von Jörg Streese

Erst das dann das: Erst nach Björkö dann nach Jurmo

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Published on Juli 29th, 2013 @ 20:06:00 , using 383 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Erst  das dann das:  Erst nach Björkö dann nach Jurmo
Erst  das dann das:  Erst nach Björkö dann nach Jurmo
Erst  das dann das:  Erst nach Björkö dann nach Jurmo
Erst  das dann das:  Erst nach Björkö dann nach Jurmo

 

2013_07_29

Nach Jurmo, vorher aber der Versuch nach Björkö zu kommen

 Die beiden Kieler wecken mich um 09:30, weil sie ablegen, ich schiebe mir zwei Scheiben Brot zwischen die Zähne und lege ebenfalls ab, weil es irgendwann im Laufe des Tages viel Wind gebe soll und vor allem morgen stürmisch werden wird.

 Der Wind SüdOst 3-4, eigentlich meine Richtung in die ich muss. Also hoch an den Wind. So hoch wie möglich, was bei dieser ruhigen See hier zwischen den Inseln des Archipelagos mit 45 Grad zum Wind für MIS SOPHIE geht. Ich kann also meine Kurse halten.

 Dann bin ich vor der Südseite von Björkö und das schmale Fahrwasser zwischen dieser und einigen anderen Schären muss ich kreuzen. Ich gehe sehr nahe an die Insel heran, weil ich mir noch nicht sicher bin, wo der Eingang ist. Das was ich dafür hielt, ist flach und hat einige Felsen in der Fahrrinne, die kaum an die Oberfläche kommen.

 Ich suche die Einfahrt.

 Einmal ist da eine Durchfahrt mehr von Westen her, die, wo ich an der Wasseroberfläche einige verdächtige Kräuselungen sehe, die auf Felsen schließen lassen, aber die Westtonne ist von hier gut zu sehen und macht meiner Meinung nach auch Sinn.

 Dann schaue ich mir die südliche Einfahrt an, wo die Westtonne irgendwie komisch steht, keine Kräuselungen, aber sehr schmal und so recht traue ich mich nicht. Zumal sie mit meiner digitalen Karte nicht übereinstimmt.

 Also nicht.

Zumal ich dort lediglich Toiletten und Abfalltonnen erwarten darf und morgen und vielleicht ja auch länger heftig Wind erwartet wird.

 Also weiter nach Jurmo, was nur 6 Seemeilen sind, also in gut einer Stunde bin ich dort.

 Auf dem Weg dorthin fängt es an zu regnen und das bleibt dann mit unterschiedlicher Stärke auch so den ganzen Tag.

 Die Insel ist platt wie eine Flunder, wenig Schärenfelsen, zumindest nicht sichtbar und der Strand besteht aus Millionen kleiner und etwas größerer rundgewaschener Steine.

Ich kaufe am Abend einen frisch geräucherten Fisch für 3 Eur, löhne das Hafengeld von 15 EUR, worin bis morgens um 09:00 Uhr eine warme Dusche enthalten ist bei einer sehr freundlichen jungen, etwas deutsch sprechenden Frau und will gerade die Insel erkunden, als es schon wieder anfängt zu regnen.

 Also Kartoffeln, Zwiebeln und zwei Karotten zum Fisch und Essen.

Die Nacht über regnet es und es fängt an zu winden.

Nötö

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Published on Juli 27th, 2013 @ 13:52:00 , using 202 Wörter,
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Nötö
Nötö
Nötö
Nötö
Nötö
Nötö
Nötö

 

2013_07_27

Von Kvivlax nach Nötö

Wieder wolkenloser Himmel und um 11:00 Uhr machte ich los, weil ich heute eigentlich an den Rand des Schärenmeeres segeln wollte, rund 25 Seemeilen mit Südkurs.

Aber der Wind kam immer mehr aus SW und ich musste anfangen zu kreuzen. Ich hatte SWF und Groß stehen und bei der glatten See macht MISS SOPHIE 45 Grad zum Wind.

Um 14:30 überholt mich der Seenotrettungskreuzer Fritz Behrens, Heimathafen Bremen, was der hier wohl will????

Um 15:15 dann ist der ganze vor mir liegende Horizont in Watte eingepackt.

