von Jörg Streese

Helgoland - der Wettergott will es nicht

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Published on Mai 31st, 2010 @ 15:00:24 , using 82 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Helgoland - der Wettergott will es nicht

Als ich um 03:00 Uhr aufstand, um zu prüfen, ob ein Auslaufen angesagt ist, wehte es heftig, es regnete Bindfäden, es war eine rabenschwarze Nacht und ich war der Meinung, dass das ein Wetter ist, in das niemand freiwillig reingehen sollte.

Der Morgen sollte mir Recht geben: Seenebel, der bis 16:00 Uhr blieb und am Nachmittag noch heftigen Regen brachte. So hätte ich nie die Eider mit ihren weit auseinanderliegenden Tonnen gefunden.

Spaziergang über die Insel

Seewetterbericht: W 5, später NE 6, Schauerböen, Gewitter, See 2,5 Meter

Helgoland

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Published on Mai 29th, 2010 @ 19:04:50 , using 141 Wörter,
Veröffentlicht in Tagebuch der Miss Sophie
Helgoland
Helgoland
Helgoland

Am Donnerstag ist Björn gekommen und da Hans am Freitag mit dem Westwind seine Reise nach Norwegen starten will, gibt es bei mir noch ein Abschiedsessen. (Bild 1)

Am nächsten Tag Hans mit seiner Liberty auf dem Wege nach Norwegen. (Bild 2)

Ein paar tage spaeter hoffen wir, das alles gut gegangen ist, denn am Nachmittag kamen dann die 5 - 6 Windstärken und oben auf der Insel war derart viel Wind (Böen zwischen 7-8), dass wir stehen bleiben und uns gegen den Winddruck anstemmen mussten.

Wir hatten auch überlegt, zur Eider loszugehen, wir hätten dafür aber nachts um 04:30 ablegen müssen und da war nicht ein Hauch von Wind. Also zurück in die Koje.

Aber am Vormittag haben wir ein paar Schläge in die Nordsee gemacht - aber wegen der Hecktik und dem Aufkreuzen keine Bilder gemacht. Am Samstag nachmittag ist Björn wieder zurück nach Bremen.

 


 


Helgoland: Hans Werding: Maschinenbaumeister, Erfinder, Visionär, Forscher

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Published on Mai 26th, 2010 @ 15:32:06 , using 469 Wörter,
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Helgoland: Hans Werding: Maschinenbaumeister, Erfinder, Visionär, Forscher
Helgoland: Hans Werding: Maschinenbaumeister, Erfinder, Visionär, Forscher
Helgoland: Hans Werding: Maschinenbaumeister, Erfinder, Visionär, Forscher
Helgoland: Hans Werding: Maschinenbaumeister, Erfinder, Visionär, Forscher

Hans Werding (hier bei mir an Bord der MISS SOPHIE - ich habe gekocht und es gibt Dorschfilet) hat Zeit seines Lebens sich über vieles seine eigenen Gedanken gemacht. Und seit seiner Kindheit hat er sich brennend für die ägyptische Kultur und Geschichte interessiert.

Und irgendwann fing er an, sich zu fragen, warum in der Bibel so ausserordentlich konkrete Beschreibungen vom Fliegen vorkommen (göttliche Verkündigungen etc)und ob man diese Schilderungen nicht wörtlich zu nehmen habe.

Konnten die Menschen damals fliegen?

Als er einen Ausgrabungsbericht fand, in dem davon berichtet wurde, dass in einer ägyptischen Stadt derart viele mit ehemals Alkohol gefüllte Flaschen gefunden wurden, dass die Bevölkerung dieser Stadt auf Jahre hinaus im Vollrausch damit hätte verbringen können, war für ihn plötzlich klar, dies war der Treibstoff, mit denen die damalige Fliegetechnik arbeitete.

Aber wie?

Er überlegte:

Wenn die damalige Elite fliegen konnte, dann hatte sie diese Technik dazu benutzt, ihre Herrschaft zu sichern.

