von Jörg Streese

Endlich wieder Wasser unter dem Kiel

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Published on Mai 11th, 2012 @ 21:11:38 , using 195 Wörter,
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Endlich wieder Wasser unter dem Kiel
Endlich wieder Wasser unter dem Kiel
Endlich wieder Wasser unter dem Kiel

 

Am 9.5. um 14:30 ist der Kran da, MISS SOPHIE schwebt in der Luft und vor Aufregung habe ich vergessen, meinen Fotoapparat bereitzuhalten. Und der Preis für den Kran hat sich seit letztem Jahr verdoppelt: 70 Lats, letztes Jahr waren es noch 30.

Na weinigstens ist MISS SOPHIE wieder im Wasser und das Leben wird wieder etwas maritimer. Zur Feier des Tages habe ich eine ½ schon gebratene Ente gekauft ( 2.30 LAT = ca. 3 EUR), die nun zum Abendbrot und Feier des Tages und des Anlasses verzehrt wird – d.h., ich habe noch zwei weitere Tage daran genagt.


Am nächsten Tag verlege ich die Tankluftzufuhrleitung neu und anders, so dass auch bei extremer Lage kein Diesel in diese Leitung steigen kann. Trotzdem bleibt die Sache rätselhaft. Aber der Probelauf des Dieselmotors verläuft super, er ist sofort da und läuft rund und bestens. Na wenigstens das. Ich motore an meinen Liegeplatz für die nächsten Tage, wo ich den Mast stellen werde, sobald es mein Rückrat zulässt und von wo aus ich einen herrlichen Blick auf den Kaianlagen des Rigaer Hafens habe. Und gerade als loswerfen will, macht die neu gebaute BUTO-Yacht eine erste Probefahrt, neben deren Werftgebäuden unser Yachthafen liegt.

 

Arbeit, Arbeit und ein krummer Rücken

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Published on Mai 5th, 2012 @ 21:05:43 , using 360 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Arbeit, Arbeit und ein krummer Rücken
Arbeit, Arbeit und ein krummer Rücken
Arbeit, Arbeit und ein krummer Rücken

 

Der nächste Tag so wie die ganze Anreise: Wolkenloser Himmel, in der Sonne T-Shirt-Temperaturen, aber im Schatten bringt der Ost auch die Kälte aus Moskau.


Die folgenden Tage waren schmerzhaft und alles ging nur sehr langsam und immer mit grossen Pausen.

Plane runter und weil sie so schön trocken war, auch gleich zusammengelegt und eingepackt.

Hier ist noch kein Schiff zu Wasser, aber an einigen wird gewerkelt.

Beim Ausleeren des Achterpiek, um die Abdeckplane zu verstauen, entdecke ich die verrostete, letztes Jahr nicht losbekommene Befestigungsmutter des Ruderkokers. Zwei Stunden habe ich dabei am nächsten Tag verbracht, diese völlig verrostete Mutter in 100dertstel Millimeterbewegungen loszubekommen.


Dann mache ich mich an das Unterwasserschiff: Roststellen entdecken, freilegen, bis auf das blanke Eisen entrosten und dann mit Epoxyprimer grundieren. Eine anstrengende Arbeit, weil ich über Kopf halb hockend, halb liegend, und immer wieder eine Haltung suchend, die mir mein schmerzhaftes Kreuz erlaubt. Gerade als ich fertig bin, fängt es bei dem West an zu nieseln.


Am 5.5. bringe ich meine neue Solarzelle an und verkabel alles sehr sauber, weil es sichtbar in der Kabine ist. Die Enden der Verkabelung zu verlöten, hat meine ganze Konzentration erfordert, weil ich nur noch 8 cm 0,2 mm dünnes Lötzinn hatte und mit einem Micro-Torch, einem Minilötbrenner in Feuerzeuggröße, nun die Drahtenden Verlöten musste. Gedultsarbeit.


Am 6.5.montiere ich die Easylock-Reffklemmen am Großbaum an, in dem ich in das Allu Gewinde schneide.


Auch am 7.5. macht mir mein Rücken Probleme. Trotzdem weiter. Vorne in der Bilge der Vorpiek steht eine kleine Lake Diesel. Wie kommt die dahin? Jetzt begann eine zweitägige Dedektivarbeit, in der ich die Dieselleitungen in der ganzen Kajüte freilegen musste, das heißt, alle Polster nach vorne, alle Lebensmittel ausräumen und die Leitungen cm für cm auf undichte Stellen absuchen. Nichts.


In der Tankluftzufuhrleitung, die vom Tank mittschiffs ganz nach achtern in den dortigen Festmachpoller endet, der eine kleine, verdeckte Öffnung dafür hat, stand Diesel. Wie kommt der da rein?

