von Jörg Streese

Moderne Kunst ist uralt

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Published on Juli 22nd, 2012 @ 19:18:55 , using 73 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Moderne Kunst ist uralt
Moderne Kunst ist uralt
Moderne Kunst ist uralt
Moderne Kunst ist uralt

Hier oben ist die kleine Kneipe zu sehn und dieser Schärenfelsen steht nicht weit von ihr und an ihm kann man moderne Kunst studieren.


Meine Sehnenscheidenentzündung im linken Arm wird nicht so richtig besser und plagt mich weiter.


Und etwas abseits vom Weg, in der Nähe eines verfallenen Hauses, entdecke ich diese uralte Flasche, sehr dick, sehr schwer und in der Form sehr ungewöhnlich und nehme sie mit.

Andenken an Jurassö.

 

 

Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte

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Published on Juli 26th, 2012 @ 19:11:00 , using 299 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte
Wanderung über Jurassö durch fast 2000 Jahre Geschichte

Es gibt hier einen ca. 4 km langen ausgeschilderten Pfad durch die Insel mit kleinen Erläuterungen auf Tafeln.

Über die Insel gibt es schon seit dem 6.Jahrhundert Hinweise auf ihre Nutzung. Sie war wohl für die Wikinger eine wichtige Station vor ihrem Törn nach Süden.

Belegt ist die Besiedelung seit dem 18. Jahrhundert.

Es gibt ein Bergwerk hier auf dieser kleinen Insel, auf der ab 1809 nach Eisenerzen bis zu einer Tiefe von 40 Metern gegraben wurde. Und in der kleinen Kneipe am Hafen wird nach Bedarf ein Dokumentarfilm gezeigt, der den Bergwerksbetrieb hier in den 6o-ziger Jahren zeigt. Es scheint eines der am meisten produzierenden Bergwerke Finnlands gewesen zu sein.

Heute hat sich in einem der großen aufgegebenen Gebäude ein finnischer Schiffbauer angesiedelt und stellt dort große Holzyachten her.

Im 19. Jahrhundert wurde die Insel wegen ihrer Lage direkt am Finnischen Meerbusen als Lotsenstation genutzt, deren Lotsen, um eine weite Sicht zu haben, in die Bäume kletterten (so auf den Tafeln beschrieben). Und wegen dieser Lage wurde die Insel auch militärisch von den Finnen und den Russen genutzt.

Und der Weiße Seeadler ist hier wieder heimisch geworden. Dies alles auf kleinen Schildern auf einem geführten Weg, in dessen Mitte ein neugebauter Aussichtsturm einem einen großartigen Überblick über die Insel, über das Schärengebiet bis hin zur Großschiffahrtsroute im Finnischen Meerbusen, auf dem sich ein Schiff an das andere reiht, verschafft.

Das dichtest bewaldete Inland ist ein richtiger kleiner Dschungle, wo man auf meterdickem Moos laufen kann, sich durch dunklen Kiefernwald zwängen muss, auf Schärenfelsen klettert und in Wassertümpeln versinkt, denn der Untergrund ist ja felsig und das Wasser kann hier nicht versickern und an manchen Stellen wird es hier auch am Tage richtig dunkel, so dicht ist der ((Ur)Wald.

Meine Sehnenscheidenentzündung im linken Arm wird nicht so richtig besser und plagt mich weiter.


 

Ein Törn in ein Naturschutzgebiet - nach Jurassö

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Published on Juli 20th, 2012 @ 18:55:29 , using 530 Wörter,
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Ein Törn in ein Naturschutzgebiet - nach Jurassö
Ein Törn in ein Naturschutzgebiet - nach Jurassö
Ein Törn in ein Naturschutzgebiet - nach Jurassö
Ein Törn in ein Naturschutzgebiet - nach Jurassö
Ein Törn in ein Naturschutzgebiet - nach Jurassö

Der Törn war heute bei schwachen, manchmal böigen West-Winden ein Slalomlauf durch das Schärengebiet. Durch manchmal sehr enge Stellen, wo ich das Gefühl hatte, wenn ich die Hand ausstrecke, kann ich das Gras auf den Schärenfelsen rupfen, dann wieder durch Gebiete, wo ich den Finnischen Meerbusen und am Horizont die Containerschiffe sehen konnte, dann wieder durch Gebiete, die übersät waren mit kleinen Felsenbuckeln, die aus dem Wasser schauten dann wieder vorbei an Schären, die übersät waren mit Holz-Ferien-Häuschen.


