von Jörg Streese

War wohl der letzte Törn für dieses Jahr

War wohl der letzte Törn für dieses Jahr

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Published on September 4th, 2019 @ 12:28:00 , using 369 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
War wohl der letzte Törn für dieses Jahr
War wohl der letzte Törn für dieses Jahr
War wohl der letzte Törn für dieses Jahr
War wohl der letzte Törn für dieses Jahr
War wohl der letzte Törn für dieses Jahr
War wohl der letzte Törn für dieses Jahr

Die Windvoraussagen für die nächsten Tage waren für mich nicht so toll: Südliche Winde und Regen und so weiter, so dass ich mich schnell entschloss, wieder zurück nach Mersrags zu segeln.
Für den Dienstag war ab Mittag abnehmende Westwinde vorausgesagt, die am Nachmittag zunehmend mehr südlich einkommen sollten, so dass ich mich für ein sehr frühes Auslaufen entschloss.
Es kam ausserdem noch hinzu, dass mein Gas ausgegangen war - sehr unerwartet, aber so isses nun mal.
Und ohne Gas kein Tee und ohne Tee gehts nun mal bei mir überhaupt nicht

Kurz vor 6 Uhr war ich wach und um 06:30 waren die Leinen los.
Gutes Segelwetter, der Wind 4 Beaufort aus West, also halber Wind und der ist immer ein guter Segelwind.

Bei der Ansteuerungstonne die Segel hoch doch das Grosssegel verhakte sich mehrmals, so dass ich nach vorn an den Mast musste - etwas, was ich zu vermeiden suche, weil hier immer Welle ist und wenn ich Über-Bord-Gehe dann wars das.

Und dann musste ich mit meiner WindVane mehrere Stunden verbissen kämpfen, weil sie nicht so wollte wie ich wollte - bis ich begriff: Der Fehler lag bei mir, ich hatte sie in einem falschen Anstellwinkel zum Wind eingestellt.


Als das korrigiert war, war die Welt wieder bestens, ich machte es mir in der Plicht bequem, der Schiffahrtsweg war auch bald gequert und drei große Pötte liefen vor mir weg und dann wurde der Wind langsam weniger und irgendwann musste ich James zur Arbeit rufen, weil ich befürchtete, dass irgendwann der Wind gegen mich arbeiten würde, was das Motoren noch mehr verlängern würde.

James machte brav seine Arbeit und um 14:30 war ich in Mersrags vor der Boje fest, ein Manöver das diesmal richtig gut klappte.

Ein durchaus anspruchsvolles Manöver, wo ich eigentlich an drei Stellen gleichzeitig sein muss: Hinten am Steuer und am Gashebel, in der Schiffsmitte, um von den rechts und links neben mir liegenden Schiffen notfalls abzuhalten und vorne, um am Steg die Leinen festzumachen.

Aigars fuhr mich dann schnell zur Tankstelle, wo ich nicht nur Gas sondern gleich auch 20 Liter Diesel kaufte. Mein Tank ist jetzt wieder voll.

Also ein durchaus guter Tag lag hinter mir und dann gönnte ich mir mein wieder warmzumachendes Essen, das ich in Ruhnu gemacht hatte: Ratatouille mit Couscous.

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