von Jörg Streese

Eigentlich nach Katanpää.....

Eigentlich nach Katanpää.....

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Published on Juli 11th, 2013 @ 21:16:00 , using 403 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Eigentlich nach Katanpää.....
Eigentlich nach Katanpää.....

 

2013_07_11

Eigentlich nach Katanpää, aber dann notgedrungen zurück nach Lootholma

Morgens schmeiss ich mir ein paar Brocken meines selbstgebackenen Brotes in den Hals und schon bin ich vom Steg weg und los.

Noch im Hafen setze ich den SWF, was einige interessiert bis aufgeregte Gesichter produzierte, weil ich doch recht nah an einigen Booten hier entlang duselte, aber weil alles klar ging und ich keinerlei Hektik zeigte, lösten sich alle Gesichter bald in Wohlgefallen auf und weg war ich.

In dem Wasserweg zwischen diesen großen Schären kam mir allerdings der NW direkt gegenan und ich musste motoren. Leider.

Nach drei dösigen Stunden kam ich dann an den Ausgang dieses Schärenweges, und hier biss mir der NW mit 5 und in den Böen auch mit 6 in die Zähne und ich musste noch eine Viertel Seemeile gegenan, um dann meinen segelbares Kurs zu meinem Bestimmungsziel haben zu können: den Hafen auf Katanpää, der auch bei diesem NW sehr geschützt lag.

Tja, und dann kam dass, was ich eigentlich schon seit zwei Stunden erwartet habe: der Motor geht auf 800 Umdrehungen zurück, dass heißt, er hat keinen Schub mehr, und ich muss schnell auskuppeln, das Schiff drehen und unter der SWF zurück.

Irgendwie habe ich dass Gefühl, dass es an der Dieselpumpe liegt, die schon seit Tagen ein ungutes Geräusch beim Betrieb macht.

Aber wie soll ich dass überprüfen?

Und wenn es stimmen sollte, was sollte ich dann tun?

Hier diese Dieselpumpe ersetzen, würde wahrscheinlich Wochen dauern.

Und würde wenn überhaupt nur in einem der Hauptstädte gehen.

Also müssen wir mit diesem Problem leben, und dass so gut wie möglich.

Als ich gestern nach einem Nachtlager suchte, war mir auf der Seekarte ein nur über ein verwinkeltes und sehr schmales Fahrwasser zu erreichender Yachthafen aufgefallen – und in den wollte ich nun rein.

Und schmal war das Fahrwasser wirklich. Zwei Schiffe konnten sich hier nicht begegnen.

Dann war ich drin, der Wid pfiff mit gut 5 Windstärken auch hier in diesem geschützen Hafen, ich suchte mir eine der wenigen noch freien Plätze aus, die den heftigen Wind nicht von achtern bekamen, dann hatte ich diese Stelle, bog ein, Achterleine in die Boje eingepikkt, am Steg stand ein netter Mensch, der dort meinen Bug in Empfang nahm, und ich war fest.

Hier natürlich das übliche, und weil es hier eine kostenlose Waschmaschiene gibt, wird ein großer Sack Wäsche gepackt und gewaschen und dann auch noch gleich getrocknet, weil es schon abend ist.

 

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