Ich bin nicht sicher, ob ich diesen Törn ohne meinen Kartenplotter geschafft hätte, denn diese Navigation hier erfordert die völlige Konzentration einer Person und da hätte ich nicht gleichzeitig noch Pinne und Schot und Segel und Tonnen und Wind im Blick und zu händeln haben können. Und die Kardinaltonnen hier erfordern geistige Akkrobatenstücke: Es ist eine Westtonne, ich laufe mit Südkurs auf sie zu: auf welcher Schiffsseite muss ich sie lassen?


Dann war ich bei dem kleinen weißen 'Leuchtturm', der für mich den Eingang in das zweite Fahrwasser innerhalb des Schärengebietes markiert.


Auf manchen Schären ist der Name groß auf einen Felsen geschrieben, quasie wie ein Straßenname.


Nun hatte ich navigatorisch nicht mehr so arg viel zu tun, weil diese parallele zur Küste verlaufenden Fahrwasser gut betonnt und einfach zu verfolgen sind.


Aber ich musste jetzt aufpassen, meine Abzweigung aus dem Fahrwasser nicht zu verpassen und dafür hatte ich in meiner elektronischen Seekarte mir ein Markierungszeichen gesetzt und in sofern war das jetzt problemlos. Aber Karte und Realität in Einklang zu bringen. Aus einer kleinen Perspektivverschiebung ergeben sich völlig neue vermeintliche Standorte.


Irgendwann dann sah ich zu meiner Linken über dem Festland von Tammissari eine Gewitterwolkenbank sich langsam bilden unddann hörte man auch schon das Grollen des Gewitters. Und aus meinen Törns entlang der polnischen Küste wusste ich, dass sich Gewitter nicht nach der herrschenden Windrichtung richten, sondern quer dazu, deshalb habe ich sie immer gut im Auge behalten. Und das war auch gut so. Zunächst dachte ich, sie würde parallel zu mir laufen, dann aber bog sie plötzlich ab und kam auf mich zu, zog über mich weg – und da ich keine Lust auf die Böen in ihr hatte, nahm ich meine Segel runter – es waren eh nur noch 3 sm bis zum Anleger auf Jussarö – und das war auch gut so, denn dann pfiffen mir hier die Böen um den Kopf und es fing heftig an zu regnen.


Mitten in diesem Aufruhr war ich dann auch schon am Anleger, der in einem kleinen, schmalen, langen Durchgang zwischen zwei Inseln liegt, die vielleicht 100 Meter auseinander liegen. Dieser Platz, der mir ja von meinen finnischen Segelnachbarn letztes Jahr in ….... als schönster Anleger Finnlands benannt wurde, war natürlich voll und als ich überlegte, was zu tun sei, stand da schon ein Mann im Regen an der Pier und winkte mich zu ihm und deutete auf den kleinen Kutter, der da lag, es sei seiner und ich könne mich daneben legen und er nahm auch noch meine Vorleine an und belegte sie. Wunderbar.


Es gibt hier bei dem Anleger eine kleine Bar, Plumpsklos, Wasser am Wasserhahn und Elektrik, und die Schäre ist hoch beliebt und fast immer voll mit Schiffen.

 

Helene Schjerfbeck, Schlechtwetter und sonstige Ungemach

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Published on Juli 19th, 2012 @ 11:40:54 , using 278 Wörter,
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Helene Schjerfbeck, Schlechtwetter und sonstige Ungemach
Helene Schjerfbeck, Schlechtwetter und sonstige Ungemach
Helene Schjerfbeck, Schlechtwetter und sonstige Ungemach
Helene Schjerfbeck, Schlechtwetter und sonstige Ungemach

 

Immer wieder ziehen hier Regenwolken durch und es weht, mal mehr aus Süd, dann mehr aus West.


Aber der Hafen ist schön, nicht zu teuer (14 EUR) und es gibt ein paar Dinge zu regeln.

Ich brauche für die hier üblichen Eisenringe zum Festmachen große Karabiner und in einem Laden entdecke ich günstige Dämpfungsgummies für die Vorleinen.


Dann muss ich meine Gasflasche gegen eine volle tauschen. Dafür bekomme ich von der Hafenmeisterin ihr Dreirad mit Gepäckvorsatz und schon bin ich in dem Laden, der aber meint, die Flasche sei ja noch fast halbvoll. Trotzdem tausche ich, weil ich davon ausgehe, dass dies eine der wenigen Möglichkeiten ist, eine solche Tauschstelle in erreichbarer Entfernung zum Schiff zu finden. Und mit dieser Füllung bin ich jetzt zwei Jahre unterwegs gewesen mit täglich kochen, Teewasser und Abwasch.


