von Jörg Streese

Lebensart auf Ruhnu

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Published on Juli 26th, 2014 @ 18:52:00 , using 31 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Lebensart auf Ruhnu

Tja, das nenne ich Lebensart, hier gefunden auf der kleinen Insel Ruhnu.

Mit diesem Bild, was sich mir tief eingeprägt hat, werde ich morgen früh diese Insel verlassen.

Ein schönes Abschiedsgeschenk.

Endlich unterwegs: von der Insel Ruhnu nach Virtsu

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Published on Juli 27th, 2014 @ 18:14:00 , using 333 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Endlich unterwegs: von der Insel Ruhnu nach Virtsu
Endlich unterwegs: von der Insel Ruhnu nach Virtsu
Endlich unterwegs: von der Insel Ruhnu nach Virtsu
Endlich unterwegs: von der Insel Ruhnu nach Virtsu
Endlich unterwegs: von der Insel Ruhnu nach Virtsu

2014.07.27 on my way von Ruhnu nach Virtsu

 

Heute morgen um 5 klingelte der Wecker und um 6 Uhr war ich unterwegs.

Strahlend blauer Himmel, die Sonne noch etwas ungewaschen und in den Segeln waren zwei bis drei Windstärken aus ESE.

Die Fock wurde immer wieder vom Groß abgedeckt, also weg mit ihr und ich zog den Blister hoch. Das ging schon besser und bald schob MISS SOPHIE mit 4 Knoten durch das Wasser.

So, jetzt muste ich mich mit der Holland Windvane befassen, denn wir hatten leichten achterlichen Wind und die Windsteueranlage so einzustellen, dass sie einen kontinuierlichen Kurs steuert und zu dem noch einen, den ich will, das kostete mich Zeit und Geduld.  

Denn nicht nur die Segel müssen optimal auf ein ander eingestellt werden, auch die Windfahne muss dazu gerade in dem Moment, wo ich meinen Kurs anliegen habe, optimal im Wind stehen - nicht einfach, wenn man beides nicht zugleich bedienen kann.

Ab irgendwann stimmte alles und mein neues Seglerleben begann. 

Und das gleich bei einer wirklich nicht einfachen Segelkombination: Groß und Blister.

 

Weil die Sonne unbarmherzig brannte, unter Deck.

Lesen.

 

Ab und zu ein Blick in die Runde, aber nichts zu sehen.

 

Ein bisschen gefilmt. 

 

Ein paar Fotos gemacht, dann mir mein Essen gemacht. 

 

Ein bisschen gedösst.

 

Um 15.00 Uhr an Steuerbord Land und drei Windmühlen, gerade als ich mich an den Kartentisch gesetzt habe um diesen Bericht zu schreiben.

Die Strecke heute ist recht lang, 50 sm, und bei meiner Geschwindigkeit von 4,5 kn ca. 15 Stunden.

Also ich habe heute noch ein bisschen vor mir.

 

Um 18:00 Uhr schiebe ich mit 2 kn durch das Wasser und ich werfe James an.

 

Um 21:15 bin ich nach 15 Stunden in Virtsu mehr schlecht als recht fest, weil diese Steganlage eigentlich stillgelegt wurde, weil sie durch einen Sturm zerschlagen wurde und die neue ist noch nicht wieder aufgebaut.

Aber irgendwie war ich dann doch fest. Ich wollte unbedingt hier anlegen, weil hier 10 Minuten entfernt ein Supermarkt ist und aus dem wollte ich mir für das teuere Finnland noch das Schiff vollmachen.

Sonne, Sonne, Sonne auf Ruhnu

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Published on Juli 25th, 2014 @ 19:51:00 , using 86 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Sonne, Sonne, Sonne auf Ruhnu
Sonne, Sonne, Sonne auf Ruhnu
Sonne, Sonne, Sonne auf Ruhnu
Sonne, Sonne, Sonne auf Ruhnu

 2014_07_25

  Seit einer Woche ist hier jeden Tag wolkenloser Himmel und Sonne, Sonne, Sonne.

