von Jörg Streese

Typische Tätigkeit bei Regen: Seekarten studieren

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Published on Mai 29th, 2014 @ 13:08:00 , using 155 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Typische Tätigkeit bei Regen: Seekarten studieren
Typische Tätigkeit bei Regen: Seekarten studieren

 

2014_05_29_seekarten

 Es ist immer noch schweinekalt, nass und ich fange an, meine Seekarten neu zu ordnen, die Stapel zu beschriften und fange schon einmal an, mich mit meinem diesjährigen Törn zu beschäftigen.

 Ich werde wohl, um an die schwedische Seite zu kommen, an der finnischen Küste bis Turku hochsegeln und dann zu den Alandinseln und die ein wenig erkunden und dann weiter rüber an die schwedische Ostküste.

 Diesem Törn entsprechend habe ich schon mal die Seekarten geordnet, denn das ist schon ein ganzer Stapel Karten.

Zudem habe ich von Karin noch im letzten Moment deren vorjährigen schwedischen Kartensätze bekommen, die ich aber vermutlich nicht nutzen kann, weil ich auf der Höhe der Alandinseln die schwedische Küste erreichen will.

 In einer Regenpause entdecke ich noch ein paar weitere Roststellen am Süllrand und entroste sie, ohne sie primern zu können, weil es schon wieder zu regnen anfing.

 Na ja, so ähnlich verlaufen hier zur Zeit die Tage.

 

 

 

Ein Leben in Extremen: Gestern Bikiniwetter heute sibirische Kälte

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Published on Mai 28th, 2014 @ 20:58:00 , using 281 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Ein Leben in Extremen: Gestern Bikiniwetter heute sibirische Kälte
Ein Leben in Extremen: Gestern Bikiniwetter heute sibirische Kälte
Ein Leben in Extremen: Gestern Bikiniwetter heute sibirische Kälte
Ein Leben in Extremen: Gestern Bikiniwetter heute sibirische Kälte
Ein Leben in Extremen: Gestern Bikiniwetter heute sibirische Kälte

Es ist Sonntag und das Leben hier an Bord geht seinen gewohnten Gang: Arbeit am Schiff.

Hier Lack schleifen, dort spachteln, dann ein technisches Problem lösen (Ankerkettenfeststeller), ein, zwei Roststellen entdecken und und und.

Dann plötzlich Wetteränderung: statt wie bisher Bikiniwetter jetzt plötzlich sibirische Kälte aus Nord: zu dem mit sehr viel Wind.

Schlechtwetterhimmel, Regenwolken, das seit langem anstehende Streichen des Decks entfällt.

Statt dessen unter Deck: Grog.

Dann entroste ich die Rostecken in den Grätingsecken und dann male ich am Heck von MISS SOPHIE, wo viel gespachtelt wurde und ich keine blaube Farbe habe, am Heck einen roten Streifen - und der gefällt mir gut.

Heute morgen, es ist der 28. Mai und 5 Uhr, falle ich fast aus der Koje, so arbeitet MISS SOPHIE an ihren Leinen durch den hier durchgehenden Seegang.

Das liegt vor allem daran, dass die Hafeneinfahrt durch keinen Knick gebrochen wird und die Wellen ungehindert bis in den letzten Winkel des Hafens kommen.

 

Ich muss nach draußen, um zu schauen, ob die Leinen alle noch klar sind.

Schweinekalt, ein beißender strenger Wind aus Nord, aber es ist alles klar.

Zurück in die warme Koje.

 Ich schere neue Fallen ein. Nach mehr als 30 Jahren schien mir dies angesagt, aber trotzdem erstaunlich, was heutiges Tauwerk zu Wege bringt.

 Aber den Großfall habe ich aus einem mir bisher unklaren Grund nicht auswechseln können: er ließ sich nicht ausscheren, selbst mit Gewalt nicht, obwohl es bei dem Fockfall problemlos ging.

 Dann spachtel ich die Plichtgrätingstellen und entdecke weitere kleinere Roststellen unter dem Süllrand. Also wieder den Multimaster in die Hand genommen, eine Regenpause abgewartet und dann raus und arbeiten.

Abends lasse ich mir dann mal was neues zum Essen einfallen: "Sophies Allerlei".