Seenebel.

Das ist blöd. Denn ohne Radar bin ich hier wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Ich entscheide mich, in den nahe gelegenen Hafen Nötö zu gehen, zu mal die Fähre dorthin mich gerade überholt und dann im Nebel verschwindet.

Ich taste mich hier mit der digitalen Karte an den Eingang in das Innere dieser Schäre und dann kommt noch etwas neues: ich muss hier vor Heckanker festmachen.

Geht aber ohne Probleme, dafür hatte ich ja für meinen zweiten Reserveanker hinten am Heckkorb eine Vorrichtung gebaut, dass ich ihn dort schnell fallen lassen kann.

Eine supernette kleine Schäre hier mit einem wunderschönen Café unter Bäumen, selbstgemalten Wegweisern, einem kleinen Laden mit sehr freundlicher Besatzung, und und und.

 

 

 

 

 

Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax

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Published on Juli 26th, 2013 @ 13:42:00 , using 408 Wörter,
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Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax
Mit einem Schreck auf dem Weg nach Kvivlax

 

2013_07_26

Nach Kvivlax auf Bergholm

In dieser Bucht war es natürlich ein wunderschönes ruhiges Aufwachen. Keine Laute von anderen Menschen, nur die Zwergseeschwalben mit ihren Wät-Wät-Wät sind hier zu hören, wenn sie auf Fischfang gehen.

Erst gegen Mittag kamn ein Hauch von Wind auf und ich nahm wieder den Blister, denn er kam wieder von Nord-West und hatte dann aber bald 3 Windstärken. Strahlende Sonne, keine Wolken, blauer Himmel.

Um 14:00 begann mein Südkurs, ich segelte jetzt mit meinem Blister 4 kn und der Weg führte mich zwischen die Schären Iso Maissaari, Aaslatuoto und Iso-Kuusinen hindurch auf eine Engstelle und dann durch ein sehr enges Fahrwasser zwischen Storlandet und Vallmo.

Kurz nach dieser Engstelle um 16:30 dann bekam ich einen Schreck: gleich nach der schmalen Stellen eine Brücke. Sie war zwar hoch, sehr hoch, so dass ich mir vorstellen konnte, mit meinen 12 Metern da durchzupassen – aber ich hätte es gerne gewusst.

Und wieso war diese Brücke in meiner neuen Seekarte nicht enthalten?

Sie war, nur meine Sonnenbrillen sind nicht auf kurze Entfernungen eingestellt, deshalb sehe ich Details in den Karten in der Regel nicht so richtig, außer ich nehme die Brille ab.

Aber auf meiner digitalen Seekarte war neben der Brücke ein Info-Punkt. Den klickte ich an und da stand: Höhe der Durchfahrt 15 Meter – und je näher ich der Brücke kam, war es auch an der Brücke selbst zu lesen. Das sollte passen. Und es passte.

Jetzt gondelte ich gemütlich hier, nach dem ich den Blister gegen die SWF eingewechselt hatte, lang durch dieses schmale Fahrwasser, was etwa 8 sm lang ist und am Ende noch einmal einen handtuchschmalen Durchgang hat.

Da war ich dann so gegen 19:00 uhr und die Frage war, wohin jetzt, denn der Wind war jetzt schlafen gegangen. Gleich um die Ecke war eine Anblegestelle, die nichts besonderes versprach, aber nahe war und ich steuerte Kvivlax auf der Schäre Bergholm an (830 auf der Karte D 717).

Ein Hafen für die Schärenbewohner, die hier ihre Motorboote für ihre Schärenhäuser liegen haben, dafür aber umsonst und ich werde gleich von einem dieser Menschen mit Moin Moin angesprochen und als ich derart verdutzt geguckt habe, sagt er, er habe einige Jahre in Hamburg gearbeitet, gibt mir die Hand, sagt mir noch wo das hier übliche Torfmullklo ist, zeigt mir noch sein 60 Jahre altes kleines sehr formschönes Holzboot und ist dann weg. Auf dem Weg zum WC werde ich von zwei Frauen auf dem Freisitz ihres Holzhauses gegrüßt und ich fühle mich hier richtig gut aufgehoben.