Also musste in den Insignien ihrer Macht ein Hinweis auf diese Technik enthalten sein: Krummstab, Krone, Symbole.

Er verpachtete seinen gut laufenden Betrieb, kaufte sich ein größeres Segelboot (siehe Bild gestern), nahm alles an Büchern mit, was er über die ägyptische Kultur finden konnte, segelte alleine nach Südamerika und fand auf diesem Törn, den er dann entlang der Küste noch 3 Jahre lang weiter führte, die Zeit und die Muße, in den Hieroglyphen und Machtinsignien die Hinweise auf die praktizierte Fliegetechnik zu finden, widmete sich ab jetzt 10 Jahre lang nur noch diesem Studium und fing an, nach den Angaben in den Hieroglyphen diese Fliegemaschinen zu bauen.

Und brachte sie zum Fliegen.

Es ist unglaublich - aber sie funktionieren.

Dazu aber musste er tausende Berechnungen, Versuche und Modelle bauen, um die Jahrtausende alte "Physik des Bogens" wieder zu entdecken, die die Pharaonen damals schon kannten und mit der sie diese Technik beherrschen konnten und diese "überirdische" Fortbewegungsform natürlich zur Sicherung ihrer Herrschaft einsetzen: siehe die Berichte in der Bibel.

Die Physik des Bogens

In dem Krummstab ist der HInweis auf diese Technik.

Das Prinzip einer Rakete ist bekannt: In einem Rohr mit einer Öffnung unten wird ein Gasgemisch zur Explosion gebracht und der Schub nach unten treibt die Rakete nach oben.

Wenn man diesem Rohr eine bestimmte Krümmung gibt, entsteht sozusagen eine eigene Physik in diesem gekrümmten Rohr mit dem Ergebnis, dass durch ein seitliches kleines Zugangsröhrchen innerhalb des gekrümmten Rohres Duck und Unterdruckzonen entstehen, die es ermöglichen, dass ein beständiger Unterdruck an dem Einfüllröhrchen dafür sorgt, die Brennflüssigkeit oder das Gasgemisch selbstständig durch den Unterdruck nachgesogen wird - diese Technik also ohne Pumpen funktioniert - was die Voraussetzung dafür ist, dass sie in der damaligen Zeit entwickelt werden konnte.

Diese Modelle stehen bei ihm zu Hause.

Sie können dort vorgeführt werden.

Seine Bücher darüber kann man kaufen (siehe Bild).

Im Herbst fangen wir mit den Dreharbeiten an.

www.egyptologie.de


 

 

welch ein Zufall

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Published on Mai 23rd, 2010 @ 20:43:42 , using 67 Wörter,
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welch ein Zufall
welch ein Zufall

Neben mir liegt die "Liberty".

Und der Skipper ist ebenfalls Einhandsegler wie ich.

Merkwürdig.

Der einzige Einhandsegler ausser mir hier im Hafen kommt neben mir zum liegen. Würde er ein Schiff weiter liegen, wir hätten uns nie kennen gelernt.


Und nach kurzem Schnack miteinander muss ich sagen:

ein Glücksfall, von dem ich morgen berichten werde.

Er ist auf dem Weg nach Norwegen außenrum.

Maschienenbaumeister, Erfinder, Visionär, Forscher

Helgoland - Nordseewoche

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Published on Mai 22nd, 2010 @ 14:37:02 , using 53 Wörter,
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Helgoland - Nordseewoche
Helgoland - Nordseewoche
Helgoland - Nordseewoche

Helgoland - Nordseewoche -Regattazeit

Ist schon ne schöne Stimmung hier auf der Insel.

Der Monteur der am Nachmittag kam, meinte nach intensiver Prüfung, dass wohl durch den Seegang Luft in den Dieselfilter gekommen sein muss.