 

 


Rost und Sonne

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Published on Mai 25th, 2014 @ 09:49:00 , using 96 Wörter,
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Rost und Sonne
Rost und Sonne

 

2014_05_24_mersrags

 Mit Aigars zusammen wird das Deck von Roststellen ausgebessert und wir entdecken im achteren Bereich zwei Roststellen, die sich durchgefressen haben. Es muss geschweißt werden, was zum Glück Aigars kann. Zu dem an sehr unzugänglichen Stellen, was der Grund dafür ist, denn hier kann man nur sehr schwierig entrosten und so blieben diese Stellen in den 40 Jahren immer mehr oder weniger unbehandelt und rosteten so langsam vor sich hin.

Damit ist jetzt Schluss.

 Wolkenloser Himmel, in der Kajüte 28 Grad, und die Mädchen hier im Dorf laufen beachtlich unverhüllt in der Sonne. Leider keine Bilder davon.

 

Motorwartung

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Published on Mai 23rd, 2014 @ 09:39:00 , using 84 Wörter,
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Motorwartung

 2014_05_23_mersrags

 Ich baue die neue Dieselpumpe für den Schiffsdiesel ein, entroste ein paar Stellen in der Bilge, dann wechsel ich den Dieselfilter und stelle fest, dass der in dieser Lage nicht abzubauen ist, weil werksseitig eine Muffschraube im Weg ist. Also muss die Muffe auf die andere Seite gedreht werden.

 Das Stevenrohr wird mit Fett aufgefüllt, denn es tropft etwas Wasser durch das Rohr, dann gibt es einen Probelauf des Motors, der sofort anspringt. Prima.

 Abends dann ein paar sehr schöne Wolkenbilder am Abendhimmel.

 

 

 

 

 

 

 

Die Holland Windvane Windfahnensteuerung ist fertig!

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Published on Mai 22nd, 2014 @ 09:35:00 , using 40 Wörter,
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Die Holland Windvane Windfahnensteuerung ist fertig!
Die Holland Windvane Windfahnensteuerung ist fertig!

 

2014_05_22_mersrags

 Wolkenloser Himmel, 22 Grad im Schatten, Viktors kommt und wir bauen die Windvane fertig.

Trotz allem ein ausgefüllter Tag, und es gibt heute abend wie fast jeden Tag Fisch, der hier in einem kleinen Laden selbst geräuchert wird. Sehr lecker.

 

Was ich schon seit 20 Jahren machen wollte

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Published on Mai 21st, 2014 @ 09:27:00 , using 110 Wörter,
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Was ich schon seit 20 Jahren machen wollte
Was ich schon seit 20 Jahren machen wollte

 

2014_05_21_mersrags

Den ganzen Tag drohen Regenwolken, aber es bleibt trocken.

Mein Voltmeter zeigt mir den Spitzenwert von 26 Volt, erreicht lediglich durch meine Solarzellen.

Ich lackiere die Kajütverkleidung noch ein weiteres Mal, baue am backbordigen Kajütwand das Instrumentensortiment ein wenig um, der manuelle Windmesser bekommt einen neuen Platz und ich verschale das darunter liegende Elektroshap, was ich schon seit 20 Jahren machen wollte.

 Dann räume ich meine Werkzeugkiste auf und ein paar jahrelang nicht benutzte Dinge wandern zu Aigars in die Werkstatt.

Abends dann diese schöne, friedliche Abendstimmung hier im Hafen.

Als Belohnung gönne ich mir hier im Secondhandshop eine Dreiviertelhose, offensichtlich neu, mit Hosenbeinverlängerungen und von einer schwedischen Nobelfirma für 6 EUR.

 

Holland Windvane

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Published on Mai 20th, 2014 @ 09:26:00 , using 93 Wörter,
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Holland Windvane
Holland Windvane

 2014_05_20_mersrags

 Heute ist Viktors den ganzen Tag da und wir besprechen und probieren, die Vindvane am Heckspiegel zu montieren.

Die Ausgleichshölzer am Spiegel von MISSS SOPHIE aus Hartholz zu machen, kostet uns Stunden, es ist sehr kalt im Wind und abends dann rauscht der Regen runter und wir müssen abbrechen.