 

Ankern in der kleinen Bucht der Insel Pakinainen

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Published on Juli 25th, 2013 @ 13:38:00 , using 279 Wörter,
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Ankern in der kleinen Bucht der Insel Pakinainen
Ankern in der kleinen Bucht der Insel Pakinainen
Ankern in der kleinen Bucht der Insel Pakinainen

 

2013_07_25

Blistersegeln

gleichbleibender Luftdruck 1013, 21 Grad, halbbedeckter Himmel mit Cumulusdecke, kein Wind

Morgens, ich bin gerade draußen in der Plicht am frühstücken, mein mein Nachbar, den Motor während ihres Frühstückes laufen lassen zu müssen. Was will er damit eigentlich sagen? Das er keinen Wert auf ein Gespräch mit seiner Frau während des Frühstückes legt? Um seine männlicher Vorherrschaft zu demondstrieren (es sind Italiener)? Um das geplärre seines Sohnes zu übertönen? Der vermutlich nur deswegen plärrt, weil er Aufmerksamkeit gegen das Gedröhne des Motors bekommen will?

Ich habe mein Frühstück frühzeitig abgebrochen und mich unter die Dusche gestellt.

Um 12:30 wollte ich dann los und weil nmur ein Hauch von Wind da war, habe ich den Blister hochgezogen – und das war gut so.

Bei meinem Südkurs zu einer kleinen Bucht, in der ich ankern wollte, hatte ich jetzt halben Wind, der beständig ein wenig zunahm und zum Schluss segelte ich mit 5,5 bis 6 Knoten.

Dann bin ich bei meiner Ankerbucht auf der Westseite der Insel Pakinainen, der Nachbarinsel von Päkinainen (Bericht vom 05.07), und da meine Karte hier sehr unvollständig ist, schleiche ich mich mit dem Echolot näher und lasse dann den Anker auf 3 Meter Wassertief fallen.

Dann ruft mir ein Mann in einem kleinen Motorboot auf Platt einen Gruß zu: Ein Kieler, der hier auf der Schäre Pakinainen ein Häuschen gekauft habt und jetzt für die Enkelkinder mit einem Schwiegersohn einen kleinen Sandstrand anlegen will. Ein kurzer Schnack von Boot zu Boot, dann sind die beiden wieder weg. Sie erzählen noch, dass für die Bewohner dieser Schäre die Überfahrt mit der Fähre kostenlos ist, auch mit PKW. Damit verhindert die Regierung die Entvölkerung der Schären. Und es scheint zu funktionieren.

Schön hier.

Und ruhig.

 

 

 

Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll

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Published on Juli 23rd, 2013 @ 12:55:00 , using 322 Wörter,
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Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
Der Steg und das Hotel Vailhela auf der Schäre Velkuanmaa: ein kleines Idyll
 

 

2013_07_23

Nach der Schäre Velkuanmaa

Der Tag begann mit einem Himmel, der aufgefüllt war mit Altostratus, was eigentlich bedeutet hätte, dass heftiger Wind aufkommen müsste – tat er aber nicht.

Als um 14:00 langsam die Sonne sich durchsetzte, war ich entschlossen, weiter zu segeln, obwohl Turku-Radio gestern Abend noch eine Windwarnung für mein Seegebiet mit N – NW 6-7 durchgegeben hatte.

Um 15:45 war ich dann auf der Piste.

Gemütliches Segeln unter der neu geschoteten SWF. Um 17:00 war ich dann am Eingang des STRÖÖMI und musste nun mit halben Wind nach Osten.

Der Wind drehte immer mehr nach Osten und ich musste jetzt sehr hoch an den Wind gehen, um noch meinen Kurs halten zu können. An zwei Engpässen noch kurz den Motor mit zur Hilfe genommen, aber das war schnell vorbei und ich näherte mich jetzt einem Gewirr von kleinen Schären, Felsen, nur an die Wasseroberfläche schnuppernden Steinen und Inseln und dann sah ich meinen opulent (Käyntisatamat 2011) angekündigten Yachthafen Vailhela: leer und scheinbar aufgegeben.

Na gut dachte ich, Steg ist Steg und machte fest.

