg Streese

Durch den äusseren Schärengürtel nach Turku

Durch den äusseren Schärengürtel nach Turku

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Published on Juni 28th, 2013 @ 09:08:00 , using 350 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Durch den äusseren Schärengürtel nach Turku
Durch den äusseren Schärengürtel nach Turku
Durch den äusseren Schärengürtel nach Turku
Durch den äusseren Schärengürtel nach Turku

 

2013_06_28

 

Durch den Schärengürtel mit Nordkurs nach Turku

 

Ich lege ohne Motor mit der SWF ab, immer einen mehr oder weniger Nordkurs, ca. 20 Seemeilen, die Sonne strahlt, ich bin guter Dinge und MISS SOPHIE läuft bei dem S 3-4 wieder gute 4-5 kn.

Dann ist die Sonne weg und ein graugriesiger mit tiefliegenden Wolken verhangener Himmel begleitet mich auf dieses durch unendlich viele Schären führende Fahrwasser, das manchmal sehr schmal, dann wieder weite Flächen bietet.

Nach 6 Stunden kommt endlich die Sonne ein wenig durch, der Wind ist bei der gleichen Richtung auf 2 Windstärken heruntergegangen, und ich dusel so langsam dem immer näher kommenden Turku zu, die Segelboote und Motorboote nehmen an Anzahl heftig zu, weil es Wochenende ist und dann tut sich vor mir der sehr schmale Sund auf, der extrem gut betonnt ist, an dem mein Hafen liegen wird.

Am Horizont sehe ich eine große Fähre hinter mir aufkommen und als ich mir langsam Gedanken mache, wieso sie immer noch auf mich zuhält und nicht langsam in das breite Fahrwasser eindreht, wird mir langsam klar, dass die hier auch in dieses Fahrwasser will, das ich schon für mich als recht schmal bezeichnen würde und diese Fähre die volle Breite des Fahrwassers einnehmen wird. Und so ist es auch und ich muss schleunigst aus dem Fahrwasser raus.

MannoMann, das ist hier ja ne heiße Gegend. Aber das Fahrwasser ist tief (Solltiefe 10 Meter) und kaum ist diese Fähre hinter der Biegung verschwunden, taucht auch schon eine zweite Fähre gleichen Kalibers auf und es wird in dieser nächsten halben Stunde nicht die letzte gewesen sein.

Als ich am Yachthafen an der äußeren Kaimauer festmache, nimmt eine nette Bootsfrau meine Vorderleine an und auf meine Frage, wo hier freie Plätze wären, sagt sie, ich könne auf ihren Platz, sie wären die nächsten zwei Wochen unter Segeln weg.

Prima. Es ist 19:00 Uhr, als ich fest bin, seit 8 Stunden an der Pinne und der Seekarte und jetzt brauche ich schnell was zwischen die Zähne.

Morgen will ich nach Turku und ich denke, ich werde den Weg gehen, bevor ich mich auf so undurchschaubare Dinge wie Buspläne etc. einlasse.

 

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