von Jörg Streese

Motorwartung

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Published on Mai 23rd, 2014 @ 09:39:00 , using 84 Wörter,
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Motorwartung

 2014_05_23_mersrags

 Ich baue die neue Dieselpumpe für den Schiffsdiesel ein, entroste ein paar Stellen in der Bilge, dann wechsel ich den Dieselfilter und stelle fest, dass der in dieser Lage nicht abzubauen ist, weil werksseitig eine Muffschraube im Weg ist. Also muss die Muffe auf die andere Seite gedreht werden.

 Das Stevenrohr wird mit Fett aufgefüllt, denn es tropft etwas Wasser durch das Rohr, dann gibt es einen Probelauf des Motors, der sofort anspringt. Prima.

 Abends dann ein paar sehr schöne Wolkenbilder am Abendhimmel.

 

 

 

 

 

 

 

Die Holland Windvane Windfahnensteuerung ist fertig!

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Published on Mai 22nd, 2014 @ 09:35:00 , using 40 Wörter,
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Die Holland Windvane Windfahnensteuerung ist fertig!
Die Holland Windvane Windfahnensteuerung ist fertig!

 

2014_05_22_mersrags

 Wolkenloser Himmel, 22 Grad im Schatten, Viktors kommt und wir bauen die Windvane fertig.

Trotz allem ein ausgefüllter Tag, und es gibt heute abend wie fast jeden Tag Fisch, der hier in einem kleinen Laden selbst geräuchert wird. Sehr lecker.

 

Was ich schon seit 20 Jahren machen wollte

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Published on Mai 21st, 2014 @ 09:27:00 , using 110 Wörter,
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Was ich schon seit 20 Jahren machen wollte
Was ich schon seit 20 Jahren machen wollte

 

2014_05_21_mersrags

Den ganzen Tag drohen Regenwolken, aber es bleibt trocken.

Mein Voltmeter zeigt mir den Spitzenwert von 26 Volt, erreicht lediglich durch meine Solarzellen.

Ich lackiere die Kajütverkleidung noch ein weiteres Mal, baue am backbordigen Kajütwand das Instrumentensortiment ein wenig um, der manuelle Windmesser bekommt einen neuen Platz und ich verschale das darunter liegende Elektroshap, was ich schon seit 20 Jahren machen wollte.

 Dann räume ich meine Werkzeugkiste auf und ein paar jahrelang nicht benutzte Dinge wandern zu Aigars in die Werkstatt.

Abends dann diese schöne, friedliche Abendstimmung hier im Hafen.

Als Belohnung gönne ich mir hier im Secondhandshop eine Dreiviertelhose, offensichtlich neu, mit Hosenbeinverlängerungen und von einer schwedischen Nobelfirma für 6 EUR.

 

Holland Windvane

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Published on Mai 20th, 2014 @ 09:26:00 , using 93 Wörter,
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Holland Windvane
Holland Windvane

 2014_05_20_mersrags

 Heute ist Viktors den ganzen Tag da und wir besprechen und probieren, die Vindvane am Heckspiegel zu montieren.

Die Ausgleichshölzer am Spiegel von MISSS SOPHIE aus Hartholz zu machen, kostet uns Stunden, es ist sehr kalt im Wind und abends dann rauscht der Regen runter und wir müssen abbrechen.

Es dauert auic h alles so lange, weil der Hecklspiegel von MISS SOPHIE sich ständig durch die Wellen hier im Hafenbecken bewegt, denn bei Ostwind steht der Wind und damit auch die Wellen ungehindert in die Hafeneinfahrt und damit auch bis zu uns.

 

Kajütarbeit

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Published on Mai 19th, 2014 @ 09:16:00 , using 74 Wörter,
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Kajütarbeit
Kajütarbeit

 

2014_05_19_mersrags

Den ganzen Tag über droht ein Gewitter, aber es kommt nicht.

Ich sammle in Aigars unerschöpflichen Altholzvorrat, der aus diversen Holzschiffrestaurationen entstanden ist, einige alte Mahagoni-Dickholzleisten und schließe damit in der Kajüte die Holzverkleidung nach unten ab.

Dann mache ich mnich an die Holzausfüllung eines komplizierten Holzrissen von meinem Vorgänger und Erbauer an der WC-Türfüllung, womit ich den ganzen Tag mit zubringe.