Und dann gehe ich in die Ausstellung von Helene Schjerfbeck.

Eine Entdeckung!!!!!

Lebte hier (wenn ich das richtig verstanden habe, in Tammissari, bzw Ekenäs (schwedisch)), zumindest eine lange Zeit mit ihrer alleinstehenden Mutter und zeigt eine erstaunliche Bandbreite von Stilen: pointilistische, kubistische, impressionistische, abstrakte, symbolistische Arbeiten sind dabei.

Und ich finde manche Sachen von ihr einfach wunderschön.

Eine Auswahl davon hier:

http://www.ateneum.fi/default.asp?showInfo=14385&docId=12489

Ach so: lebte von 1862 - 1946, zuletzt in Schweden, vermutlich wegen des Krieges.

Mich plagt eine Sehnenscheidenentzuendung im linken Arm und Hand, so dass ich im Moment mich garnicht traue, die Leinen loszuwerfen, weil ich mit der linken Hand ueberhaupt nicht richtig greifen kann.

Ich hoffe, das ist bald vorbei - zum Glueck ist es hier einfach angenehm und schön.



 

 


 

 

 

 

 

 

 

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schön und man merkt, dass die Finnen und die Schweden Urlaub haben.

 

 

Ich gondel langsam nach tammissari

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Published on Juli 16th, 2012 @ 18:45:57 , using 142 Wörter,
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Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari
Ich gondel langsam nach tammissari

In der Nacht dreht der Wind auf Ost.


Also morgens los. Wenig Wind, vielleicht 2 Windstärken, d.h. ich gondel hier ganz langsam an der Schären-Landschaft vorbei, was mir ganz recht ist, um sie noch einmal richtig zu inhalieren.


Dann fängt es an zu regnen, aber was stört das schon.


Der Weg nach Tammessari ist nicht so weit, ca. 16 sm. Aber zu spät will ich da auch nicht sein, weil es eine sehr beliebte Zwischensation zu dem westlichen Schärengebiet ist und regelmäßig abends sehr voll sein soll.


Den letzten Teil der Strecke geht es dann wieder Richtung Osten und ich muss Admiral von Schneider zur Arbeit bitten. Dann bin ich da, finde auch gleich eine freie Box, mache fest und begebe mich gleich auf einen Rundgang durch diese schon etwas größere Stadt.


Abends fängt es dann an zu heulen. Wind aus SW.

 

 

Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga

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Published on Juli 14th, 2012 @ 18:31:47 , using 309 Wörter,
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Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga
Kleine Wanderung und abends Susan Sonntag in Box Brygga

Der Wind immer noch aus West, da wo ich hin will.


Ich mache einen Erkundungsgang. Die Straße lang.


Durch Kiefern-, Birken- und Lärchenwald.


Immer mal wieder unterbrochen von größeren oder kleineren Getreidefeldern, die sich in die hügelige Landschaft, die immer wieder von an die Oberfläche durchstoßendes Schären-Gestein unterbrochen wird, eingeschrieben wurden.


Und immer mal wieder ein Holzhaus.


Ein Ortschild. Nach Svartbäck. Und dieses Schild zeigt Richtung Schärenwasser, also dorthin.


Ein Flecken würden wir in Deutschland dazu sagen. Vielleicht 10 Häuser. Dazu kommen die üblichen Wochenendhäuser. Und dann bin ich am Wasser.


Abends stehe ich etwas unschlüssig vor dem kleinen Gemeinschaftsplatz hier, ob ich den Eintroittspreis (15 EUR Eintritt – Bier 5 EUR) für das hiesige Fest, mit der Band der Sängerin Susan Sonntag, wohl eine lokale Größe, wie man mir sagte, zahlen will, da haben mich auch schoin drei Jugendliche 'untergehakt“', wo ich herkomme, undf und und und schin bin ich meine 15 EUR los. Und nicht zu Unrecht. Denn die Sängerin hat eine große Stimme. Und schafft es, beständig die Tanzfläche von jung und alt besetzt zu halten. Und hat ein langes Programm. Und schafft es Punks, Jugend, Mittelalter und Pensionäre auf die Tanzfläche zu kriegen. Hat etwas von einem Dorffest in einem funktionierenden Dorf. Man kennt sich, sitzt zusammen und schnackt ein bischen miteinander – und geht auf die Tanzfläche. Die Finnen.