Es dauert auic h alles so lange, weil der Hecklspiegel von MISS SOPHIE sich ständig durch die Wellen hier im Hafenbecken bewegt, denn bei Ostwind steht der Wind und damit auch die Wellen ungehindert in die Hafeneinfahrt und damit auch bis zu uns.

 

Kajütarbeit

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Published on Mai 19th, 2014 @ 09:16:00 , using 74 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Kajütarbeit
Kajütarbeit

 

2014_05_19_mersrags

Den ganzen Tag über droht ein Gewitter, aber es kommt nicht.

Ich sammle in Aigars unerschöpflichen Altholzvorrat, der aus diversen Holzschiffrestaurationen entstanden ist, einige alte Mahagoni-Dickholzleisten und schließe damit in der Kajüte die Holzverkleidung nach unten ab.

Dann mache ich mnich an die Holzausfüllung eines komplizierten Holzrissen von meinem Vorgänger und Erbauer an der WC-Türfüllung, womit ich den ganzen Tag mit zubringe.

Na ja, damit hätte ich meine Tischlerausbildung wohl nicht abschließen können.

 

 

 

SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler

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Published on Mai 18th, 2014 @ 17:09:00 , using 240 Wörter,
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SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler
SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler
SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler
SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler

 

2014_05_18_mersrags

 Gestern war auf der gegenüberliegenden Stegseite eine Albin Vega angekommen, eine schwedische Jachtmarke, die glaube ich aber schon lange nicht mehr gebaut wird.

 Auch Einhandsegler, dem wir gestern entgegen gesegelt waren.

Und Ojars Lenss hat sein Schiff SIRI genannt, aus Gründen, die ich nichz richtig verstanden habe.

 Und hat ein paar Literaturtipps für mich:

Vier downloads von Martin Edge, einem Engländer, der sehr ausführlich über seine Segeltörns in diesen Gewässern berichtet hat und Nicholas Hill, Prospero in the Gulf of Bothnia 2012.

 Na, das wird ja ein reiner Sprachkurs dieses Jahr.

 Wir haben noch ein bischen gegenseitig unsere Schiffe besprochen, erkundet und Erfahrungen ausgetauscht und dann wollte er mit seiner „SIRI“ auch schon einen Hafen nördlicher, wo ich letztes Jahr auch schon war.

 Emails ausgetausch und wir wollen ein bisschen in Kontakt bleiben – wie das bei so alleinsegelnden älteren Herren üblich ist.

 „SIRI“, alter, unter anderem keltischer Name, der auch im indischen Hinduismus eine Gottheit bezeichnet, mehr kann ich dazu nicht sagen.

 Heute abend dann die SPEEDY STICHER SEWING AWL in die Hand genommen und meine neuen Bezüge an den Enden vernäht.

 Auch das ist Seglerhandwerk.

 Heute war übrigens der erste Tag, an dme man den ganzen Tag barfuß und im thirt herumlaufen konnte – der Sommer ist hier engekommen.

 Der Wind ist im Laufe des Tages von Nord auf Ost gewandert, leicht geblieben, aber das Barometer ist um 18 Punkte, von 1030 auf 1002, gefallen.

 Das sieht nach schlechtem Wetter für morgen aus.

 

"I am sailing..."

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Published on Mai 18th, 2014 @ 16:58:00 , using 135 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
"I am sailing..."
"I am sailing..."

 2014_05_17_mersrags

 Heute auf Grund des tollen Sonnenwetters und des guten Windes hatte ich entschieden, endlich einmal - ich weiß überhaupt nicht, ob ich diese Polster in den 20 Jahren wirklich schon mal gewaschen hatte - die Polster von MISS SOPHIE zu waschen.

 Also Waschmaschiene an, Leine gespannt und nach vier Stunden waren sie wieder trocken.

 Nun mussten sie auch wieder in die Polsterbezüge, was aber unproblematischer war, als ich dachte, weil, bis auf zwei Polster, jedes eine etwas andere Form hat.

 Dann kam abend Charly von der „Västanhav“ vorbei und wollte einen Schlag segeln und fragte gleich, ob ich mitkommen wolle.

 Na klar.

 Aber draußen war es dann doch bitterkalt und nach einer Stunde an der Pinne war ich durchgefroren, obwohl ich einen Faserpelz und eine wasserdichte Segeljacke anhatte.

 Aber war mal wieder schön, auf See zu sein.

 

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