 Und das Wasser ist hier so klar, dass man es überhaupt nicht sehen kann.

 Wind aus N.

 Wie seit einer Woche.

 

Der Nordwind ist ein rauher Vetter.

 Aber er bringt beständiges Wetter.

 

Also lesen (Groddeck, Das Buch vom ES), kochen, Strandwanderungen und seinen Gedanken nachhängen.

Ach ja, und vor 22:00 ist hier gar nicht an schlafen zu denken, weil es taghell ist.

 Aber Sonntag soll endlich der Südost kommen und den ganzen Tag durchstehen.

 

Fluchtversuch

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Published on Juli 25th, 2014 @ 19:42:00 , using 71 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Fluchtversuch

 

2014_07_24

Vergeblicher Fluchtversuch

 

Heute vormittag kam eine Brise aus SE um die Mittagszeit auf, so wie auch der Windfinder vorausgesagt hatte und ich machte sofort die Leinen los.

 

Kaum war ich an der Ansteuerungstonne, da war der Wind weg und ich trieb träge eine Stunde lang auf einem Ententeich.

 

Dann gab ich es auf und fuhr zurück in den Hafen.

 

Irgendwie komme ich hier nicht weg.

 

Aber ist ja trotzdem schön hier.

 

Auch einhand unterwegs: Heinz mit seiner Fenris

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Published on Juli 23rd, 2014 @ 14:30:00 , using 73 Wörter,
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Auch einhand unterwegs: Heinz mit seiner Fenris
Auch einhand unterwegs: Heinz mit seiner Fenris
Auch einhand unterwegs: Heinz mit seiner Fenris
Auch einhand unterwegs: Heinz mit seiner Fenris

Hier am Steg ist die Fenris angekommen und schnell lernen wir uns kennen.

Heinz ist auch allein unterwegs, macht das sehr gerne, segelt auch viel nachts und bald waren wir in nicht endenden Gesprächen.

Abend ihn dann noch an Bord gehabt und schnell das Essen etwas verlängert und noch lange geklönt. Ihm und seiner Fenris immer die berühmte Hand Wasser unter dem Kiel.

Und hier kann man seine fast täglichen Berichte lesen:

www.syfenris.wordpress.com

Strandfunde

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Published on Juli 22nd, 2014 @ 13:14:00 , using 8 Wörter,
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Strandfunde

Heute mal kein Text sondern nur ein Bild

Se(h)ezeichen

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Published on Juli 21st, 2014 @ 16:20:00 , using 70 Wörter,
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Se(h)ezeichen
Se(h)ezeichen
Se(h)ezeichen
Se(h)ezeichen

Se(h)ezeichen auf Ruhnu

 Der Nordwind bleibt, er zwingt mich, auf dieser schönen Insel bei herrlichem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel noch ein paar Tage zu bleiben.

 Strandspaziergang bis zum Seezeichen, dass etwa nach einem Drittel des Inselstrandes erreicht und ungefähr 15 Meter hoch ist.

 Manche Bohlen sind auch schon sehr verfault und brüchig, aber ansonsten macht er immer noch einen sehr stabilen Eindruck.

Und der wolkenlose Himmel bleibt. Der Nordwind allerdings auch.

 

Abendstimmung in Ruhnu-Harbour

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Published on Juli 20th, 2014 @ 10:39:00 , using 38 Wörter,
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Abendstimmung in Ruhnu-Harbour
Abendstimmung in Ruhnu-Harbour
Abendstimmung in Ruhnu-Harbour
Abendstimmung in Ruhnu-Harbour

Wochenende in Ruhnu, da ist hier  immer viel los, weil viele Schiffe hier ankommen und abends hier gegrillt wird, manchmal Musik gemacht wird und viel Trubel sein kann.

Und ich habe versucht, die andere Seite dieser Abende einzufangen.