Quälende Fragen – und keine vernünftigen Antworten.

Aber um wenigstens etwas vernünftiges zu machen, streiche ich das Unterwasserschiff mit Antifouling. Und das war gut so, denn plötzlich kommt der Chef vons Ganze und sagt, ich komme morgen an den Haken.

on the sea again

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Published on April 29th, 2012 @ 20:41:36 , using 528 Wörter,
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on the sea again
on the sea again
on the sea again
on the sea again

 

Ich fahre am 29. April mit ECOTOURS Bremen – Riga. Moderner Doppeldeckerbus, 27 Stunden, mit kleinen Pausen zwischendurch. Ich habe mir dafür einen Thriller besorgt: John Land: Der Tag des Unheils, der mich mit kleinen Unterbrechungen des Dösens ansonsten gut durch die lange Fahrt brachte, denn landschaftlich bietet Polen, Litauen und Lettland nicht viel Abwechselung. Eine flache Landschaft, die mit Kiefern- und Birkenwäldern, Brachflächen und landwirtschaftlich genutzen Anbaugebieten abwechselt.


Leider wusste ich die Bus-Liniennummer nicht mehr, die mich in Riga in den Stadtteil Bolderaja ganz im Norden Rigas bringen sollte und ich versuchte nun radebrechend mich zu erkundigen, welche Buslinie das sei. Aber von den Erwachsenen spricht keiner Englisch und Deutsch und letztendlich meinte ein Busfahrer dann, als ich ihm den Stadtteil auf dem Stadtplan zeigte, ich solle einsteigen und dann in den Bus, Nummer habe ich vergessen, umsteigen. Mein Stadtteil liegt im Norden, dieser Bus fuhr aber nach Westen – und irgendwann hab ich die Notbremse gezogen und bin ausgestiegen. Da stand ich nun: auf dem Rücken einen 30-Kg-Seesack, unter dem linken Arm zwei Solarzellen und und der rechten Hand eine Plastiktüte mit Lebensmitteln für die Fahrt, Buch und sonstiger Kleinkram, Stadtplan etc und langsam ging die Uhr auf 21:00 Uhr.

Auf der anderen Straßenseite war eine Tankstelle, um mich herum eine riesige Plattenbausiedlung sozialistischer Prägung und kaum war ich bei der Tankstelle angekommen, da erschien plötzlich ein Taxi.

Ein älterer Herr, der sofort auf mich langsam zurollte, als ich ihm Zeichen gab. Ich zeigte ihm auf dem Stadtplan, wo ich hinwollte – und er antwortete mir radebrechend englisch. Ein ehemaliger Seemann, der viel auf der Welt herumgekommen war und jetzt seine Rente aufbesserte. Wunderbar. Er lud meine Sachen ein, dann fuhr er tanken und dann auf einen Parkplatz bei der Tanke, holte eine Lupe aus der Ablage, holte sich seinen Stadtplan herausund fing an, die Straße, die ich ihm nannte, Sturmann Iela, zu suchen. Als er sie gefunden hatte, zeigte er sie mir und ich bejahte sofort und los gings. Während der Fahrt versuchte er mir zu erklären, wo er überall gewesen war, aber weder sein Sprachschatz noch meiner waren so umfänglich, dass das einfach so ging. Aber es war total nett und ich war entschädigt für den anfänglichen Start ins Nirwana. Mit einem Zwischenstopp bei einem Kiosk für ein paar Dosen Bier und eine Flasche Wodka, zeigte ich ihm dann ganz kurz noch mein Schiff, hoch auf dem Trockenen, entlohnte ihn anständig und dann erklomm ich meine MISS SOPHIE, machte kurz unter Deck ein wenig Ordnung, denn alles war wegen Feuchte und Kälte zur guten Belüftung hochgenommen worden und dann stieg ich wieder ab und buckelte meinen Seesack.

Ja, und das wars dann.

Wie letztes Jahr.

Krrrnckkc machte etwas in meinem Rückrat und die nächsten 10 Tage war ich mehr oder minder behindert.

Ich Hornochse. Ich weiß doch, wie man in meinem Alter mit Gewichten umzugehen hat. Gerader Rücken und die Last mit den Knien stemmen: Dafür braucht man eine Zwischenebene, auf die man das Gewicht mit dem ersten Kniestemmen bringt und dann wieder in die Knie und die Last auf die Schulter gebracht und mit geradem Rücken die Leiter rauf.

Na, vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

Glück

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Published on August 25th, 2011 @ 11:38:55 , using 690 Wörter,
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Glück
Glück
Glück
Glück

 

Glück

Glück ist wie eine Katze.