Ich habe den Filter jetzt so angebracht, dass ich ihn von der Kajüte bei laufendem Motor entlüften kann.


 


Helgoland: ein unfreiwilliger 18-Stunden-Törn

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Published on Mai 21st, 2010 @ 14:38:14 , using 1178 Wörter,
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06:00 Uhr morgens komme ich langsam aus den Träumen hoch, weil irgend was tutet.

Je mehr ich wach werde, desto mehr wird ein Gedanke im Kopf klar: Nebelhörner.

Raus.

Wahrhaftig. Bild 1

Enttäuscht über diese Provokation des Wettergottes mix ich mir einen Grog, denn es ist kalt, und verzieh mich damit und einem Buch wieder in die Koje.

Eigentlich hätte ich diesen Hinweis des Wettergottes richtig deuten sollen:  auf diese Art und Weise nicht nach Helgoland zu gehen - aber eine dreiviertelstunde später habe ich ihn verworfen, weil die Sonne anfing zu scheinen.

Währe ich ihm doch nachgekommen, mir wäre eine 18-stündige Horrortour erspart geblieben.

Jetzt musste alles im Eiltempo geschehen, denn ich musste noch bei Stillwasser vom Steg, denn ich saß meinem Vorschiff sehr nahe auf dem Heck und wäre bei ablaufendem Wasser dort nicht weggekommen. Also kein Frühstück, lediglich das Wasser für eine Kanne Tee konnte noch heiß gemacht werden, während die aufwendige Ankleideprozedur vonstatten ging (diverse Funktionsunterwäsche und darüber dann noch der neoprengefütterte Segeloverall), dann musste ich die Leinen loswerfen.

Also gegen an motoren. Bild 2

Dazu muss  man wissen, dass ich motoren hasse und besonders dann, wenn es gegen Wind und Wellen geht, nur um dahin zu kommen wohin ich will und es segelnd nicht geht.

Ich hatte mir überlegt, das es vernüftig ist, durch den Wurster Arm auf den Leuchtturm Alte Weser zu gehen, weil ich meinte, dort besser gegen die seit Tagen aufgebauten NW-Wellen geschützt zu sein.

Dem war nicht so. Hier herrschte eine kurze, ruppige See, die mein Schiff regelrechte Boxsprünge vollziehen lies. Grimmig sah ich diesem Schauspiel zu und schwor mir, nie wieder den Wettergott zu missachten und wenn ich mir in Bremerhaven ein Zimmer nehmen muss.

Alles was nicht Niet und Nagelfest auf MISS SOPHIE verstaut war, fand unweigerlich seinen Weg nach unten auf die Bodenbretter, wo sich nach kurzer Zeit ein Sammelsurium aus Seekarten, Flaschen, Brot, Bücher und dergleichen ansammelte - ein Anblick, der das eh schon angegriffene Selbstbewusstsein des Skippers weiter nach unten zog. Und ich finde, dass ich auf MISS SOPHIE besonders auf die seefeste Verzurrung aller Gegenstände achte - aber es gibt da anscheinend noch Nachbesserungsbedarf.

Auch im Cockpit sah es bald ähnlich aus: ein extra Behältnis für mein für solche Törns vorhandenes Studentenfutter knallte bei einem dieser Sprünge auf die Bodenbretter und sofort sprang der Deckel auf und Erdnüsse, Haselnüsse, Rosinen, Sonnenblumenkerne und was da sonst noch so alles drin ist, kullerte nun lustig hin und her und erinnerte mich beständig daran, in Zukunft solche Behältnisse mir auch auf Schwerwettertauglichkeit anzuschauen. Meine Wasserflasche war zum Glück aus Allu - manch eine Beule wird mich aber an diesen Törn erinnern.

Bald hatte ich vom kramfhaften Festhalten an den Relingszügen Blasen an beiden Fingern, die durch das Festhalten der Pinne weiteren Belastungen ausgesetzt wurden und dann um Mitternacht aufplatzen und nur noch schmerzten (Bild 4) Aber da sind wir ja noch nicht.