Ich komme ins Gespräch mit den mit mir am Tisch sitzenden zwei Ehepaaren, am meisten mit einer Kindergärtnerin (gibt es dafür nicht langsam mal einen anderen Ausdruck???????) also Hortpädagogin, die drei Sprachen spricht (Finnisch, Schwedisch, Englisch) und Deutsch verstehen kann, und die gerade mit ihrem Mann hier ein Häuschen für die Ferien gemietet hat.


Ja, das ist auch für Finnen eigentlich kein Sommer dieses Jahr.


Na, da bin ich ja beruhigt.


Die Bilder habe ich übrigens um 23.30 gemacht, da braucht man hier immer noch kein künstliches Licht.

 

 

Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo

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Published on Juli 11th, 2012 @ 17:09:12 , using 475 Wörter,
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Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo
Mal wieder Schlechtwetter - diesmal in Inkoo


Mal wieder Schlechtwetter hier in Inkoo


Seit meiner Ankunft hier in Inkoo liegt ein Schlechtwettergebiet über Südfinnland, mit Kälte, Regen, viel Wind (6 Beaufort) und grauem Himmel und ich werde hier auf MISS SOPHIE richtig durchgeschüttelt, weil ich ganz draussen liege und auch noch vor Boje.

Nur jeden Abend wird das Wetter merkwürdigerweise regelmäßig für ein paar Stunden gut, mit blauem Himmel, Sonne und Wärme.


Aber es gibt ja Bücher.

z.B. Margaret Skjelbred: Lerchenherzen.


Eine norwegische Lebensgeschichte. Im Mittelpunkt steht die wortkarge, etwas spröde Mathilde, Erbin eines größeren norwegischen Bauernhofes, die ein Geheimnis verbirgt, das sich erst am Schluss des Buches entschlüsselt: aber auch nur, wenn man den verschlüsselten Hinweisen (ich zumindest mit Zurückblättern) nachgeht und dann enthüllt sich eine zu Herzen gehende Schicksalsfügung und eine merkwürdige Verdopplung dieses Schicksal, das sich in Solfrid, einem Nachbarskind, für die Mathilde fast eine zweite Mutter ist, zumindest in der Struktur fortsetzt – mit Nils-Jan, der zu Mathilde eine ganz besondere Beziehung hat – ohne dass beide davon Wissen – aber eine Ahnung begleitet ihre Beziehung, ohne das sie damit etwas anfangen zu können.

„Es gibt Augenblicke, da macht unser Lebensweg einen Bogen. Oft durch ein äußeres Ereignis verursacht, aber vielleicht auch genausooft verursacht durch einen Menschen, dem wir begegnen und der uns so unbegreiflich nahe kommt. Oder ist alles ganz anders? Kommen uns Menschen nur in solchen Phasen nahe, in denen wir besonders verletzlich sind und offen, weil wir an einem 'Bogen im Weg' sind?“ (p 27)


Diese Geschichte lässt natürlich parallel zur eigenen Geschichte hochkommen: welches Geheimnis liegt meiner Existenz, meiner Familie zu Grunde? Und dann wird das Lesen zu einem Abenteuer: das Einsteigen in eine fremde Geschichte wird zu einem Einsteigen in die eigene Geschichte, ohne das man sich dessen wirklich bewusst ist - es geschieht einfach beim Lesen.


Aber es ist ein ungeheuer intensiver Leseprozess, weil er beständig auf zwei Ebenen gleichzeitig stattfindet, dem Lesen des Buches und dem Lesen der eigenen Erinnerungen, Assoziationen, flüchtigen Kombinationen – und immer wieder muss dieser Prozess erschöpft unterbrochen werden.


Gut, dann in einer kleinen, schaukelnden, gut festgemachten MISS SOPHIE zu sitzen. Draussen stürmt es, immer wieder legt sich MISS SOPHIE auf die Seite, wenn eine Böe über sie herfällt, der Regen peitscht gegen die Scheiben, es ist dunkel und auf dem Herd fängt das Teewasser an zu summen.


Es gibt eine tiefenpsychologische Familien-Theorie, nach der jeder Familie sozusagen als Bindekitt ein von den Beteiligten tief gehütetes, ihnen meist selbst verborgenes Geheimnis zu Grunde liegt. Das hüten dieses Geheimnisses ist sozusagen das soziale, psychologische Bindemittel dieser Individuen.


Fällt mir gerade dazu ein.

Die Bilder versuchen, diese kleine Stadt in Finnland zu beschreiben, wobei ich die großzügige Schule weggelassen habe und nur das zeige, was sich dem Blick zunächst offenbart.

Ich sitze mal wieder in diesem kleinen, der Bibliothek angegliederten Cafe, und schreibe meinen Bericht, aber jetzt zeige ich es auch.