Man kann es nicht haben, man kann es nicht halten, es kommt, wann es will, dann ist es ein Geschenk und es geht wie es will, wie eine Katze: wenn sie es will, geht sie.

Heute war mal wieder so ein Tag.

Heute also machte ich mich auf in die City von Riga, um von dort zum Airport zu fahren und möglichst einen Rayanair-Flug zu buchen, denn Rayanair fliegt Riga-Bremen, was natürlich super ist.

Während der letzten Tage hatte ich den Eindruck, dass der Herbst hier in Lettland angekommen ist: mit Regen, Wind und kaltem Wetter, aber heute schien die Sonne wieder mit der alten Kraft, und es war einfach schön, sie wärmend auf der Haut zu spüren, und zu merken, wie sie die Lebensgeister beflügelte und gute Laune macht und auf den meisten Gesichtern der hier flanierenden Menschen ein Lächeln zauberte.


Als ich so etwas verträumt aus der Touristen-Information trat, wo ich die Busverbindung zum airport erfragt hatte, stellte ich fest, dass ich mal wieder nicht richtig geplant und meine Kreditkarte nicht mitgenommen hatte. Zum Flugplatz ohne Kreditkarte aber schien mir völlig unsinnig zu sein – und als ich gerade anfing, darüber schlechte Laune zu kriegen, weil ich über meine Dösigkeit ärgerlich wurde, merkte ich wieder die Sonne auf der Haut, dachte an die vergangenen nassen Tage und plötzlich hatte ich das Gefühl, diese Sonne - jetzt - hier - auf diesem sonnenüberfluteten Platz in der Altstadt von Riga als ein kostbares Geschenk zu empfinden - zum letzten Mal in diesem Sommer durfte ich diese Sonne genießen und blieb stehen.


Ich warf alle zweckrationalen Gründe über Bord, mich weiter um die Rückfahrt nach Bremen zu kümmern, steuerte einen Caféplatz an, der nach meiner Berechnung noch lange von der langsam sich neigenden Sonne durch eine Gebäudelücke beschienen werden würde und bestellte ein Bier.


Ich merkte, wie alle ungeklärten Rückreisefragen langsam in der Wärme der Sonne versickerten und Platz machten für ein wohliges Gefühl des Nichtstuns und einem Gefühl des gut-aufgehoben-seins in der Welt und ich entspannte mich.


An dem Tisch rechts von mir schnabbelten junge Leute auf englisch, gegenüber war gerade eine deutsche Gruppe aufgestanden, ein junges Pärchen hinter mir schwieg sich auf lettisch an und ich war einfach da.


Eine Erinnerung an ein Erlebnis auf einer meiner traditionellen, österlichen Harzwanderungen kam in mir hoch.

An einem sonnigen Frühlingstag wanderte ich auf einem der Harzer Grabenwege Richtung Bad Altenau, als ich plötzlich wie vom Schlag gebannt stehen blieb:


Hier war es.

Das Zentrum der Welt.

Der geheime, verborgene Ort meines Glücks.


Ich stand wie gebannt.


Und ein mich überschwemmendes Glücksgefühl verschlang mich.


Es war ein großes strahlendes Grasbüschel, das hier im Sonnenlicht stand und mit seinen strahlenden winzig dünnen, aber gleichzeitig so stabilen Halmen wie eine natürliche Monstranz aussah und eine unglaubliche Energie hatte. Eine Lebensfreude und einen Jubel an das Licht, in dem dieses Gras wachsen durfte.


Dieser Jubel an die Sonne war jetzt hier. Mitten in Riga. In dem Moment, als ich aus der Touristeninformation trat, war er da. Es traf mich wie der Blitz. So wie damals im Harz.


Damals aber hatte dies Erlebnis leider keine orientierende Wirkung für die Wirrnisse meines Lebens gewinnen können. Diesmal aber habe ich diesem Erlebnis ein paar entscheidende Orientierungen für mein Leben abgewinnen können.


Ich merkte ganz deutlich, das Abschied in der Luft lag.


Abschied vom Sommer.

Abschied von dieser Stadt.

Abschied von diesem Lebensabschnitt und von meiner Reise mit MISS SOPHIE und

Abschied von einigen persöhnlichen Beziehungen, die ich in Bremen vollziehen würde.


Trauer war darin und Wehmut – und plötzlich genoss ich diese Stimmung, weil sie ein intensiver Ausdruck meines gegenwärtigen Lebens waren.

Das war mein Leben. Jetzt. Hier. In diesem Moment.

Und ich war glücklich.