Na ja, damit hätte ich meine Tischlerausbildung wohl nicht abschließen können.

 

 

 

SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler

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Published on Mai 18th, 2014 @ 17:09:00 , using 240 Wörter,
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SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler
SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler
SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler
SIRI - auch Heimat eines Einhandsegler

 

2014_05_18_mersrags

 Gestern war auf der gegenüberliegenden Stegseite eine Albin Vega angekommen, eine schwedische Jachtmarke, die glaube ich aber schon lange nicht mehr gebaut wird.

 Auch Einhandsegler, dem wir gestern entgegen gesegelt waren.

Und Ojars Lenss hat sein Schiff SIRI genannt, aus Gründen, die ich nichz richtig verstanden habe.

 Und hat ein paar Literaturtipps für mich:

Vier downloads von Martin Edge, einem Engländer, der sehr ausführlich über seine Segeltörns in diesen Gewässern berichtet hat und Nicholas Hill, Prospero in the Gulf of Bothnia 2012.

 Na, das wird ja ein reiner Sprachkurs dieses Jahr.

 Wir haben noch ein bischen gegenseitig unsere Schiffe besprochen, erkundet und Erfahrungen ausgetauscht und dann wollte er mit seiner „SIRI“ auch schon einen Hafen nördlicher, wo ich letztes Jahr auch schon war.

 Emails ausgetausch und wir wollen ein bisschen in Kontakt bleiben – wie das bei so alleinsegelnden älteren Herren üblich ist.

 „SIRI“, alter, unter anderem keltischer Name, der auch im indischen Hinduismus eine Gottheit bezeichnet, mehr kann ich dazu nicht sagen.

 Heute abend dann die SPEEDY STICHER SEWING AWL in die Hand genommen und meine neuen Bezüge an den Enden vernäht.

 Auch das ist Seglerhandwerk.

 Heute war übrigens der erste Tag, an dme man den ganzen Tag barfuß und im thirt herumlaufen konnte – der Sommer ist hier engekommen.

 Der Wind ist im Laufe des Tages von Nord auf Ost gewandert, leicht geblieben, aber das Barometer ist um 18 Punkte, von 1030 auf 1002, gefallen.

 Das sieht nach schlechtem Wetter für morgen aus.

 

"I am sailing..."

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Published on Mai 18th, 2014 @ 16:58:00 , using 135 Wörter,
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"I am sailing..."
"I am sailing..."

 2014_05_17_mersrags

 Heute auf Grund des tollen Sonnenwetters und des guten Windes hatte ich entschieden, endlich einmal - ich weiß überhaupt nicht, ob ich diese Polster in den 20 Jahren wirklich schon mal gewaschen hatte - die Polster von MISS SOPHIE zu waschen.

 Also Waschmaschiene an, Leine gespannt und nach vier Stunden waren sie wieder trocken.

 Nun mussten sie auch wieder in die Polsterbezüge, was aber unproblematischer war, als ich dachte, weil, bis auf zwei Polster, jedes eine etwas andere Form hat.

 Dann kam abend Charly von der „Västanhav“ vorbei und wollte einen Schlag segeln und fragte gleich, ob ich mitkommen wolle.

 Na klar.

 Aber draußen war es dann doch bitterkalt und nach einer Stunde an der Pinne war ich durchgefroren, obwohl ich einen Faserpelz und eine wasserdichte Segeljacke anhatte.

 Aber war mal wieder schön, auf See zu sein.

 

30 EUR versenkt

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Published on Mai 18th, 2014 @ 16:52:00 , using 77 Wörter,
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30 EUR versenkt

 2014_05_14_mersrags

 Beim Auswechseln der beiden Vorstags-Wantenspanner war mir der mittlere Teil eines der Wantenspanner ins Wasser gefallen, weil ich für eine kleine Sekunde plötzlich drei Teile gleichzeitig zu halten hatte.

 Denn ich hatte das ungeschriebene Gesetz, die beiden Teile eines Wantenspanners nicht gleichmäßig, sondern versetzt einzudrehen, vergessen.

 Trotz des von Aigars angefertigten Suchfangkorbes habe ich ihn nicht wieder auf dem Meeresboden finden können.

 Der Spaß wird mich 30 EUR kosten. Kostet ein neuer.