Wunderbare Ruhe hier, die ich nur mit einer Möve teilte, die diesen Steg inzwischen wohl zu ihrem Haus-Steg gemacht hat. Soll sie.

Wir haben uns gut vertragen.

Am nächsten Morgen dann füllte sich langsam der Steg, mehrere Motorboote kommen hier mit Familien an und alle ströhmen zu dem Hotel, Cafe und Restaurant, dem diese Anlage auch wohl gehört – und ich muss sagen, erst jetzt geht mir auf, wie schön es hier eigentlich ist.

Die hier üblichen Torfmullklos dezent ein wenig abseits unter einem Baum, die modernen Duschen in einem Holzhaus auf einem Schärenfelsen 30 Meter entfernt hinter Kiefern und nur über diesen Schärenfelsen zu erreichen und der Weg zum 200 Meter entfernten Hotel ist wunderschön: durch eine kleine Hügellandschaft, in der der Fußweg zwischen Haferfeldern lang führt, ist unter Bäumen versteckt der Holzhauskomplex des Hotels versteckt. VAILHELA ist der Name des Hotels. Man sitzt draussen, alle sind freundlich und man fühlt sich hier richtig wohl.

 

Mit 7 kn verlasse ich Katanpää - morgen soll sehr viel Wind kommen

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Published on Juli 22nd, 2013 @ 16:01:00 , using 358 Wörter,
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Mit 7 kn verlasse ich Katanpää - morgen soll  sehr viel Wind kommen
Mit 7 kn verlasse ich Katanpää - morgen soll  sehr viel Wind kommen
Mit 7 kn verlasse ich Katanpää - morgen soll  sehr viel Wind kommen


Katanpää, den 22.07.2013

Auf dem einzigen Segelschiff hier noch im Hafen sind zwei ältere Finnen, die mir heute morgen erzählen, dass morgen noch mehr Wind kommen soll: N 7-8 und sie heute hier noch verschwinden werden.

Aber heute sind hier auch 5 - 6 Windstärken und ich mache einen längeren Spaziergang hier am Ufer lang und überlege, welche Risiken ich eingehe, wenn ich auch heute hier verschwinde.

Die Windrichtung ist günstig: selbst aus dieser sehr sicheren Ankerbucht komme ich notfalls segelnd heraus, falls mein Motor mich verlssen sollte, was ich mir nicht vorstellen kann. Und danach habe ich halben Wind und danach achterlichen Wind.

Ich entscheide mich, bis 18:00 zu warten, denn erfahrungsgemäß nahm der Wind abends immer etwas ab.

Um 14:00 Uhr legen die beiden ab und ich sehe sie schwer gegen die Wellen ankämpfend draußen, das Groß zum Motor mit zwei Reffs gesetzt und sie kreuzen sich langsam frei.

Um 18:00 bin ich entschieden, diesen friedlichen Ort zu verlassen.

Schon im Hafen setze ich die SWF, dann bin ich in der Einfahrt, MISS SOPHIE erklettert Welle für Welle, dann kann ich schon ein wenig abfallen, schalte den Motor aus und die SWF mit ihren 12 Quadratmetern zieht mich hier problemlos raus.

Dann bin ich auf meinem Kurs schwischen den großen Schären, auf dem STRÖÖMI, der wie ein Kanal ist und der achterliche Wind schiebt mich mit bis zu 7 kn hier durchs ruhige Wasser.

Super.

Ich fühle mich sauwohl, alles hat bestens geklappt, nur fotografieren konnte ich nicht, dafür waren einfach die Bewegungen von MISS SOPHIE zu heftig.

Da ein Einkauf in einem Supermarkt ansteht, entscheide ich mich wieder für Lootholma, bin dort abends um ca. 20:00, nach dem auch bei dem noch mehr angewachsenen Wind das Bergen der SWF lehrbuchartig abging, picke eine Boje auf, am Steg steht schon jemand, der mich dort in Empfang nimmt und ich bin fest.

Guter Segeltag.

Am nächsten Morgen den 22.07. orgelt es dann hier wirklich in dem sehr geschützt liegenden kleinen Yachthafen mit seinen zwei Stegen und ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Rucksack geschultert und den Supermarkt im 3 Kilometer entfernten Städtchen geplündert und wieder zurück. Wäsche gewaschen, dabei den Blog geschrieben und jetzt geht es ans kochen.



Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää

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Published on Juli 20th, 2013 @ 15:34:00 , using 227 Wörter,
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Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää
Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää
Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää
Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää
Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää
Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää
Kiefern, Vögel, Felsen, Sonne, Wasser und Wind: ich bin auf Katanpää

 

2013_07_20

Wanderung in den Süden der Insel

Das Barometer ist von 1005 auf 1011 gestiegen, es weht hier aber immer noch mit 5 Windstärken und mehr, aber es ist wolkenloser Himmel und die Sonne knallt bei wolkenlosem Himmel, trotzdem aber nur 20 Grad in der Kajüte.

Hier auf der Insel scheinen keine Menschenn zu wohnen - zumindest nicht sichtbar.

Ob die Frau, die den kleinen Laden betreibt hier und das Hafengeld einkassiert, hiuer lebt oder mit dem kleinen Motorboot jeden Tag hier her kommt und abends wieder abfährt, weiß ich nicht.

Ansonsten gibt es hier auf deisem Teril der Insel keine weiteren bewohnten Häuser.

Ich wandere die lange Halbinsel im Südwesten ab, die Ootskeri heißt, teils auf Trampelpfaden durch den Wald, dann wieder am Wasserufer entlang.

Dann komme ich an die Stelle, wo die Insel nur 10 Meter breit ist und während auf der Nordseite der Wind pfeift und die Brandung über die Klippen spült, ist auf der Südseite Ruhe und Stille. Eine Schwanenfamilie mit drei Jungen ist unterwegs, Enten gründeln und Küstenseeschwalben jagen nach kleinen Fischen.

Etwas später trete ich am Ufer fast auf eine größere Schlange, schwarz, ohne auffallende Zeichnung, ca. 4 cm dick und ca. einen Meter lang, die am Kopf verletzt ist und sich eilig versucht zu entfernen. Keine Ahnung, was das für eine Schlange ist, ob gefährlich oder nicht, ich habe zumindest Abstand gehalten.

Morgen soll noch mehr Wind kommen.

Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur

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Published on Juli 19th, 2013 @ 15:16:00 , using 129 Wörter,
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Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur
Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur
Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur
Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur
Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur
Wanderung in die Vergangenheit Finnlands und in die Natur

 

2013_07_19 Auf Katanpää

Nachdem der Tag erst einmal mit Regen anfing, der nur sehr langsam aufhörte, krabbelte ich dann irgendwann aus dem Schiff und schaute mich hier um.

In den ersten Jahren des ersten Weltkrieges haben die Sowjets hier auf dieser Insel eine Geschützstation mit einer Reichweite von 15 Km aufgebaut, die später von den Finnen übernommen worden ist und diese Gebäude und Einrichtungen sind hier noch zu sehen. Dorthin ging mein erster Spaziergang.

Am Spät-Nachmittag dann, nach dem ich gekocht hatte und die Sonne sich richtig durchsetzte, machte ich dann noch am Wasser eine Wanderung in den Südosten der Insel, auf die Halbinsel Hamskeri, die wirklich sehr schön, wild und inzwischen unberührt ist. Ist hier alles Naturschutzgebiet, soweit ich das verstanden habe.

Turku-Radio meldet dann am Abend nichts gutes: N-NW 5-6.

 

 

 

 

 

Geigend nach Katanpää

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Published on Juli 18th, 2013 @ 15:03:00 , using 567 Wörter,
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Geigend nach Katanpää
Geigend nach Katanpää
Geigend nach Katanpää
Geigend nach Katanpää

 

2013_07_18

Turku-Radio hatte zwar gestern Abend für den Archipelagos W – NW 5-10 Meter pro Sekunde vorausgesagt, das sind 4-5 Beaufort, aber als es langsam Mittag wurde, und man im Hafen nicht so richig beurteilen kann, was draußen für Wind herrscht, hatte ich mir eine Anlegestelle ganz in der Nähe ausgesucht, die notfalls unter Motor zu erreichen wäre, denn ich wollte aus diesem Trubel hier in Uusikaupunki weg.