So verbrachte ich zwei Stunden in der immer noch wärmenden Sonne und konnte mich überhaupt nicht von meinem Platz trennen, weil ich dachte, wenn ich diesen Ort verlasse und aufstehe, dann ist auch der Zauber weg.


Irgendwann war es dann soweit, ich stand auf und ging.


Aber Zauber blieb.


Und weil das Gras an dem Wallgraben so verlockend war, legte mich dort noch eine Weile ins Gras.


Und schwebte weiter.

MISS SOPHIE hängt in der Luft und ich verbringe eine feuchtfröhliche Nacht mit Alexander, Helena, Olga und Janek

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Published on August 24th, 2011 @ 14:35:58 , using 276 Wörter,
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MISS SOPHIE hängt in der Luft und ich verbringe eine feuchtfröhliche Nacht mit Alexander, Helena, Olga und Janek
MISS SOPHIE hängt in der Luft und ich verbringe eine feuchtfröhliche Nacht mit Alexander, Helena, Olga und Janek
MISS SOPHIE hängt in der Luft und ich verbringe eine feuchtfröhliche Nacht mit Alexander, Helena, Olga und Janek
MISS SOPHIE hängt in der Luft und ich verbringe eine feuchtfröhliche Nacht mit Alexander, Helena, Olga und Janek

Am Montag-Morgen kam der Kran und dann wurde MISS SOPHIE unter der sehr professionellen Anleitung des Hafenmeisters mit den Tragegurten versehen und an Land gehoben. Von mir wurde sie danach mit dem Hochdruckreiniger gewaschen (so sauber war sie wohl noch nie in ihrem ganzen Leben) und dann fing ich an, den Mast zu legen und die Plane darüber zu ziehen. Abends um 18:00 Uhr war ich fertig.

Als ich von meinem Essen zurück kam, waren am yachthafeneigenen Grillplatz Janek aus Riga und Alexander, Helena und Olga aus Moskau, die ihr Segelschiff hier in Riga liegen haben, gerade mit ihrem selbstgegrillten Lachs fertig und ich musste mich dazusetzen, bekam Lachs auf den Teller und portugiesischen Rosé eingeschänkt, denn die drei Moskauer sind richtige Portugal-Fans und wir unterhielten uns radebrechend auf englisch. Naja, bei der Flasche blieb es natürlich nicht und es wurde Nachschub geholt. Als auch der alle war, konnte ich noch gerade aus den Augenwinkel sehen, das Janek, beim Holen weiterer Weinvorräte aus seinem Schiff, über Bord ging - und Sekunden später waren wir schon bei im und halfen ihm, wieder auf den Steg zu kommen. Das hätte böse enden können, denn er hätte beim Überbordgehen mit dem Kopf auf den Steg knallen können. Aber bald danach saß er schon wieder mit trockenen Keidern am Tisch - nur etwas ernüchtert.

Irgend wann gingen dann alle auf ihre Schiffe und ich dann auch wieder an Bord - nun mehr an Land - und war schnell in einen tiefen Schlaf versunken.

Morgen werde ich mich um die Rückreisemöglichkeiten kümmern müssen.

Der Eigner dieses wunderschönen Holzchiffes "Corall" geht mit seinem Schiff grundsätzlich ohne Motor von der Heck-Boje und geht auch so wieder zurück - allein!




Törnbericht: Schnief Schnief Schnief - back to Riga

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Published on August 21st, 2011 @ 18:41:38 , using 585 Wörter,
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Törnbericht: Schnief Schnief Schnief - back to Riga
Törnbericht: Schnief Schnief Schnief - back to Riga
Törnbericht: Schnief Schnief Schnief - back to Riga
Törnbericht: Schnief Schnief Schnief - back to Riga
Törnbericht: Schnief Schnief Schnief - back to Riga

 

Für den 20. August sagte der Seewetterbericht überhaupt nichts gutes voraus: SE bis 7 Windstärken , der bis zum Mittag dauer und in der südöstlichen Ostsee so stark sein soll, dass er dort Wellen bis 5 Metern erzeugen wird. Ab Mittag dann soll er mit moderaten Windstärken aus Nord kommen – aber ob das so zutreffen wird und ob er auch wirklich ab 15:00 Uhr aus Nord kommen wird, das steht in den Sternen geschrieben.

Und da Uli unbedingt am Sonntag Morgen seinen Flieger zurück nach Bremen kriegen muss, beschliessen wir, dass Uli mit dem Bus nach Riga fahren wird und ich am nächsten Tag nach Riga alleine zurück segle (wenn möglich).

