von Jörg Streese

Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax

Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax

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Published on Juli 26th, 2013 @ 13:42:00 , using 408 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax

 

2013_07_26

Nach Kvivlax auf Bergholm

In dieser Bucht war es natürlich ein wunderschönes ruhiges Aufwachen. Keine Laute von anderen Menschen, nur die Zwergseeschwalben mit ihren Wät-Wät-Wät sind hier zu hören, wenn sie auf Fischfang gehen.

Erst gegen Mittag kamn ein Hauch von Wind auf und ich nahm wieder den Blister, denn er kam wieder von Nord-West und hatte dann aber bald 3 Windstärken. Strahlende Sonne, keine Wolken, blauer Himmel.

Um 14:00 begann mein Südkurs, ich segelte jetzt mit meinem Blister 4 kn und der Weg führte mich zwischen die Schären Iso Maissaari, Aaslatuoto und Iso-Kuusinen hindurch auf eine Engstelle und dann durch ein sehr enges Fahrwasser zwischen Storlandet und Vallmo.

Kurz nach dieser Engstelle um 16:30 dann bekam ich einen Schreck: gleich nach der schmalen Stellen eine Brücke. Sie war zwar hoch, sehr hoch, so dass ich mir vorstellen konnte, mit meinen 12 Metern da durchzupassen – aber ich hätte es gerne gewusst.

Und wieso war diese Brücke in meiner neuen Seekarte nicht enthalten?

Sie war, nur meine Sonnenbrillen sind nicht auf kurze Entfernungen eingestellt, deshalb sehe ich Details in den Karten in der Regel nicht so richtig, außer ich nehme die Brille ab.

Aber auf meiner digitalen Seekarte war neben der Brücke ein Info-Punkt. Den klickte ich an und da stand: Höhe der Durchfahrt 15 Meter – und je näher ich der Brücke kam, war es auch an der Brücke selbst zu lesen. Das sollte passen. Und es passte.

Jetzt gondelte ich gemütlich hier, nach dem ich den Blister gegen die SWF eingewechselt hatte, lang durch dieses schmale Fahrwasser, was etwa 8 sm lang ist und am Ende noch einmal einen handtuchschmalen Durchgang hat.

Da war ich dann so gegen 19:00 uhr und die Frage war, wohin jetzt, denn der Wind war jetzt schlafen gegangen. Gleich um die Ecke war eine Anblegestelle, die nichts besonderes versprach, aber nahe war und ich steuerte Kvivlax auf der Schäre Bergholm an (830 auf der Karte D 717).

Ein Hafen für die Schärenbewohner, die hier ihre Motorboote für ihre Schärenhäuser liegen haben, dafür aber umsonst und ich werde gleich von einem dieser Menschen mit Moin Moin angesprochen und als ich derart verdutzt geguckt habe, sagt er, er habe einige Jahre in Hamburg gearbeitet, gibt mir die Hand, sagt mir noch wo das hier übliche Torfmullklo ist, zeigt mir noch sein 60 Jahre altes kleines sehr formschönes Holzboot und ist dann weg. Auf dem Weg zum WC werde ich von zwei Frauen auf dem Freisitz ihres Holzhauses gegrüßt und ich fühle mich hier richtig gut aufgehoben.

 

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