I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder

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Published on Juli 19th, 2014 @ 13:19:00 , using 290 Wörter,
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I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder
I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder
I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder
I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder
I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder
I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder
I am happy: Kompass und Echolog funktionieren wieder

 

2014_07_19_ruhnu

 

Nord 2-3, und der windfinder sagt dies bis Montag voraus, also keine Chance, nach Nord zu kommen.

 Aber da Ruhnu einer der schönsten Plätze ist, bedauere ich das nur ein bisschen und nutze die Zeit hier, die übrigens Sonne, Sonne, Sonne scheinen läßt, um mein Echolot auszubauen und das neue einzubauen, in der Hoffnung, dass es nicht der Echolotgeber ist, der das Nichtfunktionieren hervorruft.

Eine Stunde später: Echolot funktioniert, es kann also weitergehen, denn in den Schären ohne Echolot ist nicht möglich oder nur auf den ausgeschilderten Fahrwegen möglich.

Bleibt der Kompass als Problem. Alle Kabelanschlüsse überprüft, den Sensorkopf abgekoppelt, mit Kontaktöl eingesprayt, mehrfach an- und abgekoppelt, Sicherung ausgetauscht – und dann plötzlich ist er wieder da.

 Das ist ein Glückstag heute für mich.

Alle Navigationsinstrumente funktionieren wieder, es kann jetzt richtig losgehen.

Also Tagebuch schreiben und dafür richte ich meinen zusätzlichen Solarkollektor nach der Sonne aus und habe jetzt genügend Strom, um meinen laptop damit zu betreiben.

Dann nähe ich mir ein neues Fliegengitter für den Niedergang, erhöhe die Gewichte an der Windvane-Windfahne, baue den Großschotblock auseinander und versehe die beiden Backen mit jeweils einer Schraube, so dass sie nicht mehr nach hinten durchrutschen können, backe Brot und mache dann einen Antritts-Besuch auf der „Palsa“, deren Heimathafen ja Mersrags ist, weil der Schlossermeister neben Aigars Werft in Mersrags hier der Maschinist ist und erfahre, dass das Schiff als Fischkutter 1951 in Deutschland gebaut worden ist und letztes Jahtr einen neuen alten Schiffsdiesel eingebaut bekommen hat von eben jenem Schlossermeister, und bekomme auf diesem Wege das ganze Schiff gezeigt, über das ich noch einen extra Bericht machen werde, denn es ist für große, weltweite Fahrt ausgerüstet und kann bis zu 8 Passagiere beherbergen.

Aber heute bin ich erst mal im Glück und happy.

Zum ersten Mal wieder unter Segeln unterwegs und gleich eins auf die Mütze bekommen: Von Mersrags nach Ruhnu

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Published on Juli 17th, 2014 @ 13:11:00 , using 598 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Zum ersten Mal wieder unter Segeln unterwegs und gleich eins auf die Mütze bekommen: Von Mersrags nach Ruhnu
Zum ersten Mal wieder unter Segeln unterwegs und gleich eins auf die Mütze bekommen: Von Mersrags nach Ruhnu
Zum ersten Mal wieder unter Segeln unterwegs und gleich eins auf die Mütze bekommen: Von Mersrags nach Ruhnu
Zum ersten Mal wieder unter Segeln unterwegs und gleich eins auf die Mütze bekommen: Von Mersrags nach Ruhnu
Zum ersten Mal wieder unter Segeln unterwegs und gleich eins auf die Mütze bekommen: Von Mersrags nach Ruhnu

 Es war gutes Wetter, blauer Himmel, es war SW 3 den ganzen Tag vorhergesagt worden und um 09:00 Uhr war ich unter Segeln. Der Wind war sehr sehr wenig, vielleicht 1 Windstärke, und wir trieben so dahin. Mein Kurs war Nord und meine Strecke ca. 30 sm.