Als wir in dem kleinen Supermarkt nach einer Bushaltestelle für einen Bus nach Riga fragen, erklärt uns eine Verkäuferin, wie wir dort hinkommen. Als wir dort ankommen, sehen wir, dass dort kein Aushang mit den Abfahrtszeiten vorhanden ist, und da ist auch schon die Verkäuferin mit ihrem PKW zur Stelle, entschuldigt sich, dass sie uns eine falsche Bushaltestelle genannt hat, läd uns in ihren PKW und fährt uns zu der richtigen.

Das ist Lettland

Wir machen eine lange Strandwanderung, entdecken ein kleines, sehr modern eingerichtetes Restaurant/Bar direkt am Strand, Essen dort eine Kleinigkeit und laufen am Strand zurück.

Auf MISS SOPHIE stelle ich fest, dass ich den Toilettenschlüssel nicht an die Bar zurück gegeben habe. Wir müssen noch mal in die Bar am Strand.

Nochmal den gleichen Weg laufen?

Wir entscheiden uns für den Bus, der uns auch direkt vor der Bar absetzt, geraten dort in eine fröhliche Geburtstagsgesellschaft und die Atmosphäre ist dort so nett, aufgeschlossen und sympathisch, dass wir dort bleiben , noch eine Kleinigkeit essen (in Olivenöl geröstetes Brot mit Knoblauch bestrichen) und dann gibt es später noch auf MISS SOPHIE, die an einem Kai für Großschiffe liegt, weil es hier keinen Yachtsteg gibt, und wo uns abends vollkommene Ruhe und Dunkelheit umgibt, wenn die Allu-Werft die Arbeit beendet hat, ein paar Biere und einen Abschieds-Wodka.

Übrigens finden wir, das dieser kleine , sympathische Hafen wieder einen  Yachtsteg und einen Sanitärcontainer verdient hat. Der ehemalige, bei einem Sturm zerstörte Anleger liegt noch lieblos auf einem Ponton.

Der nächste Tag wird dann auch so wie erwartet. Während es in der Nacht tüchtig stürmte und die Wanten und Stagen zum Heulen brachte und es kübelweise regnete, ging der Wind dann erst am Nachmittag erst auf West und dann in einer Flaute auf Nord - der Seegang aber blieb bis zum Abend. Mit segeln wäre nichts geworden.

Als ich am nächsten Tag bei angekündigten Nordwind 3-4 morgens die Leinen losmachte, war auch ein Nord von 3 da, der aber leider nach einer Stunde in einer Flaute endete.

James musste ran, Admiral von Schneider kam an die Pinne und ich holte meinen Thriller aus der Koje und fleezte mich ins Cockpit und las. Alle Stunde einen Rundumblick, aber nicht ein einziges Segel, kein Angler, kein Fischerboot noch sonstiges Gefährt am Horizont zu sehen.

Als ich die Molenköpfe der Einfahrt in den Seekanal nach Riga am Horizont sehen kann, bin ich mit meinem Buch durch und kann mich jetzt der Navigation widmen.

Um 16:00 bin ich wieder im Latvijas Jahta, tanke 20 Lieter Diesel und mach an der Heckboje fest, als der Nordwind anfängt, mit den versprochenen 4 Windstärken zu wehen.

Egal. Für dieses Jahr ist damit die Segelei beendet.

Schnief Schnief Schnief.

 

zu den Bildern:

Der kleine sympathische Hafen von Skulte

Die nette Bar direkt am Strand

Cumulus über Lettland

Kritischer Blick in die Segel

Beim Lesen während Admiral von Schneider an der Pinne ist

Törnbericht: Dabei ging es so gut los - zurück nach Skulte

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Published on August 18th, 2011 @ 19:36:19 , using 343 Wörter,
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Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte
Törnbericht: Dabei ging es so gut los  - zurück nach Skulte

Weil Uli am Sonntag-Morgen seinen Flieger in Riga kriegen muss, mussten wir langsam an den Rückweg denken.

Da der Weg zurück SSW verläuft, wir aber bisher immer SW-Wind hatten, waren wir lieber mit den Füßen unterwegs als mit den Segeln, denn das hätte nicht funktioniert - zumindest nicht bei den langen Strecken hier, die zurückgelegt werdern müssen und beim kreuzen sich sofort verdoppeln: aus 30 sm werden dann einfach 60 oder 70 sm.

Für heute war West 4 angesagt und so sind wir um 11:00 los und haben aus der  letzten Erfahrung heraus gleich das 2. Reff im Großsegel dringelassen

In der Einfahrtsrinne war noch von den letzten Tagen eine heftige Welle, gegen die wir bis zur Ansteuerungstonne kräftig gegenan bolzen mussten, dann aber stoben wir nach Süd, und MISS SOPHIE schaufelte mit dem Bug die Wellen weg.