 

Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga

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Published on Juli 13th, 2012 @ 16:50:33 , using 857 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga
Auf der Suche nach dem Sommer - Irrfahrt von Inkoo nach Box Brygga

 

Der Tag fing mit dem Ungemach von Regen an und mit Ungemach sollte es auch erstmal weitergehen.


Kaum war der Regen vorbei, legte ich ab und – saß fest.


Ich war wohl ein bis zwei Meter neben die ausgetonnte Fahrrinne geraten – und schon saß ich auf - zum Glück auf Sand.


Erstmal orientiert und dann den Motor auf halbe Kraft, zurück auf die Fahrrinne ausgerichtet und dann angefangen, MISS SOPHIE durch schaukeln freizubekommen, was dann auch bald gelang, weil ich mit ganz sanfter Fahrt aufgekommen war.


Trotzdem Puhhhh.


Ich wollte zu einem kleinen Anleger, auf meiner finnischen Seekarte mit der Nummer 251 versehen, der mir von den finnischen Seglern, die mir letztes Jahr auch meine erste Anlegestelle empfohlen hatten. Der lag in einem kleinen verwinkelten Fjord auf der Insel (Schäre) Älgsjölandet, der aber eine Stelle hatte, die in meiner Seekarte mit einer Wassertiefe von nur einem Meter gekennzeichnet war. Zwar sagten sie dazu, einen halben Meter sei immer eine zusätzliche Toleranzbreite und ein halber Meter wegen unterschiedlichen Wasserspiegel – aber nach meiner Erfahrung heute Morgen und der Vorstellung, dort nicht etwa Sand im Untergrund zu haben, sondern Schärenfelsen, etwas mulmig zumute.


Als ich langsam vor dem sehr geheimnisvoll und lockend anmutenden Eingang vorbeischipperte, noch mit mir uneins, ob ich es wagen sollte oder nicht, kam gerade eine Marieholm aus dem Fjord, die etwa mein Tiefgang hat und ich ging auf meine langsamste Geschwindigkeit, sie zum Überholen zu nötigen und sie dabei nach der dortigen Wassertiefe zu befragen. Aber sie drehten leider zu dem kleinen Anleger mit Tankstelle ab und ihnen hinterher und dort auch anlegen, dazu hatte ich keine Lust.


Die Frage war, was jetzt.


Ich hatte mir neben der Fahrtroute (auf der Seekarte der gelbe breite Strich quer über die Seekarte) auf der kleinen Schäre Skataholmama einen Anlegesteg ausgesucht (257). Da ich aber das zur Seekarte zugehörige Hafenhandbuch, hier in Finnland natürlich ein telefonbuchdickes Handbuch, noch nicht besorgen konnte (u.a. war ich deshalb nach Inkoo gesegelt), in der alle diese in den Seekarten lediglich mit einer Zahl versehenen Anlegestellen mit Hafenkarte und allen Daten und Angaben enthalten sind, konnte ich diese Stelle nur auf gut Glück anlaufen.


Vorher musste ich noch eine Untiefe umschiffen, die mit Kardinaltonnen bezeichnet war und ich musste erst lange nachdenken, bis mir klar wurde, wie ich diese Stelle, die mit einer Osttonne und einer Südtonne bezeichnet war, zu passieren hatte.


Dann suchte ich diese kleine Anlegestelle – und fand sie nicht.


Nun, meine finnische Seekarte ist 15 Jahre alt – da kann eine solche Anlegestelle auch schon mal aufgegeben werden.

Die Frage war aber jetzt, wo dann hin – und ich gebe zu, ich hatte mir diese Frage vorher nicht gestellt.


Auf der auf der Karte gelb eingezeichneten Fahrstrecke gab es jetzt erstmal keine weiteren Anlegestellen – ausser einigen Ankerplätzen, zu denen ich aber keine detailierteren Angaben hatte.

Noch mal in die Karte geguckt. Und noch mal einen Blick in die Runde.


Da waren einige große Yachten dabei, in den zweiten, inneren Schifffahrtsweg einzulaufen (auf der Karte mit dem Kugelschreiber gekennzeichnet), auf dem ich auch einige Anlegemöglichkeiten verzeichnet fand und ich entschied, ihnen hinter her zu gehen.


Bei der ersten Stelle fand ich nur Motorboote. Ist aber auch verständlich, denn das war jetzt Festland und jeder, der hier ein Häuschen auf einer der Schären hat, und das sind Tausende, braucht dafür solch eine Stelle, wo er sein kleines Motorboot liegen hat, mit der er auf seine Schäre schippern kann.