Punkt 13:00 Uhr beim Umschlagen der Tide war ich am Leuchtturm Alte Weser und konnte nun in den Tonnenstrich der  Alten Weser einlaufen, als mir der Motor ausging.

Also Segel hoch und die demütigende Erfahrung begann, dass ich mit meinem 5-Tonnen-Schiff nicht gegen den Wind, Strömung und Wellen aufkreuzen kann - zumal hier ebenfalls eine kurze ruppige See zwischen 1 und  2 Meter stand.

5 Stunden habe ich kreuzend zwischen dem Tonnenpaar A10 und A8 verbracht - das, was ich auf dem einen Schlag gut machte, verlor ich auf dem anderen wieder. Dort einfach Nord zu laufen, traute ich mich nicht, denn die dort vorhandenen Nordseegründe sind teilweise nur 4 Meter tief und ich dachte, dass sich dort die Seen besonders steil gebärden würden - was  andere Segler dann in Helgoland aber verneinten.

Zu dieser Situation muss man sagen, dass mein Schiff ein Fahrtenschiff ist und nicht auf Höchstleistung im Segeln konstruiert ist: das heißt, ein Schiff was mit dieser Situation gut zurecht kommen will, muss vorne sehr schmal und spitz gebaut sein, um die Wellen zu durchschneiden.

Mein Schiff ist in diesem Bereich sehr füllig, weil es seine Lebensqualität unter Deck daraus bezieht, hier schon Lebensraum zu schaffen - das heißt aber auch, dass es die Seen nicht mehr durchscneidet, sondern von ihnen gestoppt wird - ich brauche also viel mehr Kraft aus den Segeln, um durch diese Seen nicht gestoppt zu weren, d.h. ich kann nicht so hoch an den Wind gehen, wie ich es brauchte um hier in meine Richtung weiter zu kommen. Ich muss ja gegen jede Welle die 5 Tonnen meines Schiffes schieben - und das nur mit Hilfe des Windes.

Ich rechnete: die Tiede schlägt num 19:00 um, dann würde ich diese Strecke in relativ kurzer Zeit hinter mich gebracht haben, also sagen wir mal um 20:30 kann ich auf Nordkurs Helgoland gehen, dann warten da noch 20 sm auf mich, bei der Welle und meiner Geschwindigkeit von ca. 3 kn noch 6 - 7 Stunden bis Helgoland, also Ankunft so zwischen 2 und 3 Uhr nachts.

Bis jetzt noch keinen Bissen gegessen, die dafür vorgesehenen Körner, Nüsse und Rosinen tummelten sich immer noch auf dem Plichtboden, noch keine Minute die Pinne aus der Hand gegeben, noch keine Pause gehabt und dann noch der Schreck mit dem versagenden neuen Motor.

Das Aufkreuzen wurde dann nochmal anstrengend, weil die Seen natürlich blieben und zwei oder drei mich auch seitlich erwischten und mich mit einem Schwall grünem Wasser eindeckten.

20:30 bei der A6 am Ausgang der Alten Weser dann Nord. Hoch am Wind, zur besseren Ausbalancierung der Segel ein Reff ins Groß und ich konnte die Pinne belegen und MISS SOPHIE segelte mich auf wunderbarste durch die jetzt etwas weicheren langen Nordseewellen.

Das hat mich für alles entschädigt.

Diese Erfahrung, dass mein Schiff die Intelligenz besitzt, besser als ich es an der Pinne könnte, mich durch das Meer zu steuern - das ist das größte und schönste, was ich mir vorstellen kann.

Aber auch jetzt gibt es keine wirkliche Entspannung, denn MISS SOPHIE legt sich so auf die Seite, das teilweise die Kajütfenster ins Wasser geraten - ein Bewegen an Deck und erst recht unter Deck wird zur Schwerstarbeit.