Herrliches Segeln, was Spaß macht, weil es einem die Kraft der Segel und des Schiffes sinnlich vermittelt.

Um 14:00 Uhr können wir unseren Kurs nicht mehr recht halten und machen einen Schlag 7 sm nach West.

Um 15:30 schläft der Wind völlig ein und James muss wieder an die Arbeit.

Wir motoren aber durch eine grandiose Wolkenszenerie, was uns allerdings nicht wirklich entschädigt.

Um 21:00 legen wir bei Dunkelheit, sicher durch das rot-weiß-grüne Sektorenfeuer des Hafens geleitet, in Skulte an - aber den Hafen kennen wir ja schon und wissen schon, wo wir hin müssen.

Weil die kleine Kneipe, wo man auch etwas zu Essen bekommt, doch ein ganzes Stück entfernt ist und nicht mehr aufhaben wird, wenn wir dort ankommen, gibt es mal wieder etwas an Bord zu Essen:

Vorspeise: Frischkäse auf Tomaten, mit Koblauch, Basilikum und Olivenöl verfeinert

1. Hauptgericht: Eine chinesische Suppe verfeinert mit Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen

2. Hauptgericht: Frische Kartoffeln und Sadinen aus der Dose

Nachspeise: eine Avokado mit einem Fischkäse-Inhalt

Dazu Bio-Rotwein aus dem Weinkeller der MISS SOPHIE

Danach gibt es noch ein langes Gespräch über Gott und die Welt bei der schauklelnden Petroleumlampe und den Wetterbericht, der aber für den nächsten Tag wieder kräftigen Südwind ankündigt, der in der südlichen Ostsee Wellen bis 5 Meter aufschaufeln wird und danach Nordwind.

Schaun wir mal.





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„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva

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Published on August 17th, 2011 @ 00:19:50 , using 643 Wörter,
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„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva
„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva

 

„GOLDENER ANKER“ für die Hafenmeisterin in Salacgriva



Durch die nette Hafenmeisterin animiert bleiben wir hier einen Tag, weil wir neugierig auf dieses Land geworden sind und entscheiden uns, mit Mietfahrräder das Land zu erobern.

Ein Anruf bei der Hafenmeisterin und sie setzt alle Hebel in Bewegung, für uns Fahrrräder zu organisieren.


Nach einer Stunde kommt der Anruf, nur in einem 10 km entferten Ort wird das gehen, sie würde uns dort gerne hinfahren gegen Spritkosten.


Dafür, und nicht nur dafür, bekommt sie den „GOLDENEN ANKER“ für den besten Service eines Hafenmeisters/in  von uns verliehen.

Wir entscheiden uns für eine lange Wanderung entlang des Salaca (der Fluss) bis zu den Neunaugen-Fischreusen.

Der Weg entlang des Flusses führt auf unbefestigten schmalen Wegen entlang kleinen in großen Gärten gelegenen Häusern, meist alten Holzbauten, und uns kommen Erinnerungen an unsere eigene Kindheit in den 50-ziger und 60-ziger Jahre, und an unsere Großeltern, Eingemachtes, Zinkbadewannen, Abwasch vor dem Haus draußen in einer Emailleschüssel, Brennholzstapeln und selbstgepflückten Obst aus den Bäumen des Gartens.

Und so war es dann auch. Wir kamen an einem Garten vorbei, in dem eine ältere Frau gerade Pflaumen pflückte, grüßten freundlich und bekamen dafür die Hände voller Pflaumen geschenkt.


Alles war hier einfach, freundlich und schön. Wir hatten den Eindruck, dass hier die Menschen noch das richtige Maß der Dinge des Lebens haben.


Dann langten wir an an den Reusen an.

Der Fluss wurde hier mittels in den Grund gerammter schmaler Holzstangen, an denen Bretter befestigt waren, gestaut und zu einer Engstelle umgeleitet.

Hier werden Neunaugen gefangen mit einer Fangmethode, die vermutlich schon in der Steinzeit angewendet wurde.


Nun wendeten wir uns vom Salaca ab und gingen ins Land.


Die flache aber abwechselungsreiche Landschaft besteht aus Wiesen, agrarisch genutzen Feldern, Mischwäldern, Brachen und baumbestandener Flusslandschaft. Dazwischen, mit größerem Abstand zwischen sich, standen kleine oder manchmal auch größere Häuser, umstanden von großen Gärten.


Zu jedem einzelnen Haus führte ein offizielles Schild an der Straße mit einem Namen und wir fragten uns, ob es der jeweilige Familienname sei oder ob es eine eigenständige Ortsbezeichnung war.