Also weiter.

Auch die zweite Stelle war solcher Art und nicht sehr ansprechend.


Auch die dritte Stelle, Box Skargardsboden, war ein bischen ähnlich, aber da lagen wenigsten zwei Segelboote und da machte ich dann fest, gegenüber der Schule, und weil diese Region Box heisst, heisst die Schule Box-Skola. Was mich zunächst sehr verwunderte, in dieser Gegend eine Box-Schule vorzufinden - und vorher las ich wegen der Abdeckung durch einen Busch: Boy-Skola, was ich ueberhaupt nicht verstand, weil Koedukation in Finnland ist.


Ist aber doch ganz nett hier, alle sehr freundlich, aber halt ein funktioneller Hafen für Schären-Hausbesitzer, die hier ihr Zubringerboot liegen haben.

Weil es hier keine Duschen gibt, nehme ich heute eine Dusche im Cockpit aus meinem solar-shower-Sack, der draussen lag und bei mehr oder weniger bedecktem Himmel mir in weniger als 4 Stunden angenehm warmes Wasser über den Körper rinnen lässt. Wunderbar. So werde ich das in Zukunft immer machen. Habe dafür extra naturfreundlich abzubauende Spezialwaschlotion gekauft.

Und eigentlich ist das hier wirklich ganz nett. Keine Touries. Auch keine Wassertouries, sondern alles kleine Leute, die hier ihr Boot zu ihrem Wochenendhäuschen liegen haben, alle freundlich grüssend, mit denen man (mit den jüngeren) auch ein bischen smalltalk auf englisch machen kann (und die in de Regel hervorragend gut englisch sprechen) und ich glaube, hier bleibe ich ein bischen, nachdem nun auch die Sauberkeitsfrage geklärt ist.

Und jetzt geht mir auch auf, was hier bei den Häusern so angenehm anders ist: Diese Häuser hier haben keine Vorgärten, also keinen abgegrenzten Bereich, mit dem demonstriert wird: Hier beghinnt mein Reich - Draussenbleiben! sondern stehen einfach so im Gelände ohne Zäune, die man hier nicht zu kennen scheint.


Aber wo ist der Sommer in diesem Jahr? Hier zumindest nicht.

Auf der Suche nach Geld: Von Dragesviken nach Inkoo

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Published on Juli 9th, 2012 @ 15:28:09 , using 559 Wörter,
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Auf der Suche nach Geld: Von Dragesviken nach Inkoo
Auf der Suche nach Geld: Von Dragesviken nach Inkoo
Auf der Suche nach Geld: Von Dragesviken nach Inkoo
Auf der Suche nach Geld: Von Dragesviken nach Inkoo
Auf der Suche nach Geld: Von Dragesviken nach Inkoo

 

Der Wetterbericht hatte günstigen Rückenwind aus Ost angesagt und um 11 Uhr ging es dann auch endlich los.


Na ja, Wind konnte man dazu eigentlich als Segler nicht sagen – ich schleppte mich so mit 2 kn durch das Wasser – aber egal, ich war unterwegs, das Wetter war gut, es war relativ warm und trocken und ich konnte diese Schärenlandschaft langsam in mich aufnehmen und mich mit ihr anfreunden.


Ich hatte, weil sich im zweiten Teil meines Törns das Fahrwasser zwischen den Schären sehr schmal werden sollte, bei dem achterlichen Wind nur die Fock gesetzt, um mich mehr mit der Landschaft und der Navigation zu beschäftigen und nicht beständig den Großbaum im Auge behalten zu müssen wegen der Halsengefahr, und so bummelte ich dann durch diese verwunschene Trollwelt und ließ meine Seele dabei etwas baumeln.


Nach zwei Stunden war es dann aus mit dem Wind und Admiral von Schneider musste ran.


Kurz darauf fing es auch noch an zu regnen – na ja, nieseln und ich musste in meine Feuerwehrjacke.

Und das blieb dann auch die nächsten zwei Stunden so und dann war ich bei meiner Abzweigung nach Inkoo – und da hörte es auf zu regnen.


Jetzt wurde das Fahrwasser teilweise sehr schmal (keine 10 Meter) und flach, aber bald darauf war ich angekommen.

Ein funktioneller Hafen für einheimische Bootsbesitzer, mit Servicestationen und Drumrum – aber ich war ja auch eigentlich nur aus einem einzigen Grunde hier: um einen Bankomat zu plündern, den es hoffentlich hier gibt.


Abends dann zieht sich der Himmel zu, es fängt wieder an zu regnen und dann kommt auch noch heftig Wind auf.