Jetzt wurde es langsam dunkel. Ich begann die Hauptschiffahrtswege zu kreuzen, hier musste also besonders gut Ausguck gegangen werden. 1 - 2 Containerschiffe konnte ich ausmachen, aber keine Gefahr, dann kam von hinten so ein schwimmendes Casino hellerleuchtet auf, sonst nichts - kein einziger Segler unterwegs.

Schon ein merkwürdiges Gefühl, in diesem Moment völlig alleine in dieser doch etwas fremden Welt unterwegs zu sein, die langsam in eine schwarze Nacht übergeht - nur ab und zu gurgelt grünes Wasser in meine Plicht und zeigt mir, das die Nordsee immer noch Nordsee ist.

Der Wind wurde etwas weniger und meine Geschwindigkeit reduzierte sich auf 2-3 kn, Tonne Helgoland-Ost hatte ich um 2:30 querab und um 3:00 Uhr versuchte ich den Motor anzuwerfen , was auch gelang, aber nach 5 Minuten war er wieder aus - das hieß unter segeln in einen rattenschwarzen dunklen Hafen, dort irgendwie einen Ankerplatz finden, Anker raus, Segel runter und dann sehen wir mal weiter.

Um 3:30 war ich unter Anker, der anfing zu slippen, aber ich konnte hier jetzt meinen ersten Bissen zu mir nehmen und einen Tee trinken: nach 18 Stunden , davon 12 ohne Unterbrechung an der Pinne.

Aber Angekommen Bild 3 Nebel: Die Wetteränderung

 

 

 

 

 

 

 

 

Makrelenhimmel - Wetteränderung

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Published on Mai 20th, 2010 @ 19:54:08 , using 56 Wörter,
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Makrelenhimmel - Wetteränderung

Heute begann der Tag mit diesem Makrelenhimmel und veränderte sich zum Mittag hin zu einem blauen Himmel, der mit kleinen zarten und in regelmässigen Strukturen sich bewegenden Cirruswolken gesprenkelt war - Wetteränderung. Und es wurde zum ersten Mal warm - 19 Grad in der Kajüte.

Wetterbericht: zum ersten Mal keine Starkwind- oder Sturmwarnung für die Deutsche Bucht, sondern NW 3-4

MISS SOPHIE

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Published on Mai 19th, 2010 @ 19:20:06 , using 591 Wörter,
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MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE
MISS SOPHIE

Das erste was ich von MISS SOPHIE sah, war ihr Hintern.

Und ich war überwältigt.

Ich war hin und weg.

So ein elegantes Auslaufen des Hecks bei einem durchaus eher plumpen Knickspantermittelschiff hatte ich noch nie gesehen. Ich wusste sofort, dieses Schiff kann segeln. Und ich wollte es haben. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Also:
MISS SOPHIE ist eine WIBO 830, 1972 in Woubrugge in Holland von der Werft Van Wijk als Knickspanter aus Stahl gebaut nach einem Riss von van de Stadt und wurde von meinem Vorbesitzer nach seinem Vorschlag von dem Yacht-Designer-Duo Rudel+Vrolijk (ja, genau die, die die Megayachten für den Admirals-Cup entwerfen) das Heck zu jenem sagenhaften Hintern geformt, den ich eingangs erwähnte. Sie verschafft dem Schiff einen derat eleganten Wasserablauf achtern, dass im Wasser zu finden sind - sagenhaft.

Sie ist etzt 8.80 m lang und mit Bugsprit über alles 9.60 m, 2.60 m breit, hat einen Tiefgang mit einem neuen Kiel von 1.30, im Ballastkiel befindet sich 1,5 Tonnen Blei und dazu kommen noch 200 kg Diesel und Wasser.

Die Normalbeseglung beträgt ca. 40 qm (17/20), mit der SWF 35 qm, mit Genua 45 qm.