Unser Weg bestand aus einer unbefestigten, aber breiten Straße, auf der uns manche Lastwagen und PKWs in eine dicke Staubwolke n einhüllten.


Nach einigen Stunden bekamen wir langsam Hunger und Durst und wir entdeckten einen kleinen Supermarkt, als unser Weg die Via Baltica kreutze.

Joghurt, Brezel, Käse, Schinken wanderten in unseren Rucksack und schnell waren wir jetzt auf dem Weg an das Ufer des Rigaischen Meerbusens, weil wir gespannt waren, wie es hier wohl aussehen wird, weil wir von dem Abstand vom Ufer unseren Kurses das Ufer nur ahnen konnten.


Zwischendurch müssen wier einfach mal bemerken, dass wir den ganzen Tag von dicken, scharzen Wolken umgeben waren, während wir selbst eigentlich immer im Sonnenlicht gehen konnten – T-Shirt-Wetter.


Wir mussten nmoch eine ganze lange Strecke durch Nadelwald gehen, bevor wir eine Ahnung auf das Wasser bekommen konnten.


Dann waren wir überrascht:

Ein Schilfgürtel erwartete uns.


Und an das Wasser kamen wir nicht so leicht ran.


Jörgs Spürnase findet jedoch einen Pfad, wo eigentlich keiner ist.

Und schon sitzen wir auf einer kleinen Holzbank und verzehren voller Genuss unsere mitgebrachten Kostbarkeiten.

 

Danach entscheidet sich Uli für das Wandern im Wasser, Jörg bleibt lieber an Land.


Zurück an Bord rufen wir die nette Hafenmeisterin an, sie ist in 20 Minuten da, hat einen Korb voll Äpfel für uns aus ihrem Garten, sie versucht uns noch einmal, für ein Wiederkommen zu motivieren, was wir ihr gerne versprechen, und danach gibt es einen fürstlichen Salat im Cockpitt der MISS SOPHIE, danach landet der Laptop auf dem Tisch und wir schreiben diesen Blog gemeinsam.


Kleiner Nachtrag:

Salacgriva ist eine 3000 Seelen-Stadt. Aber hat: Eine große Bibliothek (natürlich, wie jedes Dorf, jede Stadt in Lettland), ein Museum, ein Kulturzentrum, eine große Musikschule, Kunst auf öffentlichen Plätzen, diverse Tanz- und Musikgruppen und ein tollen Festivalprogramm für eine Stadt dieser Größe.

Törnbericht: Dann wurde es doch noch ein schöner Segeltag – von Skulte nach Salacgriva

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Published on August 17th, 2011 @ 23:56:52 , using 369 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Törnbericht: Dann wurde es doch noch ein schöner Segeltag – von Skulte nach Salacgriva
Törnbericht: Dann wurde es doch noch ein schöner Segeltag – von Skulte nach Salacgriva
Törnbericht: Dann wurde es doch noch ein schöner Segeltag – von Skulte nach Salacgriva
Törnbericht: Dann wurde es doch noch ein schöner Segeltag – von Skulte nach Salacgriva

 

Dann wurde es doch noch ein schöner Segeltag – von Skulte nach Salacgriva


Morgens um 08:00 sind wir losgefahren. Angesagt waren bis mittags SE 3 nach SW drehend und danach SW 2-3.


Wir hatten SW 1 und das ließ uns so ein wenig dahintreiben, so dass wir das Frühstück in der Plicht einnahmen und und seelisch auf einen ganzen Tag motoren einstellten, denn der Weg war 30 Seemeilen lang.


Um 09:00 drehte der Wind nach NNW, also sehr spitz gegenan, so dass wir James um Hilfe baten, weil er immer noch nur schwach war.


Uns graute vor der Vorstellung, dies nun die nächsten 8 Stunden weiter machen zu müssen.


Um 10:30 hatten wir NW 4-5 (angesagt war SW) und um 11:45 haben wir in das Großsegel das zweite Reff eingebunden und wir schoben mit 30 Grad Lage mit 5 kn durch die Wellen.


Uns beschäftigte die Frage: Bleibt es dabei oder geht der Wind noch ein ganz ganz kleinen Stück nördlicher, dann könnten wir nicht mehr unseren Kurs halten - ja – und dann?

Zurück?


Nach Konu laufen , was einen Nachttörn bedingte?


Gegenanbolzen?


Rings um uns herum wird der Himmel von dunkelblauen Wolkenbänken eingeschlossen und irgendwann bemerken wir, dass diese Wolkenbänke gegen die Windrichtung langsam auf uns zu kommen. Wir gehen in unsere Overalls und dann fängt es auch an zu regnen und der Wind geht mit 5 Windstärken auf West.