Mal sehen, was daraus wird.


Am nächsten Morgen wache ich durch heftiges Schütteln auf.


Nein,nein, kein aufgebrachter Stegbesitzer schüttelte an meiner SOPHIE, sondern der querab kommende heftige Wind, der in der Nacht wohl stark zugenommen hatte.


Frühstück, dann Ortserkundung mit Besuch eines Bankomaten.


Der hiesige Supermarkt ist riesig, der in der nähe liegende Laden für alles, von Kinderspielzeug über Gartengeräte, Angelsachen, Baugeräte, Werkzeug und Schrauben und Nägel ebenfalls riesig und ein bischen rummelig, was mich nicht davon abhält, neben Petroleum für die Petroleumlampe auch noch für 15 EUR ein Thermofleece-Set, langärmelig, zu erstehen – scheint in diesem Sommer hier auch notwendig zu sein.


Auf dem Rückweg (was heißt hier Weg; es handelt sich um vielleicht 100 Meter) komme ich noch einmal an dem kleinen Holzhaus vorbei, was direkt an dem kleinen Flüsschen liegt, der für die Entstehung dieses Ortes vermutlich mal verantwortich war, und entdecke, das sich dort die öffentliche Bibliothek befindet und ihr angeschlossen ein kleines Café.

Gefragt, ob hier ein Internetzugang ist, bekomme ich sofort das Passwort genannt und eine halbe Stunde später sitze ich hier bei einem guten Kaffee (zum ersten Mal wieder seit Jahrzehnten) und sehr sehr leckerem Kuchen, habe mein Laptop vor mir und schreibe diesen Bericht.


Das Café ist ganz gut besucht, Straßenarbeiter kommen hier rein und trinken schnell einen Kaffee, Hausfrauen, schwer bepackt mit Einkauftüten, sitzen hier und schauen kurz in die hier ausliegenden Zeitungen, an den zwei Computer-Internet-Plätzen sitzen zwei ältere Menschen und machen dort irgendwas – kurz: das hier scheint eine funktionierende Institution zu sein.


Und dann entdecke ich noch ein Kulturprogramm, so interpretiere ich das, was ich da meine zu verstehen, und demnach ist hier in dieser kleinen, rund 1000 Menschen umfassenden Kleinstadt ne Menge los. Schade, das ich das alles nicht verstehen kann.

Der erste Tag in Finnland: Eine Katastrophe

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Published on Juli 9th, 2012 @ 15:21:55 , using 867 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Der erste Tag in Finnland: Eine Katastrophe

 

Nach einem kleinen Erkundungsgang, der aber nur auf der Zugängerstraße zu diesem Yachthafen möglich ist, weil das gesamte Ufergelände von finnischen Häuslebesitzern okkupiert ist, die überall kleine Schilder aufgestellt haben ….... , was vermutlich so etwa heißt, wie: 'bitte nicht betreten – privat', stehe ist dann plötzlich nach einer Biegung der Straße rund 10 Meter vor einem kapitalen Hirschbock, einem jungen, weil sein Geweih noch sehr in Ansätzen ist, aber ein für meine Begriffe enorm großer Bock, der bestimmt eine Rückenhöhe von knapp 2 Meter hat und bleibe natürlich, schon aus Respekt, sofort stehen und wir schauen uns lange an.

Wäre es ein Mensch, würde ich nun langsam ein Lächeln auf meine Lippen bringen. Da Tiere aber meines Wissens nach Lächeln nicht als Lächeln erkennen können, sondern diese Mimik wohl eher als Fresslust interpretieren könnten, weil ich damit meine Zähne und damit mein Fresswerkzeug entblöße, untersage ich mir dieses Lächeln und bleibe einfach stehen. Atme langsam und beständig.


Ungeheuer große runde dunkle Augen schauen mich da an. Die Ohren drehen sich einmal um die Runde und sind dann wieder auf mich gerichtet – der Blick bleibt die ganze Zeit auf mich.


Dann sage ich ganz leise so einen Blödsinn wie : 'Hey' – die Augen schauen mich weiterhin an – ich wollte gerade 'interessiert' schreiben, aber damit würde ich wohl doch das ganze sehr vermenscheln – und auch diese Art von Kommunikationsangebot ist ja schon aus der Hilflosigkeit dieser Begegnung menschelnd erwachsen.

Aber es scheint auch nicht gestört zu haben. Ist ja auch schon mal was.


Irgendwann wurde es ihm dann wohl zu langweilig, Futter schien auch nicht in Aussicht zu stehen und ganz langsam drehte er sich um und verschwand langsam im Gebüsch.