Leider ging mein Echolot wieder nicht und mir wurde klar, ich muss nun doch das neue einbauen.

Um 11:00, gleich nach dem ich noch mal den Seewetterbericht hörte, der die Voraussage noch einmal bestätigte, frischte der Wind plötzlich auf und kam etwas vorlicher aus W und MISS SOPHIE ging gleich mit 5 Kn los.

Aber eine halbe Stunde später war der ganze Zauber auch schon wieder verflogen und wir dümpelten so dahin.

 Dann plötzlich um 15:30 kam der Wind aus N, also daher, wo ich hin wollte und frischte immer mehr auf und war bald zu einem strammen Wind geworden, der die Wellen immer höher aufwarf.

 Also kreuzen. Aber mein Zielhafen lag genau in Nord und anfangs konnte ich noch mit 45 Grad zum Wind aufkreuzen, die Seen wurden aber immer höher und ich brauchte mehr Kraft, MISS SOPHIE durch die Wellen zu bringen und ich musste immer mehr abfallen.

Hier jetzt Bilder zu schießen, ging garnicht, da ich alle mit dem Handy mache und das jetzt hier nicht möglich war, da ich alle Hände damit zu tun hatte, MISS SOPHIE durch die Wellen zu bringen und mich auf dem Schiff zu halten.

 Zwei Stunden habe ich versucht, Höhe zu machen, zum Schluss musste ich einsehen, dass es keinen Zweck hatte.

 Was tun?

 Mein Zielhafen lag jetzt 11 sm entfernt, zurück wären 20 sm gewesen und ich dieser Tag wäre umsonst gewesen.

 Also James angeworfen (17:30) und der hat mich mit mit 2000 Umdrehungen und 5 Knoten nach vorne gebracht. Die Seen wurden jetzt noch höher, der Wind kam jetzt aus NW und ich saß auf der hohen Kante, um besser steuern zu können und die Seen auszusteuern. Ab und zu türmte sich dann eine Welle derart auf, kam auf mich zu, der Wellenkamm in 2 Meter Höhe, ich glotze sie an, denn das ist meine Sehhöhe, wenn ich auf der hohen Kante sitze, sie glotze mich an und schon klatschte sie mir ihren Gischt ins Gesicht.

 Dafür hätte ich ihr gerne eine Ohrfeige gegeben, aber da war sie schon unter meinem verschwunden und hatte MISS SOPHIE richtig auf die Seite gelegt.

Aber Obadja ließ das alles völlig kalt und ein Blick zu ihm hoch und schon übertrug sich sein Gefühl auf mich und gelassen schaute in den nächsten Wogen entgegen

 Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, mich anzuleinen, denn die Bewegungen, wenn die Wellen das Schiff anhoben, auf die Seite wälzten um dann im Wellental zu verschwinden wurden immer heftiger.

 Nachher im Hafen sagte mir ein Holländer mit einem großen Schiff, er hätte gute 6 Windtsärken gemessen.

 Aber James tat seine Arbeit glänzend, langsam fühlte ich mich auch wieder sehr verbunden mit meinem Schiff und dann sah ich auch schon die Ansteuerungstonne, von wo es mit 286 Grad genau zu steuern in den Hafen geht.

 Da wartete der Hafenmeister schon, der garnicht verstand, was denn da draußen so ungewöhnlich gewesen sein soll, denn der Hafen liegt bei NW im Windschatten der Insel und hier im Hafen war nicht zu spüren.

Schiff aufgeklart, ein paar Dinge notiert, die morgen unbedingt zu machen sind und um 22:30 was zu essen gemachent.

Als ich mir dann nach dem Essen noch einmal die Seekarte angeschaut habe, habe ich auch die Erklärung für die ungewöhnlichen Seen bekommen: an der Stelle geht der Meeresboden von sonst ca. 40 Metern Tiefe sehr schnell auf 12, 10 und 8 Meter hoch - daher an dieser Stelle die ungewöh nlich hohen Seen.

 

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