3. Bild

Blick vom Niedergang in die Kajüte: rechts die Navigationsecke mit Kartentisch und dem darunter befindlichen Kartenfach, wo sich für diesen Törn über 200 Seekarten befinden, darüber der alte aber wunderschöne DEBEG-Einseitenband-Empfänger, der aber auch MW, LW und KW empfängt, darüber das Fach mit den Seehandbüchern und darüber das DEBEG-UKW-Seefunkgerät.

Dahinter die Kombüse.

Bild 4

Die Kombüse mit dem zwei-flammigen Gasherd rechts und der Spüle links, darunter die Küchenshaps - Lebensmittel werden unter den Kojen und den Sitzbänken der Messe gelagert.

Bild 5

Vorpiek (Kajüte ganz vorne), mit den beiden Kojen steuerbord und backbord und ganz vorne der Bordbibliothek (ganz wichtig, wie man jetzt in Bremerhaven sehen kann), links der Kleiderschrank mit Borden und rechts die Tür zum WC.

Bild 6

Damit die leiblichen Genüsse, die beim Segeln ganz ganz wichtig sind, auch anständig entsorgt werden können, dieser Ort, eng aber funktional.

Bild 7

Die Messe vom Bug her gesehen: rechts die u-förmige Sitzbank um einen kleinen Tisch herum, der durch einen klappbaren grossen ersetzt werden kann, der Niedergang von der Plicht in die Kajüte und daneben die Segeltuchtaschen für Nebelhorn, Taschenlampe, Notfall-Werkzeug und Schäkeltasche. Daneben und darüber die Rückseiten der Navigationsinstrumente: Motor-Instrumente, Fluxgate-Kompass, Kartenplotter und daneben das Lot und die Solarregler für die drei Solar-Panele.

Neben dem Niedergang links (hinter dem Kartentisch) befindet sich die Hundekoje, in der der Skipper schläft, wenn er Gäste an Bord hat, die ein Teilen des Vorpieklagers nicht gestatten; 60 cm breit und 40 cm hoch und 2 m lang - es ist ein echtes Akrobatenstück,  da rein zu kommen, denn zwischen Kartentisch und Hundekojeneingang ist nur 40 cm breiter freier Raum. Aber 15 Jahre Übung zahlen sich jetzt aus.

Darüber die Segeltuch-Taschen für das Fernplas, den Seenotsignalgeber, den Seenotfunk-Marshal und Kleinigkeiten, wie Sonnenmilch etc.

Daneben unter der Decke die Segeltuch-Taschen für den Camcorder, Brillen, Hand-GPS und das Handy.

Alles so, das ich es vom Cockpit aus erreichen kann, ohne die Pinne loslassen zu müssen - eben alles auf Einhandsegelei eingerichtet.

Daneben über dem Kartentisch der DEBEG-Radioempänger, das Bücherschapp für die aktuellen Seehandbücher, das Logbuch und darüber das neue UKW-AIS-Funkgerät.

Unter dem Kartentisch das Bücherschapp mit weiteren Seehandbüchern und darunter das Schapp Seeenot-Signalraketen, Sicherheitsgurte etc.

Unter dem Sitz vor dem Kartentisch eine sehr umfangreiche Werkzeugkiste und dahinter unter der Hundekoje das Schlauchboot (nicht zu sehen weil unter de Polstern).

Draußen unter dem Motordeckel und den Plichtgrätings der vorbildlich saubere Motorraum und die saubere Botorbilge mit dem neuen VETUS-Diesel.

Unter den Steuerbordsitzbänken die Backkiste mit der Gasflasche

und die Backskiste mit den Leinen und Trossen.

So, jetzt kennt ihr alle MISS SOPHIE.