Finnland.


Am Nachmittag wollte ich nun endlich der Welt die freudige Mitteilung machen, dass ich Finnland erreicht habe, aber das hiesige W-LAN-Netz bekomme ich nicht aktiviert.


Dabei hatte ich mich wegen der schlechten Empfangsqualität schon in den hiesigen kleinen Laden mit Tischen und Bänken gesetzt und war dafür schon bereit, hier für ein Bier 4,50 EUR auszugeben, damit ich hier sitzen und tippen kann – aber auch hier bekam ich das Netz nicht aktiviert.

Und meine 'abroadband'- Funkverbindung ins Netz habe ich verdusselt, weil ich meinen Netztwerkschlüssel mir nicht gemerkt habe und der, den ich mir notiert hatte, wohl falsch war – und nach der dritten Falscheingabe der Zugang erstmal gesperrt ist.

So ein Mist. Nun muss ich aufwendig versuchen, da wieder Zugang zu bekommen.


Grummelnd mit der Netzwelt und mit mir, ziehe ich mich erstmal wieder auf MISS SOPHIE zurück und überlege, was zu tun ist.


Kochen.

Das beruhigt, tut der Seele gut und dem Körper gut und sowieso.



Irgendwann danach überlege ich, wie es hier weitergeht.


Ich muss zu Geld kommen. Das geht hier nicht. Dafür muss ich einen anderen Hafen ansteuern. Also die Seekarte her und nach etwas größeren Häfen mit entsprechender Infrastruktur im Hinterland gesucht. Und jörn Heinrich befragt.


INKOO.

Von hier in westlicher Richtung, über den Daumen 20 sm, durch geschütztes, aber verwinkeltes Schären-Fahrwasser, dass ich mir langsam erobere und mir davon eine Skizze mache, die ich mit dem Kartenplotter abgleiche und mir dort ebenfalls digitale Orientierungslinien einbaue.


Dann überlege ich noch, wieviel Bares ich noch habe und ob ich hier meine Liegegebühr bar zahlen kann. Ich greife an die Stelle, wo mein kleines Plastiketui mit meinen wichtigsten Dokumenten einschließlich meiner letzten verbliebenen Scheckkarte immer steckt – und greife ins Leere.


Ach so, denke ich, die hatte ich ja in dem kleinen Laden mit, weil ich da sitzen wollte, um zu tippen und wenn da Getränkeverzehr für notwendig geworden wäre, hatte ich mich mit meinem Geld versorgt.

Also in die entsprechende Tasche der Hose gegriffen – nichts.


Nun wurde ich ein bisschen nervös.


Zettel: was hatte ich wann an und die entsprechenden Kleidungsstücke durchsucht.


NICHTS.


Meine Nervosität wurde zur UNRUHE.


Ich fing an, das halbe Boot auszuräumen und nach Geldbörse und Dokumentenetui zu suchen.


NICHTS.


PANIK.


Also erstmal zur Ruhe kommen. Gestohlen kann es nicht sein. Einzige Möglichkeit, ich habe es beim PC-Gebrauch in der Kneipe aus der Hosentasche genommen und es neben mich gelegt. Und es möglicherweise dort liegen gelassen, weil ich so genervt von dem nicht funktionierenden W-LAN-Netz war, als ich frustriert aufstand und ging.


Also schnell noch einen Gang zur Kneipe. Die hatte natürlich längst zu, denn es war ja schon 23:00 Uhr, was man aber ja in diesen Breitengraden nicht mitbekommt, denn da ist die Sonne gerade am Untergehen.


OK.

Heute ist da nichts mehr zu klären.


Dose Bier.

Und langsam wieder runterkommen.

Hat noch ne zweite Dose erfordert.


Am nächsten Morgen dann der Gang zum Waschhaus und auf dem Rückweg bei dem Laden vorbei, der 5 Meter von dem Waschhaus entfernt ist.


„Do you have found …...“ mehr brauchte ich garnicht zu sagen, denn da lächelte der junge Mann schon und winkte mit meinem gesuchten Etui, denn auf der durchsichtigen Aussenseite ist mein Presseausweis mit Lichtbild zu sehen.


Ein Berg rutschte mir vom Rücken, ich bedankte mich Hundert mal und sooooo gut hat mein Frühstück schon lange nicht mehr geschmeckt.


Aber den heutigen Tag regnet es immer wieder mal zwischendurch und ich entscheide, den geplanten Törn morgen zu machen – und heute noch ein bischen die vermiedene Katastrophe zu geniessen.

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