Um 12:00 hatten wir im Stadthafen ein bisschen NW, ich legte ab und setzte draußen die SWF und bei den NW 3 war das zunächst gemütliches Segeln.

Je weiter ich südlich kam, desto mehr Wind wurde es und um 14:00 maß ich 18 kn in 2 Meter Höhe, da darf man dann für die offizielle Windgeschwindigkeit in 10 Meter Höhe gut eine Windstärke draufpacken und so verhielt sich MISS SOPHIE auch: Bei dem jetzt zu N gewordenen achterlichen Wind war es immer noch gut kontrolliertes Segeln mit der SWF, aber die immer wieder erreichten 5-6 kn unter diesem wirklich kleinen Segel mit meiner 5 Tonnen wiegenden MISS SOPHIE zeigten mir doch, welche Kraft da oben im Segel am wirken war.

Längst hatte ich die nahe Anlegestelle verworfen und wollte zurück an den Eingang des STRÖÖMI, des Weges zwischen den Schären Katkuru und Lypyrtti, wo auf der westlichen Seite ein kleiner und für diesen Nordwind sehr geschützt liegender Yachtanleger war: Katanpää (920, Karte D 723), den ich schon mal ansteuern wollte, als mir dort im Ausgang der Motor bei dem gleichen Wind ausging (siehe 11.07.).

Unter dem achterlichen Platt-vor-dem-Laken-Wind fing MISS SOPHIE an zu geigen und ich kuschelte mich in meine Plichtecke, steuerte mit dem Pinnenausleger, ließ mich hier wie in der Kindheit richtig durchschaukeln und alles war gut.

In meiner digitalen Seekarte war diese Anlegestelle nicht enthalten, ich wusste deshalb auch nicht, ob die schmale Einfahrt mit einer Tonne gekennzeichnet war und konnte von draußen auch praktisch nicht erkennen, wo dort an der Küste diese Einfahrt war, als mich eine finnische Yacht unter Motor überholte und dabei grüßte und dann offensichtlich dort auch hin wollte, weil sie vom Weg in die Einfahrt des STRÖÖMI nach Westen abbogen und zielstrebig auf eine kleine Öffnung der Küstenlinie zusteuerte, dort, wo meine Anlagestelle liegen musste.

Das war meine Chance.

Meine SWF zu bergen war dann garnicht so einfach, weil sie in dem Wind heftig an zu knallen fing, als in den Wind drehte, doch dann hatte ich sie runter und folgte dem finnischen Segler.

Und bald war ich in diesem kleinen Naturhafen und musste nun bei den 5 Windstärken und halben Wind meine Boje aufpicken, aufpassen, dass ich nicht dem Nachbarboot zu nahe komme und dann aufstoppen.

Aber die Boje aufzupicken misslang mir zweimal, weil der Seitenwind mich auf den paar Metern über die Boje drückte und die inzwischen am Steg auf mich wartenden Bootsbesatzungen deuteten mir an, auf der anderen windzugewandten Seite des Steges längsseits zu kommen, was ich dann auch machte und einer war schon im Beiboot und bot mir an, meinen Gurtbandhaken mit seinem Schlauchboot an der Boje zu befestigen, was ich dankbar annahm.

MISS SOPHIE dann gegen den Wind an die Boje zu bringen gelang nur dadurch, dass ich sie mit dem Gurtband über die Winsch Zentimeter für Zentimeter herankurbelte, soviel Winddruck war hier.

Dann war alles gut, ich machte hinten dicht, um den Winddruck aus dem Schiff zu nehmen und machte mich an mein Essen, was noch von gestern übrig geblieben war und war sehr froh, dem Trubel in Uusikaupunki entflohen zu sein.

 

 

 

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Platt vorm Laken nach Uusikaupunki

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Published on Juli 16th, 2013 @ 16:06:00 , using 597 Wörter,
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Platt vorm Laken nach Uusikaupunki
Platt vorm Laken nach Uusikaupunki
Platt vorm Laken nach Uusikaupunki
Platt vorm Laken nach Uusikaupunki

 

2013_07_15

Platt vorm Laken nach Uusikaupunki

 

Da ich so schnell wie möglich weiter nach Uusikaupunki (Nystad) wollte, versprach der heutige Tag ein solches Vorhaben und um 11:00 schmiss ich die Leinen los.