 

Zeit auf dem Wasser ist eine andere

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Published on Mai 18th, 2010 @ 21:12:05 , using 122 Wörter,
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Zeit auf dem Wasser ist eine andere

Die Zeit hier auf Miss Sopie, die von einem beständigen sanften Schaukeln begleitet ist, vergeht anders als auf Land. Man fühlt sich näher an den wirklichen Dingen des Lebens, man ist nicht abgelenkt, sondern kann ganz anders seine Gedanken schweifen lassen und bleibt dabei immer ganz dicht an den wichtigen Dingen.

"Stunden um Stunden, wo nichts getan wird, Stunden, die an Land jeden Nerv gereizt hätten, doch hier, auf der sanften Bewegung der See, so leicht vorüber ziehen wie der Schlaf;  denn Zeit auf dem Wasser ist ganz verschieden von Zeit auf dem Lande. Sie ist kontinuierlicher;  sie hat mehr Anteil am Atmen der Welt;  sie ist weniger mechanisch und unterteilt." (Hilaire Belloc, Die Kreuzfahrt der NONA, 1925)

Wetterbericht wie gehabt: NW 5-6, Böen 7

der Wettergott will es nicht anders...

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Published on Mai 17th, 2010 @ 21:27:34 , using 349 Wörter,
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der Wettergott will es nicht anders...

.....er hält mich fest hier an der Geeste mit der völlig falschen Windrichtung (NW) und zu viel Windstärken 5-6,  Böen 7.  Die Tiede, die die Wassermassen der Weser nach nordwest durch die unter der Wasseroberfläche existierende Aussenweser, die bis 60 Kilometer vor den Deichen ihr Flussbett in den Sand getrieben hat, schiebt, schiebt sie auch gegen den Wind und lässt dort sofort hässlichen Seegang entstehen - und gegen diese Windrichtung anzukreuzen bei dem Seegang bedeutet, dass ich nicht innerhalb der Zeit, die das Wasser abläuft, diese Grenze erreichen kann, wo die Weser aufhört zu existieren und die Tiede zu vernachlässigen ist, weil sie natürlich nur dort sich deutlich bemerkbar macht - mit bis zu 3-4  Knoten Geschwindigkeit, bei einer Maximalgechwindigkeit meines Schiffes von vielleicht 6-7 Knoten - , wo sie sich in einem engen Flussbett - auch wenn es nur unterseeisch ist - entfalten kann.

Also bleibt es bei der Geeste.

Nachtrag zu gestern.

Die genetischen Zeitfenster, in denen das Lernen von Lebewesen anscheinend stattzufinden hat und die auch für uns Menschen gelten, hat man u.a. an kleinen Katzen festgestellt, denen man ein Auge zugenäht hat - und wenn dies in der virulenten Zeit geschah, in der die für die Verarbeitung der aus den  Sehnerven ankommenden Informationen notwendigen Verschaltungen im Gehirn zu bewerkstelligen waren und diese Stimulanz in dem genetischen  Zeitfenster von ein paar Tagen nicht geschah, konnte dieser Fehler nicht mehr repariert werden, d.h. diese Katzen konnten ihr Leben lang nicht mit diesem Auge sehen. Machte man dies mit älteren Katzen, konnte die Sehfähigkeit mühelos nachträglich erworben werden.

Konrad Lorenz hat bei seinen geliebten Graugänsen die "Nachfolge-Prägung" entdeckt: innerhalb der ersten Tage scheint der ausgeschlüpften Graugans folgender Impuls mitgegeben zu sein: Wenn immer sich in deiner Umgebung etwas bewegt, folge ihm und sehe es als deine Mutter an.  So folgten die jung ausgeschlüpften Graugänse Konrad Lorenz bis in sein Arbeitszimmer, weil er das Wesen war, was sich in dieser virulenten Zeit in der unmittelbaren Umgebung dieser Graugänse bewegt hatte und er damit zu ihrer Mutter wurde.

Wie diese Zeitfenster beim Menschen aussehen muss anscheinend noch detailiert erforscht werden.

Wetterbericht für morgen wie heute: NW 5-6

 

 

 


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