von Jörg Streese

Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter

Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter

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Published on September 14th, 2018 @ 14:30:00 , using 544 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter
Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter
Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter
Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter

 Ein Lob des Nichts-Tuns - und der Flow geht weiter

Es ist wirklich irgendwie verrueckt.
Aber der Flow geht weiter.

Heute Nacht aufgewacht und wichtige Szenen geschrieben, die ich seit Jahren nicht wusste, wie sie zu machen sein koennten.

Heute morgen ist mir eingefallen, dass ich vor Jahren einmal ein Buch fuer ein paar EUR erstanden hatte von einem amerikanischen Prof, der ueber das Nichts-Tun geschrieben hat - und ueber den Flow, der sich dadurch manchmal einstellt.

Das Buch faengt an, in dem er beschreibt, wie er als gerade fertiger Schueler in einem alten Schrottauto sitzt und irgendwo hin faehrt.
Es ist Nacht, er weiss eigentlich gar nicht, wo er gerade ist, aber es laeuft gut, das Auto faehrt - und auf einmal merkt er ploetzlich, das er gerade unendlich gluecklich ist.

Er weiss nicht, wo er ist, er weiss nicht wo er hinfahren soll, er weiss nicht, was er eigentlich will - aber er merkt ploetzlich, wie wahnsinnig gluecklich er ist.

Und dann faengt er an, diesen Zustand philosophisch aufzuarbeiten - aber jetzt laesst mich meine Erinnerung im Stich, - ich weiss nur noch, dass dieses Gluecklich-Sein als einen Zustand beschreibt, in dem er als Mensch nichts mehr will. Kein Geld, kein anderes Auto, keine Freundin, kein Studium, keine gesicherte Zukunft, ihm ist wurscht, wo er heute Nacht noch pennen soll - das wird sich schon geben. Ihm ist es egal, wieviel Sprit noch im Tank ist - das wird sich zeigen. Aber er ist mit allen Sinnen im Jetzt und ganz im Augenblick.

Und das stellt sich nur dann ein, wenn nichts mehr gewollt wird.
Alles ist da.
Und was nicht da ist, wird schon noch auf die eine oder andere Weise kommen - und wenn nicht, geht es auch ohne.

So ein bisschen geht es mir im Moment.

Alles laeuft wie von selbst.

Seit 6 Jahren lebe ich nun schon in Mersrags - zumindest so lange ist es schon mein neuer Heimathafen.

Und jetzt faellt es mir wie Schuppen von den Augen.

Ich liege mit meinem Schiff gegenueber der ehemaligen Fischfabrik.
Darin muessen grosse Hallen sein.
Die stehen leer.
Darin koennte man die Filmkulisse bauen und alle Drehs machen.

Gegenueber der Fischfabrik hat Aigars seine Produktionshalle fuer Holzschiffbau.
Da ich dort alle Geraete benutzen darf, koennen dort die Kulissen gebaut werden.
Holz ist in rauhen Mengen da, und was darueber hinaus gebraucht wird, kann Aigars problemlos besorgen. Dies ist ein Holzland. Holz ist hier ueberall spott billig zu bekommen.

Und beim Kulissenbau kann Aigars mit seinen Kenntnissen ueberall einbezogen werden.

20 Meter weiter kann die Produktionsmannschaft in einem kleinen Haus mit 6 Zweibettzimmern sehr preisguenstig wohnen.

Abends koennen wir in das kleine Hotel / Gasthof gut und billig essen gehen.

Der Flug von Bremen nach Riga geht mit Ryanair billigst, drei Stunden spaeter ist man in Mersrags.

Und Elviya kann dolmetschen, falls das noetig ist.

Ich lebe also schon seit sechs Jahren am Film-Produktionsort - ist wusste es nur nicht.

Und dass ich Anfang dieses Jahres meine JVC-HD-Kamera noch einmal digital aufruesten liess - jetzt weiss ich warum.

Nur als ich es machen liess, wusste ich es wohl auch schon - nur das blieb tief verborgen in meinem Unterbewusstsein.

Also, Elviya muss den Besitzer der Fischfabrik fragen, ob wir uns den Bau mal anschauen koennen. 

 

 Und Pirxs Kollege auf dem Mond wird eine Kollegin sein - die Gruende erzaehle ich naechstes mal.

 

 

 

 

 

 

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