 Der SW zwischen 3 und 4 Windstärken lies ein geruhsames Segeln erwarten und ich lief bei dem Wind mit meinem Nordkurs und unter Groß und SWF zwischen 5 und 6 kn.

 Als ich meinen Punkt am Ende des Fahrwassers zwischen diesen großen Schären erreicht hatte, der Punkt, wo ich letztes mal Umkehren musste wegen meines Motorproblems, war etwa um 12:00 erreicht und jetzt mit meinem NE-Kurs hatte ich den Wind platt vorm Laken – und dass sollte auch so bleiben bis Uusikaupunki.

Inzwischen hatte sich der Himmel völlig zugezogen, ich war bei wolkenlosem blauem Himmel losgesegelt, und ich hatte das Gefühl, dass sich das Wetter ändern würde.

Und das tat es auch.

Der Wind brieste auf, MISS SOPHIE war unter dem heftig auffrischenden Wind schwer zu halten und querab der Schäre Pitkäriutta schoss ich in den Wind, drehte bei und nahm das Groß weg.

Jetzt nur mit der SWF, mit ihren 10 Quadratmetern segelte ich knapp einen Koten weniger, also jetzt zwieschen 4 und 5 kn, und ich hatte es hinten an der Pinne total entspannt und konnte mich des Lebens freuen, während ich vorher immer achtsam darauf zu achten hatte, dass der Wind nicht etwas das Großsegel halst und die Fock zudem immer wieder vorne einfiel, weil sie in den Windschatten des Großsegels geraten war.

Aber der Wind nahm zu.

Als ich mich Uusikaupunli näherte, schon die ersten Stege und Yachtanlagen sah, überholte mich ein Finne, grüße, fragte, wo ich hinwolle und ich deutete auf eine Marina hin, die ein wenig weiter weg von der Stadt war und als er darauf nichts sagte, fragte ich, ob er etwas besseres wüsste und er deutete mir an, ihm zu folgen.

Etwas später waren wir mitten in der Stadt, er schwenkte in seinen Stegplatz ein und ich begab mich auf die Suche nach einem freien Liegeplatz, denn der Hafen war rammelvoll.

Auf der direkten Cityseite fand ich keinen Platz, deshalb ging ich auf die andere Seite, wo ich bald einen Platz fand, ohne Elektrik, die ich eh nicht brauche und ohne Wasser, was ich auch nicht brauche, dafür vermutlich umsonst.

Das Essen von Gestern war schnell warm gemacht, ein kurzer Gang in die City, die nichts besonderes bot und dann habe ich mich bei dem sehr warmen Abend ins Cockpit gesetzt und gelesen.

Eigentlich vom Schiff aus hier ganz schön, weil man mitten in der Stadt ist.

Irgendwann gegen Null Uhr wurde dann der Himmel bedrohlich schwarz und da der Wind von achtern kam und in meiner Cockpitpersenning ein riesiges Segel findet, machte ich hier zu.

 Und das war gut so.

Denn eine halbe Stunde später fing es hier im Hafen an zu heulen und der Nordwest keifte mit bis zu 7 windstärken durch die Takelagen. Dann kann man ganz behaglich in der Koje liegen, wenn man weiß, dass draussen alles sicher verzurrt ist.

Am nächsten Morgen jaulten immer noch die Windböen durch den Hafen, ich machte mich zum Tourist-Office auf und dann plünderte ich bei einem Tödler vier uralte Wassergläser noch aus der Sowjetzeit oder kurz danach für 4 EUR, kaufe noch einen weiteren Gummidämpfer für die vorderen Festmacheleinen und einen entsprechenden großdimensionierten Karabinerhaken dazu bei einem Laden etwas weiter weg, finde beides erstaunlich billig, geh noch beim Supermarkt vorbei, Gemüse, Dauerbrot und Käse und bin dann wieder an Bord.

Ich puzzle ein wenig rum, backe Brot und bekomme langsam mit, dass der Wind weniger wird und sich das Wetter wieder bessert.

Mal schaun, ob morgen segeln drin ist.

 

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