Uli sitzt an der Pinne und ich kann mich ganz dem beschaulichen Betrachten der Dinge des Lebens hingeben. So sicher habe ich mich selten auf meinem Schiff gefühlt.


Er steht durch, die Wellen werden höher, aber wir können unseren Kurs gut halten und um 17:00 sind wir in dem Hafen von Salacgriva fest, wo uns eine junge, ausgesprochen freundliche Hafenmeisterin in Empfang nimmt, deren strahlenden Augen von einer Art sind, wie ich sie selten in meinem Leben gesehen habe. Glücklich derjenige, der diese Augen erobert.


Wir gehen Essen, sehen einen kleinen Ort, der 3000 Einwohner hat, in dem absolut nirgend irgendwelcher Müll zu sehen ist, die Menschen sind freundlich, am Steg kichern die jungen Mädchen, als wir an ihnen vorbei gehen und sie mit einem „Hello“ begrüßen, uns begegnen diverse Jugendliche, die auf ihren Fahrrädern auf dem Rücken irgendwelche Musikinstrumente transportieren und wir haben den Eindruck, das ist hier ein gelobtes Land.

 

Törnbericht: Eigentlich kein Segeln von Riga nach Skulte

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Published on August 15th, 2011 @ 23:26:16 , using 405 Wörter,
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Törnbericht: Eigentlich kein Segeln von Riga nach Skulte
Törnbericht: Eigentlich kein Segeln von Riga nach Skulte
Törnbericht: Eigentlich kein Segeln von Riga nach Skulte
Törnbericht: Eigentlich kein Segeln von Riga nach Skulte

 

Eigentlich kein Segeln von Riga nach Skulte


Gestern ist Uli aus Bremen mit dem Flieger angekommen und wir haben Riga architektonisch und kulturell erobert. Darüber zu schreiben würde alle Dimensionen sprengen.

Danach fand eine kurze Törnplanung statt, was bei der Wetterprognose denn seglerisch zu machen sei.


Am nächsten morgen waren wir um 10:00 Uhr auf dem Weg, nach dem wir noch einmal bei der Tankstelle 20 Liter Diesel getankt hatten.


Angesagt waren östliche Winde um 4 Beaufort bis 12:00 mittags und danach südost 3, nach süd drehend.


Wir hatten SW 2-3 und gingen los unter Groß und Fock.


Die Sonne schien, ein paar lustige Cumuluswolken schoben sich am Himmel lang und alles schien gut.


Um 11:00 Uhr haben wir die Fock gegen die Genua ausgewechselt. Der Wind drehte auf NNW 2 – angesagt waren SE 3.


15:30 musste James mithelfen, der Wind kam jetzt sehr sehr spitz ein – aber den ganzen Tag Sonne.


Um 19:00 waren wir in Skulte an einem Industriekai fest.


Wir hatten Hunger. Über die Möglichkeit noch etwas zu Essen zu kriegen, gab es nach Nachfragen etwas ungenaue Angaben: Zwischen 200 Metern und 2 Km schwankten die Angaben über eine Bar, wo man auch etwas zu Essen bekommen kann.


Wir gehen los. Wir gehen und gehen und gehen, und als wir am Ortsende angekommen waren, sahen wir sie schon. Einfach, nett, und es gab nicht nur etwas zu Essen, sondern es gab eine ganze Karte mit Gerichten. Die beiden jungen Mädchen, die den Laden hier schmissen, waren ausgesprochen gut drauf, sehr freundlich und innerhalb kürzester Zeit hatten wir unser wohlverdientes Bier auf dem Tisch und bald darauf auch unser Essen.


Die jungen Leute um uns herum an den anderen Tischen waren ausgesprochen angenehm in der Art und Weise, wie sie miteinander umgingen und wir fühlten uns dort sauwohl. Lettland scheint ein glückliches Land zu sein, wo die Menschen gerne leben, gut drauf sind und nach vorne wollen.


Dann hat Uli mich überzeugt, dass wir auf dem Rückweg unbedingt unten am Wasser langgehen müssen. Und das war eine super Idee. Denn erstens ist diese Küste als kleine Steilküste ausgesprochen schön, zweitens wird das anscheindend auch von der Bevölkerung so gesehen, weil der ganze Strand besetzt war von Menschen und drittens ist es ein Refugium von Liebespaaren, die sich hier am Ufer wohl fühlen und das auch zeigen.


Danach haben wir noch lange bei Bier und Wodka und einem rechtsseitig angeknabberten Vollmond an Bord gesessen und uns unser ganzes Leben erzählt (oder wenigstens Ausschnitte daraus).

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