 Das Wetter: Kaiserwetter und schweinekalt.

 

Einen ganzen Tag in der Werkstatt

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Published on Mai 15th, 2014 @ 22:23:00 , using 345 Wörter,
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Einen ganzen Tag in der Werkstatt
Einen ganzen Tag in der Werkstatt
Einen ganzen Tag in der Werkstatt

 

2014_05-15_mersrags

 Heute gibt es hier in Mersrags den sagenhaften Luftdruck von 1030 mbar, dazu Sonne und ein mittlerer Wind aus Nord.

Beim Hochwinschen des Mastes, wobei ich nicht den Mast beobachten konnte, muss sich irgend wie die Backbordsaling an der Backbordtoppwant verklemmt haben, denn als der Mast oben war, sah ich, dass die Salingsstange angeknickt war.

Das sah nicht gut aus.

Denn der Masteschlag ist aus massiven 3-mm-Niro geschweißt worden und mit Poppnieten am Mast befestigt.

Also Aigars um Hilfe gebeten und in den Mast gehievt worden.

Ja, da war vom Bootsmannsstuhl aus nichts zu machen, der Mast musste wieder gelegt und hier unten repariert werden.

Mist.

Eine Vierfachtalje, mit der ich den Mast hochwinsche, entwickelt enorme Kräfte. Wenn die wiederum über einen Hebelarm greifen, dann ist das Verbiegen von Stahl, hier 3 mm stark, selbst wenn es entgegen seiner Rundform gepresst wird, kein Problem.

Ebensolche enormen Kräfte sind dann notwendig, es wieder zu richten.

Wie aber diese Kräfte in einer Werkstatt zu Wege zu bringen, darüber habe ich einen halben Tag nachgedacht, ausprobiert, neue Versuchsanordnungen angestellt und wieder ausprobiert.

Da man diese komplexe Form nicht einfach in einen Schraubstock einzwängen konnte, um sie wieder in ihre Form zu hämmern, musste ich mir erst einmal bestimmte Halterungswerkzeuge bauen, d.h. vorher musste ich mir überhaupt erst einmal überlegen, wie ein solches Halterungswerkzeug aussehen könnte, das ein Stück Rohr, was in der Längsrichtung verbogen worden war, wieder in die alte Form zu bekommen. Dazu musste für das Viertelrohrteil ein entsprechendes Bett geschaffen werden, dass die Hammerschläge so aufzunehmen in der Lage ist, dass die ursprüngliche Form wieder hergestellt wird.

Hat mich einen halben Tag gekostet, dann aber war ich fertig und Aigars fand ein sehr lobendes Urteil über meine Arbeit.

Dann hat er diesen Beschlag zur Sicherheit mit Niro-Poppnieten befestigt und gleich auch noch auf der Steuerbordseite die oberste Niete des Salingbeschlages ebenfalls gegen eine aus Niro ausgewechselt.

Danach wieder den Mast gestellt und ich hatte das Gefühl, wieder auf einer in guten Zustand sich befindenen MISS SOPHIE zu sein.

 Super.

 Das Wetter: Kaiserwetter und schweinekalt.

 Guter Tag gewesen.

 

Eine lang gereifte Idee ist plötzlich da:

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Published on Mai 14th, 2014 @ 22:13:00 , using 112 Wörter,
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Eine lang gereifte Idee ist plötzlich da:
Eine lang gereifte Idee ist plötzlich da:

 

2014_05_14 Mersrags

Heute das Deck gewaschen und dann eine Halterung für mein drittes Steckschott gebaut. Und über diese Lösung, es an dieser Stelle zu machen, habe ich fast 10 Jahre nachgedacht.

Heute ist es mir eingefallen.

Sehr merkwürdig. Aber es ist genial.

Dieser dritte Teil des Steckschotts ist jetzt vom Cockpit aus jederzeit mit einem Griff hochzuholen und in die Nut der Steckschotten einzuführen – was bei plötzlichen Wolkenbrüchen etc. (ich segle allein) immer wieder mal notwendig wird. Es ist zudem immer am selben Ort und nicht wie die ganzen Jahre über immer irgendwo. Und es passt einfach super.

Na ja, gute Ideen brauchen eben ihre Zeit.

Mehr war heute nicht drin. Reicht ja auch.

 

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